Die 1970er Jahre. Watergate, Marvel-Comics, sexuelle Revolution, der Beginn der Computer-Revolution - eine Gesellschaft im gewaltigen Umbruch. Die herrlich-melancholische Musik von Mychael Danna, die unvergleichliche Regiearbeit von Ang Lee, die phänomenalen Schauspieler Kevin Kline, Sigourney Weaver, Tobey Maguire und Christina Ricci. Nicht zu vergessen die große Romanvorlage von Rick Moody. Bei diesem Film kommen einem in jedem Fall die Tränen, zum einen die Tränen der Trauer wegen der bittersüßen, am Ende tot traurigen Handlung. Besonders aber die Freudentränen, weil hier alles perfekt zusammenpaßt - ganz große Kunst! Dieser Film ist nicht einfach besser als das Buch, er katapultiert das Werk in höhere Sphären! Der „Eisturm" ist ein Besuch beim Psychater, ein Freund, eine herzliche Umarmung. Und eine Reise in eine Vergangenheit, die nicht perfekt war, aber in vielen Bereichen vielleicht herzlicher, friedlicher und unschuldiger als die Welt heute, 2003. Die hoch-intelligente, frühreife Tochter (Christina Ricci) weist allerdings darauf hin, daß diese heile Welt schon damals an den Grenzen der USA aufhörte (Vietnamkrieg).
Zum Schluß noch ein Kommentar zur Ausstattung der DVD. Wer wird bei so einem Meilenstein des Kinos schon an etwas so Profanes wie luxuriöse Extras usw. denken, werden sich die Verantwortlichen bei Kinowelt vielleicht gedacht haben. Tatsächlich würde dieser Film einen Audiokommentar von Regiesseur und Darstellern und manch andere Zusatzausstattung vertragen können.