Es waren Rollen wie diese mit denen sich der große Heinz Rühmann Unsterblichkeit im schauspielerischen Charakterfach verdiente. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, ist aber trotzdem ein allgemeingültiges Gleichnis auf die schweren Seiten des Altwerdens, des nicht mehr gebraucht werdens. Ein Mensch wird alt, eine neue Zeit holt ihn ein, nimmt ihn aber nicht mit sondern stellt seine weitere Existenzberechtigung infrage. Wehrlos gegen die Veränderungen der Moderne und der Kraft der Jugend beraubt, unternimmt der verbitterte Alte eine letzte Reise als Selbstbeweis der unverminderten Leistungsfähigkeit seiner Generation. Er kann den Wettlauf gegen den Prozess der Veränderung niemals gewinnen, wird durch seinen ungleichen Kampf jedoch kurzzeitig zum Medienstar und Liebling der Massen. Ein bestauntes Unikum - fast Fossil - aus längst vergangenen Tagen, die so lange eigentlich gar nicht her sind. In einer zunehmend schnelllebigen Zeit aber eine Ewigkeit. Gustav lebt noch in dieser Welt aber es ist nicht mehr seine; eine neue Generation hat seinen Platz eingenommen der noch gar nicht frei wurde. Können, Weisheit, Lebenserfahrung - auf Vergangenheit beruhendes und wertlos in einer Gegenwart, die sich der Zukunft verschrieben hat. Ein universell vorhandener Generationenkonflikt der für alle Zeiten Bestand haben wird! Uns Jüngeren, die wir stets das Neue haben wollen, soll uns Gustav vor Augen führen dass wir einst auch nur noch das Alte haben werden.