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Sein Verdienst liegt aber wohl darin, die vielen Einzelbelege für einen Anfang Juli 1941 geplanten Angriff der Roten Armee zusammengetragen und militärtaktisch bewertet zu haben. Diese Hinweise fanden sich vor allem in den Biographien sowie den militärhistorischen Veröffentlichungen der damals unmittelbar daran Beteiligten - der zahlreichen sowjetischen Generäle.
Profunde Kenntnisse des sowjetischen Militärwesens kann man dem Absolventen zweier Offiziersschulen, der im Stab eines Militärbezirkes diente und einige Jahre im militärischen Geheimdienst der UdSSR arbeitete, sicher nicht absprechen.
Akribisch werden Handlungen der sowjetische Militärführung beleuchtet, die auf den ersten Blick geradezu töricht erscheinen, wie das Beseitigen b e r e i t s
b e s t e h e n d e r Grenzsicherungsanlagen, das Lagern riesiger Mengen an Treibstoff in unmittelbarer Grenznähe (und oft noch in den Kesselwagen), die Einberufung hunderttausender Bauern vor Beginn der Erntezeit, der Verzicht auf das Anlegen von Winterquartieren für die riesigen Heere im äußersten Westen der Sowjetunion, usw.
Im Zusammenhang mit der Aufstellung gewaltiger Luftlandetruppen (200x mehr, als alle anderen Staaten der Welt zusammen), der Entwicklung spezieller Straßenpanzer (optimal für die deutschen Autobahnen geeignet) und der taktischen Ausbildung der Streitkräfte (Pioniere statt Sprengexperten, Bomberpiloten statt Jagdflieger und dem völligen Verzicht auf Verteidigungspläne) wird deutlich, daß hier keine Vorbereitungen zur Landesverteidigung, sondern solche zur "Befreiung der Völker Europas" ergriffen wurden.
Das Buch zeigt, daß diese Angriffspläne Stalins bereits Monate vor dem Planungsbeginn für Barbarossa begannen.
Wenn einige Kritiker behaupten, Suworow erwähne die Quellen der Zitate nicht, so kann man nur vermuten, sie haben das Buch entweder nicht komplett gelesen oder (was wahrscheinlicher ist) es paßt einfach nicht in ihr vorgefertigtes Weltbild. Man vergleiche bitte auch einmal den Beitrag der "Bundesanstalt für politische Bildung" (zu finden mit beliebigen Suchmaschinen durch Eingabe der 3 Suchbegriffe: BPB Graml Suworow) mit einer hier abgegebenen "Rezension". Fast wortgenau dasselbe; lediglich ein paar Rechtschreibfehler wurden noch eingebaut ...
Suworow liegt sicher nichts daran, Hitler zu entlasten - warum sollte er es auch tun?
Einerseits bezeichnet man Autoren, wie Viktor Suworow, verächtlich als Hobbyhistoriker, andererseits ist man aber auch nicht bereit, sie an etablierten Forschungseinrichtungen tätig werden zu lassen - das nenne ich heuchlerisch!
Ein großes Kompliment auch an den Klett-Cotta-Verlag, der den Mut hatte, dieses so gar nicht in die offizielle politische Landschaft der BRD passende Buch zu veröffentlichen.
Auf Knopp-TV (den älteren auch noch unter der Bezeichnung ZDF bekannt), werden uns solche Zusammenhänge wohl in absehbarer Zeit nicht präsentiert werden.
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