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Der Einzige und sein Eigentum
 
 
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Der Einzige und sein Eigentum [Taschenbuch]

Max Stirner
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 462 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150030579
  • ISBN-13: 978-3150030578
  • Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 9,8 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 89.402 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Klappentext

Max Stirners 1844 veröffentlichtes philosophisches Hauptwerk untersucht gesellschaftliche Institutionen, Ideologien und Ideale wie Familie, Moral und Liebe hinsichtlich ihrer realistischen Umsetzung. Für Stirner sind all diese Ideen in erster Linie Konstrukte, denen der Mensch per se nicht entsprechen kann, was zur Selbstentfremdung führt. Demgegenüber fordert Stirner die uneingeschränkte Selbstmächtigkeit des Einzelnen. Seine Schrift kann heute als weit über seine Zeit hinausreichendes Plädoyer für die Freiheit des Individuums verstanden werden. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
64 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Johann Caspar Schmidt veröffentlichte 1844 unter dem Pseudonym Max Stirner, das ihm seine Kommilitonen an der Universität aufgrund seiner breiten Stirn gaben, sein etwas über 400 Seiten umfassendes Werk "Der Einzige und sein Eigentum". Das philosophische Werk setzt sich mit dem Menschen und seiner Lebenswelt bzw. Lebensweise auseinander und schaut dabei vor allem auch auf die Geschichte, d.h. die Antike, das Christentum, den Kommunismus etc. All diese Ideologien und Ideale, d.h. z.B. auch das Ideal der Liebe, vor allem der Nächstenliebe, des Vaterlandes etc. sind für Stirner fixe Ideen, weil der Mensch ihnen nicht entsprechen kann und dadurch von sich selbst, vom Ich entfernt wird. Für die Gegenwart und Zukunft ruft Stirner auf zum Egoismus und zwar zu einem extremen Egoismus, der, obwohl das Werk nicht populär ist, vor allem anarchistischen Richtungen als Grundlage diente. Der Hegelschüler Stirner, für den letztendlich jeder Altruismus Egoismus ist, kommt zu einer außergewöhnlich ehrlichen und faszinierenden Sicht des Menschen, des Ich, die, wenn sie richtig verstanden wird, zu einem Selbstwertgefühl jedes Einzelnen beitragen kann und unsere Sichtweise auf den Staat, die Menschheit, das Leben überhaupt, wenn auch nicht erschüttern, so doch sensibilisieren und verändern kann. Eine Wirkung, die in der heutigen Orientierungslosigkeit vieler Menschen wünschenswert ist. "Der Einzige und sein Eigentum" ist, obwohl es ein philosophisches Werk ist, und damit dem Vorurteil der schwierigen Verständlichkeit ausgesetzt ist, ein gut verständliches und äußerst amüsant geschriebenes Buch, denn Stirner nimmt Sprache sehr wörtlich und beherrscht daher auch ihren Umgang. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bisherige Rezensionen 14. Februar 2010
Von Fleming
Format:Taschenbuch
Die vorliegenden Rezensionen von Stirners Der Einzige und sein Eigentum" sind alle mehr oder weniger positiv. Zu Recht, denn das Buch ist wichtig, einflussreich, spannend und aktuell.

Nur eine Rezension weist auf ein Problem hin: Nicht alle Ausgaben sind empfehlenswert.
Völlig indiskutabel ist die Ausgabe des area-Verlags, auch wenn sie mit Abstand die billigste ist.

Die Ausgabe des area-Verlags enthält weder einen Kommentar noch ein Nachwort.
* Die Ausgabe ist unvollständig, wie Jannis Hallen schon sagte. Es fehlen kommentarlos die wichtigen Vorbemerkungen Stirners, mit denen er unter dem Motto Ich hab`mein Sach' auf Nichts gestellt" das zentrale Thema seines Buches einleitet.
* Die Ausgabe enthält Änderungen im Text, ohne irgend einen Hinweis zu den Editionsprinzipien: Wörter werden groß geschrieben, um interpretierend deren Bedeutung hervorzuheben: Ich hab' mein' Sach' auf NICHTS gestellt (400); Stirners eigenwillige, pointiert eingesetzte Großschreibung des Wortes Ich und überhaupt von Personalpronomen wird nicht übernommen. Der Text wurde bearbeitet nach den Regeln vor der Rechtschreibereform, aber auch das nicht konsequent und fehlerhaft.
* Weit über 100 Fehler, manchmal vier, fünf auf einer Seite (205, 211), verballhornen Stirners Hauptwerk, das 1844 in einer fast fehlerfreien Ausgabe erschienen war: die wenigen Fehler der Erstausgabe von 1844 werden übernommen: falsche Anführungszeichen (146), falsch geschriebene Fremdwörter: Schiboleth (105, 167); Wahre dich statt Wehre Dich; in der Erstausgabe Korrektes hingegen wird falsch geschrieben: (157, 162, 171, 177 u.ö.); an Stelle eines Gedankenstrichs (-) steht ein = (40, 193); griechische Wörter werden ebenso verhunzt (81), wie Namen: Eloots statt Cloots (223). Wörter fehlen : Gedanke durchzieht Reformationsgeschichte [bis] heute. Man versuche einmal diese Stelle zu verstehen: Möglichkeit und Wirklichkeit sollen immer zusammen. Man kann nichts, was man nicht tut, was man nicht kann. Dass Stirner so tautologisch nicht argumentierte, zeigt das Original: Möglichkeit und Wirklichkeit fallen zusammen. Man kann nichts, was man nicht tut, wie man nichts tut, was man nicht kann. (358).
* Durch Scannen der Vorlage in Fraktur-Schrift (Ähnlichkeit des Fraktur-s mit dem -f) gibt es zahlreiche Fehler: Selbstauslösung statt Selbstauflösung (37), resormatorische statt reformatorische (70), aus statt auf (71), über mich hinaufragte statt hinausragte (187), Gr. Heiligkeit statt Sr. Heiligkeit (222), zustießt statt zufließt (222), Weise statt Welfe (261). Da ist statt von Gefäß vom Gesäß (53) die Rede und statt gefühlt wird gesuhlt (61), usw. usf.
Die Reclam-Ausgabe dagegen ist eine seriöse Ausgabe mit einigen Mängeln:
* Das Nachwort ist ideologisch und oft unsachlich; der Herausgeber stellt Stirner als kleinbürgerlichen Gernegroß dar.
* Sie enthält Fehler, z.B. lücken- und fehlerhafte Kommentierung: falsche Auflösung eines anonymen Beitrags: statt Carl Reinhold Jachmann nennt Meyer Carl Witt (EE 115), falsche Jahreszahl: 1842 statt 1844 (EE 162), falsche, fehlende und irritierende Zeichensetzung (EE 35, 162, 258 u.ö.), Übernahme von Fehlern aus der editio princeps (EE 215: Wahre Dich statt Wehre Dich) usw.

Die Ausgabe des Alber-Verlags bietet über 500 Kommentare, enthält eine auf Missverständnisse in der Stirner-Rezeption eingehendes Nachwort und Stirners Reaktion auf die ersten Kritiken an seinem Buch (u.a. von Ludwig Feuerbach), mit der er auf wichtige Aspekte seiner Philosophie verdeutlicht. Auch diese Ausgabe ist nicht völlig fehlerfrei, und sie ist vergleichsweise teuer. Für den,der sich intensiver mit Stirner beschäftigen möchte, lont sich jedoch diese Investition.
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50 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Stirner wird meist falsch interpretiert, insbesondere der von ihm verwendete Begriff des "Egoismus". Um ihn richtig zu verstehen, muß man Feuerbach kennen. Feuerbach schreibt in seinen "Vorlesungen über das Wesen der Religion" in der 7.Vorlesung, er verstehe unter Egoismus nicht den Egoismus des "Philisters und Bourgeois", sondern das philosophische Prinzip der Übereinstimmung mit der Natur, mit der menschlichen Vernunft, wider die "theologische Heuchelei, die religiöse und spekulative Phantastik, die politische Despotie." Wenn Stirner also den Egoismus predigt, dann im Sinne "der Liebe des Menschen zu sich selbst, ... zum menschlichen Wesen ...; ... die Liebe des Individuums zu Individuen seinesgleichen" (Feuerbach a.a.O., Sämtliche werke Band VIII). Unter diesem Gesichtspunkt sollte man Stirner lesen, dann bleibt kein Raum für bürgerliche Egoismen. Peter Nowak
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