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Es heißt, es gäbe keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten. Diesem Prinzip widmet sich das real existierende und in der Wissenschaftsgemeinde außerordentliche beliebte Magazin
Annals of Improbable Research. Wissenschaft ist ja nichts anderes als die Suche nach Antworten auf (ungestellte?) Fragen und
AIR, wie sich die Zeitschrift abkürzt, gelingt es, die in Wissenschaft und Forschung entwickelten Verfahren und Methoden auf alle nur denkbaren - mehr oder weniger "dummen" - Fragestellungen anzuwenden. Marc Abrahams, Herausgeber der Zeitschrift, hat in diesem Buch eine Reihe von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zusammengefaßt, ohne die unser Verständnis von der Welt tatsächlich in höchstem Maße unzureichend wäre. Von großer interdisziplinärer Bedeutung wäre da beispielsweise der erstmals publizierte Zusammenhang zwischen Fadenwürmern und Hieroglyphen. So konnte Mark Benecke in seinen Forschungen zweifelsfrei nachweisen, daß die ersten Schriftzeichen von bodenlebenden Fadenwürmern entwickelt wurden. Scott A. Sandford hingegen gelang es, mit Hilfe der Infrarotspektroskopie endlich, die verwandtschaftlichen Beziehungen von Äpfeln und Birnen aufzuzeigen. Ein herber Rückschlag für Politiker, für die der Vorwurf, man vergleiche Äpfel mit Birnen nun an Stichhaltigkeit verliert.
Es ist hervorzuheben, daß große wissenschaftliche Erkenntnisse bei weitem nicht immer von großen Wissenschaftlern gekommen sind. Unter den Autoren der bahnbrechenden Untersuchung zum Einfluß der Erdnußbutter auf die Erdrotation finden sich beispielsweise Dr. Bill Clinton, Dr. Dr. Helmut Kohl und Dr. Monica Lewinsky. Dieses Buch ist so unglaublich lesenswert, weil sich die hohe Wissenschaft hier selber verhohnepipelt. Es wäre allerdings nicht auszudenken, wenn der eine oder andere Wissenschaftler nach der Lektüre diese Buches plötzlich erkennt, daß er seine eigene Arbeit vielleicht doch besser bei AIR, als in der Gazette seines Faches einreichen sollte. -- Joachim Schüring
Der Verlag über das Buch
Wissenschaftsbetrieb gründlich auf die Schippe genommenHier wird der Wissenschaftsbetrieb gründlich auf die Schippe genommen. Dieser Band verlangt keine Vorkenntnisse, verfügt aber über eine eingebaute Lachgarantie. Ein Muß für alle Naturwissenschaftler, ihre Angehörigen und Freunde, Studenten und jeden, der herzhaft lachen möchte...
Wußten Sie, daß es einen Zusammenhang zwischen Penis und Schuhgröße gibt? Haben Sie schon einmal von der Aerodynamik von Kartoffelchips gehört? Oder wissen Sie, wie groß der Einfluß von Erdnußbutter auf die Rotation unseres Planeten ist? Ca. 200 Wissenschaftler, unter ihnen so bekannte Namen wie Ben Cartwright oder Monica Lewinsky, haben in einer aufsehenerregenden Studie nachgewiesen: Soweit wir ermessen können, gibt es keinen Einfluß. Wußten Sie schon, daß ein direkter Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Tornados in den USA und der Häufigkeit von Wohnmobilen einerseits sowie dem Absatz von Camcordern andererseits besteht? Diese epochemachende Erkenntnis verdanken wir Frank Wu von der Universität von Wisconsin. Können Sie sich ausmalen, wieviel an wissenschaftlicher Phantasie notwendig ist, um einen Versuchsaufbau zu installieren, mit dessen Hilfe ein Schweizer Raclette automatisch und gleichmäßig mit Pfeffer bestreut werden kann, so daß die lästige Injektion per Hand zukünftig entfällt? Diese revolutionäre Neuerung ist das Werk von drei Wissenschaftlern der ETH Lausanne. So wie die eben erwähnten "Arbeiten" sind alle in dem Band enthaltenen Artikel nicht ganz ernst gemeint. Hier versammeln sich unfreiwillig komisch oder bewußt als Parodie geschriebene Artikel aus allen Bereichen der Naturwissenschaft mit dem gezielten Versuch, den Wissenschaftsbetrieb zu verulken. Sie alle entstammen der real existierenden US-Zeitschrift "Annals of Improbable Research", die ausschließlich Arbeiten der beschriebenen Qualität abdruckt und sich in der Wissenschafts-Community großer Beliebtheit erfreut. Wer neben dem Interesse an Naturwissenschaft auch über etwas Humor verfügt, wird diese Sammlung nicht aus der Hand legen, bevor er nicht auch den letzten Artikel zu Ende gelesen hat.
Der Herausgeber: Marc Abrahams ist Herausgeber und einer der Begründer der Zeitschrift "Annals of Improbable Research" sowie der Stifter und Verleiher des in den USA jährlich vergebenen Ig-Nobel-Preises. Mit ihm ehrt Abrahams Wissenschaftler, deren "Leistungen nicht wiederholt werden können und sollen". Er verfaßt darüber hinaus eine monatliche Kolumne im "Byte Magazine", kommentiert Radio-und TV-Sendungen und hat mehrere andere Bücher über Humor in der Wissenschaft herausgegeben.