"Der Duft" ist das erste Buch dieses Autors das ich lese,es wurde mir aber von meiner Buchhändlerin als sehr spannend beschrieben, was es denn auch war.
Marie Escher, eine Unternehmensberaterin mit trauriger Vergangenheit, ihre Mutter litt an Schizophrenie und nahm sich früh das Leben, verläßt sich mehr auf Fakten als auf ihr Gefühl. Als sie den Auftrag der Firma Copeland erhält,die Wirtschaftlichkeit des Unternehmen zur Herstellung von Schädlingsbekäpfungsmittel, zu überprüfen, stößt sie auf Ungereimtheiten. Nachdem ein Kollege aus nicht erklärbaren Gründen einen Mitkollegen brutal attrackiert hat, wird Marie der unerfahrene, etwas chaotische Raphael an die Seite gestellt.Dieser junge Mann, der oft recht intuitiv handelt, bringt Marie auf die Idee, das Feldlabor in Ruanda, dass die Firma Copeland betreibt und das anscheinend immense Summen verschlingt, näher unter die Lupe zu nehmen.
In Ruanda angekommen, entdecken Marie und Raphael, dass das Feldlabor Experimente mit den bedrohten Berggorillas betreibt, um Duftstoffe herzustellen, die das männliche Geschlecht aggresiv werden läßt.Diese sogenannten"Pheromone"sollen auf der Friedenkonferenz in Riad eingesetzt werden , um die Verhandlungen zu torpedieren.
Die Idee das Buches fand ich sehr interessant und unglaublich spannend geschrieben. Das Buch wurde von mir in nur 3 Tagen verschlungen, trotzdem blieb ein etwas fades Gefühl bei mir zurück, aus diesem Grunde auch nur 4 Sterne. Den Schluss des Buches fand ich etwas verwirrend und auch übertrieben und es blieben bei mir einigen Ungereimtheiten zurück. Woraus wurden die Pheromone gewonnen, es wird zwar über die Experimente mit den Berggorrillas berichtet, aber nie klar erkärt, wie die Duftstoffe hergestellt werden.Auch die Einschübe, die Maries Kindheit betreffen, fand ich etwas störend.
Alles in allem war das Buch aber sehr spannend und wenn einen die von mir aufgeführten Punkte nicht stören, findet man mit diesem Buch einen spannenden Wissenschaftthriller, der durchwachte Nächte garantiert.