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Der Dschungel
 
 
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Der Dschungel [Taschenbuch]

Upton Sinclair
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1. Januar 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499154919
  • ISBN-13: 978-3499154911
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 11,8 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 51.650 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Dschungel
OT The jungle OA 1906 (Vorabdruck1905 in Appeal to Boston) DE 1906Form Roman Epoche Moderne
Der Dschungel von Upton Sinclair begründete seinen Ruhm als Fürsprecher der ausgebeuteten Arbeiter in der Massenproduktion der nordamerikanischen Industrie. Zugleich machte das Werk ihn zum berüchtigten und bekämpften Publizisten.
Entstehung: Dem Herausgeber des sozialistischen Blattes Appeal to Reason hatte Sinclairs Südstaaten-Roman Sklaverei (1904) gefallen; er regte ihn an, im Norden der USA über Unterdrückung von Einwanderern zu recherchieren, was Sinclair sieben Wochen lang in den Schlachthöfen von Chicago tat. Der Roman wurde 1905 in der Zeitschrift fortsetzungsweise gedruckt. Vier Verlage hatten das Buch zuvor wegen der unzumutbaren Details abgelehnt.
Inhalt: Der litauische Einwanderer Jurgis Rudkus kommt mit seiner Braut Ona samt einer im Grunde bäuerlichen Familie um 1900 nach Chicago. Alle finden Arbeit in den Schlachthäusern, aber die hygienischen und Sicherheitsstandards sind so niedrig, die Anforderungen so hoch, die Bedingungen so inhuman, die Bezahlung so erbärmlich, dass die gutwilligen, aber vertrauensseligen Immigranten keine Chance haben. Jurgis’ Vater stirbt, er selbst verliert durch einen Unfall seine Arbeit, später auch seine Frau, die von einem Vorarbeiter vergewaltigt wurde. Ihr Kind stirbt, aus dem Haus, dessen Abzahlung von vornherein kaum möglich war, wird die Familie exmittiert. Auf illegalen Wegen ist er gezwungen, Geld zu verdienen. Als er sich sogar als Streikbrecher prostituiert hat, erkennt er die Notwendigkeit, systematisch für Reformen zu arbeiten und engagiert sich fortan für die Sache des Sozialismus.
Aufbau: In 31 Kapiteln wird, beginnend mit der Hochzeitsfeier, beschrieben, wie die Familie Rudkus Schritt für Schritt versklavt und z. T. vernichtet wird. Drastisch werden die Ekel erregenden Details der Massenschlachtung und der Düngerherstellung geschildert. Dabei liegt dem Autor daran, die melodramatisch zugespitzte Handlung mit dokumentarischer Sachlichkeit zu fundieren. Der Zielsetzung und deshalb auch dem Stil nach orientiert er sich am Naturalismus der 1880er Jahre, besonders an Émile R Zola. Sinclair charakterisiert die Figuren nach einem Schwarzweißschema. Die Familie Rudkus ist gutwillig, fleißig, aber naiv – die Vorarbeiter, Bank- und Versicherungsvertreter, Makler und die Kapitalisten sind skrupellos und geldgierig.
Wirkung: Die skandalösen Verhältnisse in den Schlachthöfen sollten das gesamte ausbeuterische System des Kapitalismus repräsentieren. Tatsächlich hatte der Sensationserfolg des Buchs konkrete Folgen; hauptsächlich für die monopolistische Produktion des Fleischtrusts. Sinclair wurde von Präsident Theodore Roosevelt (1858–1919) nach Washington eingeladen; die Branche sah sich aufgrund der Enthüllungen mit juristischen Konsequenzen der Regierung konfrontiert, die erhebliche merkantile Einbußen nach sich zogen. Die noch im Erscheinungsjahr 1906 gedruckte erste Übersetzung von E. E. Ritter – Sinclair sollte in der Weimarer Republik zu einem der meist gelesenen Autoren werden – versuchte, die Titelmetapher dem Bildhorizont der deutschen Sprache anzupassen. So wurde aus dem Dschungel der Großstadt Chicago der Sumpf. Erst 1974 übernahm die Version von Ingeborg Gronke erstmals den originalen Titel. A. H.

Kurzbeschreibung

Der litauische Einwanderer Jurgis Rudkus kommt mit seiner Braut Ona samt einer im Grunde bäuerlichen Familie um 1900 nach Chicago. Alle finden Arbeit in den Schlachthäusern, aber die hygienischen und Sicherheitsstandards sind so niedrig, die Anforderungen so hoch, die Bedingungen so inhuman, die Bezahlung so erbärmlich, dass die gutwilligen, aber vertrauensseligen Immigranten keine Chance haben. Jurgis' Vater stirbt, er selbst verliert durch einen Unfall seine Arbeit, später auch seine Frau, die von einem Vorarbeiter vergewaltigt wurde. Ihr Kind stirbt, aus dem Haus, dessen Abzahlung von vornherein kaum möglich war, wird die Familie exmittiert. Auf illegalen Wegen ist er gezwungen, Geld zu verdienen. Als er sich sogar als Streikbrecher prostituiert hat, erkennt er die Notwendigkeit, systematisch für Reformen zu arbeiten und engagiert sich fortan für die Sache des Sozialismus.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Es zeigt das Bild eines Chigaco aus der Zeit der grossen (ost)europäischen Einwandererströme, die ihr Glück in den riesigen Schlachthöfen Amerikas suchen. In diesem Buch wird die Geschichte einer polnischen Familie gezeigt. Am Anfang scheint ihre Welt noch heil zu sein. Der Einstieg ist eine Hochzeitsszene, die zwar mit bescheidenen Mitteln, aber herzlich gefeiert wird. Im Verlauf des Buches wird aufgezeigt, wie die Familie, durch ihre Gutgläubigkeit und Unwissenheit (fremde Kultur) immer mehr in den "Fleischwolf" der dortigen Gesellschaft gerät und schliesslich daran zugrunde geht. Ein wunderbares, trauriges Buch, das einem berühren muss. Achtung allfällige Nebenwirkung: Falls man nicht schon Vegetarier ist, könnte man leicht einer werden.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein fast moderner Roman 15. April 2011
Format:Taschenbuch
Ein fast moderner Roman

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wandert Jurgis mit seiner Familie aus Litauen in die Vereinigten Staaten nach Amerika Chicago aus. So wie in der Geschichte oft praktiziert, wurde den Menschen über Mundpropaganda im Ausland ein freies Leben mit der Aussicht auf Reichtum versprochen.
Jurgis hat den Wunsch zu arbeiten, zu heiraten und mit seiner Familie ein nach seinen Vorstellungen normales Leben zu führen.
Groß ist der Schock, die diese Familie bei ihrem Eintreffen erlebt.
Graue und hässliche Landschaften, sowie unermesslicher Gestank, der über Chicago und seinen Schlachthöfen liegt, lassen erste unangenehme Gefühle zu.
Jedoch faszinieren Jurgis die gut durchdachten riesigen Anlagen der Schlachthöfe.
Seine Gedanken streifen aber auch die Grausamkeiten, die an den Tieren begangen werden. Noch nimmt er die entsetzlichen Schreie wahr, die die Tiere von sich geben, bevor sie ihr Leben beenden müssen.
Jurgis ist ein ganz normaler Mensch, der leben möchte. Er streift alle diese Gedanken ab. Er muss arbeiten und für seine Familie eine Existenz aufbauen und sein Wunsch ist es ein Teil dieses Getriebes werden.
Mit seiner körperlichen Stärke und seinem Arbeitswillen wird er dann auch eines der kleinsten Rädchen in einer riesengroßen Maschinerie.
In seinem Leben muss Jurgis eine Wahrheit erfahren, die er nicht annähernd für möglich gehalten hätte. Der Mensch ist nichts wert.
Sowie dem Tier im Schlachthof alles genommen und verarbeitet wird, ob genießbar oder nicht, wird auch den Arbeitern alles genommen. Selbstverständlich hat das so zur Stärkung der führenden industriellen Großmächte zu sein! Es bleibt nichts übrig. Alles wird verbraucht. Nicht ein kleines Stück Würde. Einem am Boden liegenden Menschen kann man immer noch etwas nehmen und es findet sich ein Mensch, der das tut. Sei es aus Gier oder aus purer Lebenslust".
Der Einfallsreichtum der Menschen dazu ist groß und das Verhalten passt sich dem Bedarf an. Die Korruption hat Hochkonjunktur.
Man kann sich nicht gegen den Eindruck wehren, dass das Wort Menschenwürde" nur zeitweise einen Zugang zum Gehirn des Vernunftbegabten" hat. Und in dem Moment, wo der Mensch die Chance dazu erhält einen anderen auszubeuten, schiebt sich automatisch eine Blockade davor, die ihm den Bezug zur Realität verbietet. Wie auch immer.
Jurgis klammert sich zum Ende der Geschichte an die Idee des Sozialismus. Was er sicher nicht bedacht hat, ist, das auch an dieser Idee und zuletzt an der Umsetzung Menschen mitwirken.
Beim Lesen plagten mich ständig Assoziationen zur heutigen und zu allen Zeiten. Glücklich hat mich gemacht, dass nach dem Erscheinen des Buches, sich die Hygienevorschriften in den Schlachthöfen geändert haben sollen. Besonders betroffen hat mich gemacht, dass es das Einzige war, was die Menschen damals nach dem Lesen beunruhigt hat. Das Buch ist insofern auch irgendwie modern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Z. Niko
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist ein muss für jeden der gerne Bücher liest. Es beschreibt sehr eindringlich und wortgewaltig die Situation der Lohnsklaven in Chicago anfang des letzten Jahrhunderts.
Upton Sinclair gilt neben John Steinbeck und Harriet Beecher Stowe als einer der Schriftsteller, welche die Geschichte massgeblich mitgeschrieben haben.
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