Wer bei der Beschreibung dieses Buches eine spannende Geschicht von und über Drachen erwartet, der wird bitter enttäuscht!
Ich habe mir dieses Buch gekauft, auf Grund der Beschreibung:
"Mit seinem Debütroman hat Stephen Deas aus den Drachen wieder das gemacht, was sie ursprünglich einmal waren: "die geheimnisvollsten, mächtigsten- und gefährlichsten Geschöpfe der Fantasy."
Davon konnte ich in diesem Buch leider nicht viel erkennen.
Auf den erste 217 Seiten geht es ausschließlich um die Intrigen am königlichen Hof! Die Drachen treten nur am Rande als Reittiere in Erscheinung, nicht großartig anders als Pferde.
Ich war schon kurz davor den Roman wieder aus der Hand zu legen, doch gab ich die Hoffnung nicht auf, dass die Drachen vielleicht doch noch irgendwann mehr stellenwert einnehmen würden.
Ca. ab S.219 traf dies auch -endlich- zu, und der Anfang dieser neuen Storyline war sehr vielversprechend!
Allerdings wird dieser Roman in so viele kurze Kapitel zerstückelt (meist um die 10 Seiten), dass sich bei mir ein richtiger Lesefluss nicht so ganz einstellen wollte. Auch der ständige Wechsel zwischen den Perspektiven all möglicher Personen trug nicht zu einem flüssigen Erzählstil bei.
Schließlich war ich jedes Mal genervt, wenn erneut, und erneut und noch einmal erneut die ganzen Intrigen und Ränkeschmiedereien von Diesem und Jenem vorgetragen wurden. Ich schleppte mich stets nur noch durch diese Spielchen alá Desperate Housewifes (ich muss mit dem ins Bett um das zu erreichen, dieser ist darauf eiferüchtig, der auf jenes etc.) und hoffte, endlich wieder einen Blick auf den Drachen erhaschen zu können.
Der Drache um den es hier geht ist tatsächlich genau so, wie die Beschreibung auf dem Klappentext es sich erträumen lässt!
Einzig für das fein gezeichnete und wirklich faszinierende Wesen der "makellosen Weißen" gibt es einen zusätzlichen Stern!
Doch jedes Mal wenn sie endlich wieder Auftauchte, war das Kapitel auch leider gleich wieder zu Ende...
Sollte uns mit dem Roman diese wirklich spannende und gute Grundidee hinsichtlich der Drachen Lust auf mehr gemacht haben, so trifft dies zu einem Teil zu.
Doch dann würde ich mir bei einen Roman, der sich um Drachen dreht, doch bitte bitte mehr Erzählungen von, nun ja, den DRACHEN wünschen!!!
Wenn ich in so einem Umfang etwas über lauter machtgierige, scheinheilige und selbstherrliche Adlige lesen möchte, brauche ich mir keinen Fantasy Roman zu kaufen...