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Der Drachen des Todes: Usedom-Krimi. Lasse Larssons zweiter Fall
 
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Der Drachen des Todes: Usedom-Krimi. Lasse Larssons zweiter Fall [Broschiert]

George Tenner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 317 Seiten
  • Verlag: Schardt; Auflage: 1 (1. Juni 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898413853
  • ISBN-13: 978-3898413855
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 269.415 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

George Tenner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Finanzmanipulationen und Spielsucht, Rache und Machtspiele, Liebe, Angst, Hass und Leidenschaft, Korruption, Intrigen und natürlich Mord, das sind die Ingredienzien, die George Tenner seinen Krimis beigibt. Weiläufig sind die kriminellen Verstrickungen von Personen und Organisationen, die in seinem neuen Usedom-Krimi dargestellt sind. Präzise ist die Handlung aufgebaut, raffiniert die Dialogführung und meisterhaft die psychologische Konturierung seinr Figuren. Lasse Larsson, der erste Kriminalhauptkommissar von Heringsdorf, steht vor einer kaum lösbaren Aufgabe, zumal bald klar wird, dass asiatische Verbrecherorganisationen in den neuen Fall verstrickt sind, über deren Vorgehen man selbst beim BKA kaum etwa weiß.

Über den Autor

George Tenner wurde 1939 in der Nähe von Dresden geboren. Aus einem Künstlerhaushalt stammend, machte er schon früh die Bekanntschaft herausragender Autoren wie Johannes Tralow oder Bruno Frei, die ihn beeinflussten. 1964 wurde er wegen des Versuches, die DDR illegal zu verlassen, inhaftiert.
Er lernte die Praktiken des Staatssicherheitsdienstes kennen, in dessen Untersuchungsgefängnis in Frankfurt/Oder er bis zu seiner Überstellung in das Straflager Rüdersdorf acht Monate zubrachte. Aus der Haft entlassen, bereitete Tenner erneut seine Flucht vor. 1966 überwand er in einem Schlauchboot den Eisernen Vorhang . Seitdem recherchiert er eingehend über die verschiedenen Geheimdienste in Ost und West und veröffentlichte 1982 seinen ersten Roman. Fast 25 Jahre war er als freier Journalist und Redakteur bei verschiedenen Zeitungsverlagen tätig. Obwohl noch immer ausgewiesener Journalist, lebt Tenner zurückgezogen am Rande Berlins und arbeitet ausschließlich als Romanautor.

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Der Drachen des Todes 9. Juni 2008
Format:Broschiert
Ohne viel Umschweife kommt es in diesem Krimi zum Mord an Ferdinand Huebner. Kriminalhauptkommissar Lasse Larsson, den man bereits in Die Jagd auf den Inselmörder liebgewonnen hat, stellt sein Team zusammen, welches man ebenfalls aus dem ersten Usedom-Krimi kennt. Neu hinzu kommt Monika Landris, eine Polizeiobermeisterin aus Heringsdorf.

Das ermittelnde Team stürzt sich umgehend in die Recherchen. Da Ferdinand Huebner in Singen zu Hause war, reist Lasse natürlich auch an den Bodensee, um dort in Huebners Umfeld Informationen einzuholen.

Ferdinand Huebner war kommissarischer Baudezernat. Sein vom Vater geerbtes Autohaus führte er in den Ruin, denn er war auch spielsüchtig und in vielen Casinos bekannt. Es gibt eine Verbindung zu einer Finanzservice GmbH und auch zur chinesischen Mafia. Und seine Frau geht auch noch fremd. Wo genau ist nun der Mörder Huebners zu suchen? Spuren legt George Tenner viele. Welche führt ans Ziel?

Von Anfang an ist man an das Buch gefesselt. Da die Suche nach dem Mörder in mehrere Richtungen führt und die Person Ferdinand Huebner von allen Seiten beleuchtet wird, saugt man jedes akribisch ermittelte Ergebnis in sich auf. Doch das Puzzel hat viele Teile und fügt sich nur langsam, aber stetig zusammen. Somit ist ständig dafür gesorgt, daß sich die Spannungsspirale dreht und der Leser nicht mehr vom Buch lassen kann.

Alle ausgelegten Fäden laufen zum Ende des Buches zusammen. Die Auflösung des Falles ist verblüffend. Lasse Larsson und sein Team haben mal wieder sehr gute Arbeit geleistet, auch wenn sie letztendlich den aufgeklärten Fall ans BKA abgeben müssen.

Der in diesem Buch beschriebene Fall ist sehr spannend und fesselnd. Doch wer George Tenner's andere Bücher kennt, weiß, daß sie sehr vielschichtig sind. So wird Lasse während der Ermittlungen auch noch von seiner Berliner Vergangenheit eingeholt. Vater und Sohn Arasücü tauchen in Heringsdorf auf und auf Lasse wird geschossen.

Einerseits sieht Lasse somit dem Tod ins Auge, doch auf der anderen Seite verliebt er sich in eine Kollegin. Auch diese Geschichte verfolgt man als Leser mit und ist gespannt, wie sie sich entwickeln wird.

In diesem Roman werden aber auch viele Themen angesprochen, die den Leser zum Nachdenken anregen. Es geht um die Chinesische Mafia, um Schutzgelderpressung, Menschen-, Drogen- und Zigarettenhandel. Es geht um Glücksspiel, Korruption im Amt, um Aktivitäten von Neonazis und vieles mehr. All diese Themen werden angesprochen, teilweise mit Ausschnitten aus Zeitungsartikeln belegt und gekonnt in den Roman mit eingebaut.

Besonderes Hauptaugenmerk hat der Autor in seinem Buch auf die Triaden gelegt, da sie von großer Bedeutung für den Kriminalfall sind. Von den Triaden gibt es in China ca. 5000, sie sind mit der Mafia vergleichbar sind. Die K14-Triade nimmt hierbei einen besonderen Stellenwert ein. Auch werden Machenschaften zwischen den Chinesen und den Vietnamesen offengelegt. Eine Textstelle fand ich diesbezüglich besonders interessant:

Bei Bandenkriegen konkurrierender Gangs der vietnamesischen Zigarettenmafia wurden beispielsweise Ende März 1995 fünf Vietnamesen in einem Wohnheim der Berliner Plattensiedlung Marzahn hingerichtet.

Marzahn - das ist bei mir gleich um die Ecke und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als mir damals diese Nachricht zu Ohren kam. Doch es gibt noch weitere ähnliche Nachrichten über tätsächliche Vorfälle aus Halle und Hamburg, die George Tenner in diesem Buch erwähnt.

Das Buch gibt jedoch nicht nur politische Denkanstöße. George Tenner läßt hier auch wieder sehr viel Persönliches einfließen. So hängt zum Beispiel bei Monika Landris in der Wohnung ein Gemälde des Dresdner Malers Helmut Schmidt-Kirstein, Tenners Vater. Lasse kocht auch für sich und seine neue Liebe, wobei bei der Beschreibung erkennbar ist, daß George Tenner selbst leidenschaftlich gern kocht, was er auch auf seiner Homepage www.george-tenner.de angibt. Dazu mal folgende Textpassage:

Larsson setzte das Sauerkraut auf und köchelte es zwanzig Minuten. Es war die Zeit, die die Kartoffeln brauchten, um weich zu werden. Er wusch die Fische, trocknete sie ab und würzte sie mit Pfeffer und Salz. Die Hautseite melierte er leicht. In der gusseisernen Pfanne briet er den Fisch langsam auf der Haut. Die Kartoffeln waren schnell gepellt und in einem kleinen Topf mit ein wenig Butter warm gestellt. Er goss die letzten Tropfen Wasser vom Kraut ab und zog das Drittel eines Stückes Butter darunter. Dann hob er vorsichtig die Schinkenwürfel unter das Kraut, das nun nicht mehr auf dem Feuer stand.

Na, da bekommt man doch Appetit, oder?

Nicht zuletzt sind auch die einzelnen Ortsbeschreibungen sehr gut gelungen. Egal, ob man sich nun auf Usedom, am Bodensee, in oder in der Nähe von Berlin befindet  es sind alles Orte, die der Schriftsteller persönlich sehr gut kennt, was man beim Lesen auch bemerkt. Hierbei fand ich nun ganz besonders witzig, daß auch die Feinschmeckeretage des KaDeWe's erwähnt wird, durch welche Lasse mit seiner Liebsten zwei Stunden lang schlendert, denn hin und wieder darf ich dort arbeiten und somit kenne ich diese so genannte Fressmeile sehr gut. Doch auch wenn Lasse Larsson zum Nachdenken auf die Seebrücke in Heringsdorf geht, dann fühlt man sich regelrecht heimisch.

So vielschichtig und informationsreich dieser Krimi auch ist, man verliert nie den Faden und kann jedem einzelnen Handlungsstrang in diesem Buch folgen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und stets erfährt man etwas Neues, so daß man große Freude beim Lesen hat und regelrecht animiert ist, ständig weiterzulesen. Der Personenkreis bleibt überschaubar, man kann die einzelnen Verbindungen zwischen den Personen gut nachvollziehen. Schön fand ich, daß man Lasse und sein Team nun noch etwas besser kennengelernt hat. Da bleibt es nur zu hoffen, daß es weitere Morde auf Usedom geben wird, zu deren Aufklärung das Team um Lasse Larsson hinzugezogen wird...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heidi Zengerling TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
George Tenner - es ist nicht mein erstes Buch aus seiner Feder. Lies man einmal einen seiner Krimis, dann kommt man von diesem Autor nicht mehr los.

Lasse Laarsson ist der Kriminalhauptkommissar, der in seinen Usedom-Krimis immer wieder mitspielt.

Heute möchte ich euch "Den Drachen des Todes vorstellen.
Es handelt sich um den zweiten Fall von Larsson.

Inhalt und Gliederung: (meine Meinung)
============================

Ferdinand Huebner wird ermordet, ein Mord gehört ja meist zu einem Krimi, aber Tenners Krimis sind mehr wie Mordermittlung. Es geht um so viele Intrtiegen, Machtspielchen, Korruption, aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Eine gesunde Mischung, die seine Bücher, und so auch meine heute vorgestellter Roman so lesenswert machen.

2002 steigt man im Prolog in die Handlung ein, die in Heringsdorf auf Usedom spielt. Es ist Dezember.

Der Tote stammt vom Bodensee und so gehen die Ermittlungen auch dort hin.

Tenner schreibt, wie man das kennt von ihm, sehr gut recherchiert, der Leser kann sich top in die Handlungsorte, -szenen und -charaktere hineinversetzten. Sofort wird es von Beginn an spannend und durch den extravaganten Spannungsbogen wird die Spannung nicht nur über das gesamte Buch gehalten, sodnern immer wieder ausgebaut. Der leser ist in die Ermittlungen involviert und rätselt mit, wer wohl der oder die Mörder sein könnten. Es geht um zahlreiche Verstrickungen, die die Handlung immer verworrener und spannender machen. Sogar bis hin zu asiatischen Organisationen reicht das Feld, welches Tenner in seinem Fall auffährt. Die Charaktere seiner handelnden Figuren werden aufs Feinste charakterisiert in ihren positiven und negativen Seiten, Auch Larsson wird wieder für den Leser ein wenig mehr ersichtlich und man möchte natürlich unbedingt wissen, wie es mit ihm weitergeht, mit seiner neuen Kollegin usw. usw. ...

Wie ein Spinnennetz ziehen sich jede Menge interessanter Fäden um den Fall und Lassee Larsson als Ermittler ist mittendrin, auch seine privaten Angelegenheit werden zur Auflockerung mit einbezogen und der Fall ist so wirr, aber auch wieder total genial durchdacht, dass man als Leser an das Buch gefesselt ist.

Es fehlt nicht die wörtliche Rede, auch die erklärenden und bildhaften Adjektive sind vorhanden, sodass man sich die Personen, Handlungen und Orte sowohl auf Usedom, als auch am Bodensee sehr gut vor Augen führen kann.

23 Kapitel umfasst das Buch. Es ist meiner Meinung nach ein idealer Urlaubsbegleiter aber auch für gemütliche Winterabende am Kamin ideal geeignet.

Der Mann fällt aus dem dritten Stock, aber ist das die Todesursache? Tenner hat hier mal wieder einen super interessanten Fall inszeniert. Ich bin begeistert. Vorallem, weil es nicht "nur" dieser Mord ist, der geklärt werden muss, sondern, weil auch so viele Intrigen und Handlungsstränge sich darum ranken, wie z. B. mehrere Verdächtige, die im Lauf der Handlung auftauchen, es bleibt auch nicht nur bei einer Leiche ...

Mehr möchte ich zur Handlung nicht verraten, das Buch ist äußerst lesenswert und Krimifans kommen daran wohl nicht vorbei.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Inselidyll und Chinatown 17. Juli 2008
Format:Broschiert
George Tenner, Der Drachen des Todes. Lasse Larssons zweiter Fall, Schardt Verlag, Oldenburg, 2008, Klappenbroschur, 317 Seiten

Inselidyll und Chinatown

Der 2. Fall des KHK Lasse Larsson beginnt mit einem Paukenschlag. Ein Mensch stürzt sieben Stockwerke hinab in den Innenhof der Heringsdorfer Kurklinik und ist tot. Unfall, Selbstmord oder Mord? Die Ermittlungsroutinen laufen an, Personal und Bewohner befragt, Spuren gesichert. Bei dem Toten handelt es sich um den aus Singen / Bodensee stammenden stellvertretenden Baudezernenten Ferdinand Huebner, der sein Geld mit undurchsichtigen Spekulationen und im Spielcasino durchgebracht hat. Das bietet Larsson und seinen Leuten schon einen ersten Ermittlungsansatz. Zumal sich herausstellt, dass Huebner bereits hochverschuldet war. Oder könnte Wettbetrug eine Rolle spielen? Immerhin hatte das Opfer vor seinem Tode einen nicht unbedeutenden Gewinn einstreichen können.
Larsson selber kämpft mit Personalproblemen in seiner Abteilung und kann die aufgeweckte Polizeimeisterin Monika Landris vorläufig in seine Mannschaft versetzen lassen.
Dank der Gerichtsmedizin ist auch geklärt, dass der Tod Huebners Mord war: der Tote wurde vor dem Sturz betäubt.
Larsson reist nach Singen an den Bodensee, um die Witwe des Opfers zu befragen, die als Begünstigte auch tatverdächtig ist. Er findet heraus, dass Susanne Huebner ein Verhältnis mit Arne Hoffmannhat, der als Fährführer auf dem Bodensee arbeitet. Hoffmann ist aber für einige Tage verreist und nicht erreichbar.
Gleichzeitig ermitteln die Kollegen aus Usedom gegen eine dubiose Finanzfirma mit Sitz in Ahlbeck, die auch in Kontakt zum Singener Baudezernenten Huebner gestanden zu haben scheint. Inhaber Peter Petersen gibt an, mit dem Opfer über die Bebauung eines Grundstückes am Bodensee verhandelt zu haben. Er verwickelt sich allerdings auch in Widersprüche, die ihn verdächtig erscheinen lassen.
Die Überwachungskameras am Heringsdorfer Casino führen die Ermittler um Lasse Larsson auf eine weitere interessante Spur: ein chinesisches Pärchen, welches auch andernorts mit Huebner zusammen getroffen ist. Auch der frische Strauß roter Gladiolen auf Huebners Zimmer weisen in diese Richtung, gelten diese Blumen doch als Zeichen chinesischer Triaden.
Neben positiven Ereignissen - Larsson verliebt sich in die Polizeimeisterin Monika Landris - erlebt der Kommissar auch Negatives: seine Berliner Vergangenheit holt ihn in Gestalt der Familie Arasücü wieder ein. Bei der Verhaftung eines des Ehrenmordes an seiner Schwester Verdächtigen tötete Larsson den Täter in Notwehr, dessen Famile schwor Rache und taucht nun in Heringsdorf auf. Auf Larsson wird geschossen, bevor es der Polizei gelingt, den Verdächtigen zu finden.

Der Autor George Tenner zeigt in seinen Romanen um den eigenwilligen Kommissar Lasse Larsson, der viele von Tenners eigenen Wesenzügen aufweist eine Gesellschaft, die weit davon entfernt ist, in Ordnung zu sein. Tenner kritisiert sehr offen Dinge, die er für falsch hält, spricht Dinge aus, die für manche ein Tabu darstellen. Er zeigt, dass die kleine Welt der Insel Usedom nicht heiler ist als die große weite Welt der internationalen Finanzmanipulationen oder Mafiakartelle. Er lässt den Leser teilhaben an den detaillierten Ermittlungen der Polizei, die mal in eine Sackgasse führen und mal zur Aufklärung eines Falles. Den Romanen ist die genaue Recherche anzumerken, die hinter ihnen steckt. Ausführlich schildert der Autor die Überlegungen der Polizisten, er stellt den Ermittlungsstand immer wieder dar, beschreibt auch die Irrungen und falschen Schlüsse und nähert sich so möglichst realistisch der Beschreibung der Ermittlungsarbeit. Dies bleibt insbesondere spannend, weil er psychologisch genau das Seelenleben der Beteiligten beschreibt , allen voran das der Hauptprotagonisten Lasse Larsson und Monika Landris. Er ist dabei erstaunlich nahe an dem Vorbild vieler Krimi-Autoren Henning Mankell. Es ist auch kein Zufall, dass Larsson manchmal verträumt an der Heringsdorfer Seebrücke steht und der Fähre nach Ystad nachschaut, bevor sie am Horizont verschwindet. Danach kauft er sich im Zeitungsladen eine Zeitung und genießt in der Bäckerei ein Stück Kirschkuchen.

Wenn auch jeder Schriftsteller seinen eigenen Schreibstil hat, so finden sich doch hier sehr viele Ähnlichkeiten mit Mankell im Ansatz der Plotkonstruktion, in der Beschreibung des Polizeiteams, in der Beschreibung der anscheinenden Übermacht des Verbrechens. Der Stil des Autors ist thrillergemäß vorwärts gerichtet, wird jedoch auch durch Rückblenden unterbrochen. Typisch sind auch Dialoge wie der folgende:

"Der Chinese hat Ihnen eine Frist gesetzt, in der Sie das Geld übergeben müssen?"
"Ja."
"Wann ist der letzte Termin?"
"Am 12. Januar."
"Also diesen Sonntag schon."
"Ja."
"Werden Sie zahlen?"
"Ich sagte schon, wir sind derzeit nicht liquide."
"Wer holt das Geld, wenn Sie welches zahlen?"

Oft baut der Autor Protokolle in die Geschichte ein, dazu authentische Zitate in kursiver Schrift, welche die realitären Hintergründe der Handlung belegen. Dies schafft beim Lesen eine zusätzliche emotionale Spannung.

Meist begleitet der Leser Lasse Larsson bei dessen Ermittlungen, in kurzen Dienstbesprechungen erfährt man dann, was die Kollegen in dieser Zeit an Fakten zusammen getragen haben. Dies alles trägt zu einer recht authentische Atmosphäre bei, was auch durch die Anerkennung und Unterstützung des Autors durch die Anklamer Polizei belegt wird.

Als der Fall einen weiteren Toten später gelöst ist, ist längst nicht alles gut. Zwar konnte Huebners Mörder identifiziert werden, aber auch er war nur ein Rädchen im Getriebe des internationalen Verbrechens. Und die Drahtzieher können nicht belangt werden, befinden sie sich doch außerhalb des Zugriffbereiches deutscher Behörden.
So bleibt allenfalls das private Glück anzustreben, was Larsson dann auch versuchen wird.

Fazit: "Der Drachen des Todes" ist ein äußerst spannender Thriller, ein Polizeiroman, der im Schafspelz des Regionalkrimis daher kommt. Er beleuchtet insbesondere das Thema der chinesischen Triaden und ihrer Tätigkeit auf deutschem Boden ausführlich, worüber es wenig aktuelle Literatur zu geben scheint. Die Orte sind, sowohl was die Insel Usedom anbelangt wie auch die übrigen Örtlichkeiten, sehr plastisch und nachvollziehbar beschrieben. Die persönlichen Ansichten des Autors, die allgemein oder durch Lasse Larsson formuliert im Buch auftauchen, sind streitbar, aber das ist auch gut so.
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