ich habe bereits vor einigen jahren mit dem zyklus begonnen und mir dann irgendwann nur noch ab und an einen neuen band gekauft, da es mir irgendwann zu viele wurden. darum weiß ich nicht, ob es an meiner geänderten einstellung liegt, oder ob die bände wirklich schlechter werden. natürlich passiert vor allem in diesem band viel, aber jordans rad der zeit mit der herr der ringe zu vergleichen halte ich dann wirklich für übertrieben. die von den anderen rezensenten hochgelobte verwebung verschiedener handlungsstränge fand ich in vielen fällen vorhersehbar. hat man sich einmal an jordans art des erzählens gewöhnt, wird man nur noch selten überrascht. was mich aber am meisten stört, sind die UNMENGEN von klischees à la "männer sind so und frauen sind so". gepaart mit jordans angewohnheit, fast alle seine weiblichen charaktere auf eine sehr ähnliche art darzustellen, hat mich das echt in den wahnsinn getrieben. das halbe buch besteht aus weisheiten wie: "männer zuviel wissen zu lassen war immer ein fehler. das problem war nur, dass er recht hatte, aber das durfte man einem mann gegenüber erst recht nicht zugeben." das könnte ja ganz amüsant sein, würden sich diese art weisheiten nicht durch das ganze buch und über alle erzählstränge hinweg wiederholen. somit erscheinen die charaktere teilweise ziemlich plump und wie einer schlechten teenie-soap entsprungen. dem leser drängt sich immer mehr das gefühl auf, dass am sexlosen fantasy-nerd, der sein wissen über das andere geschlecht verallgemeinernden beschreibungen taffer amazonenprinzessinen verdankt, doch etwas dran ist.
um aber nicht nur zu lästern sei hier noch einmal betont, dass gerade in diesem band die handlung wirklich fahrt aufnimmt und die spannung stetig steigt.