1. Inhalt
Der Autor schneidet durchaus alle nötigen Themen einmal an, verzichtet aber meistens darauf, ins Detail zu gehen. Dafür verfällt er gerne der Schwärmerei, ja er preist den Dobermann geradezu als "den" Hund an. Diese etwas gezwungene Überzeugungsarbeit wird bei einem Interessenten, der dieses Buch kauft, wohl kaum mehr nötig sein. Neben der Werbung für die eigene Rasse wird ein gewisses Futter immer und immer wieder angepriesen - das muss auch nicht unbedingt sein. Letztlich wird in dem Buch unterschwellig mehrmals das "Kupierverbot" bemängelt - mit der (von Tierärzten wie L.Ackermann widerlegten) These, dass das Kupieren gesundheitliche Vorteile hätte. Da jedoch trotz allem für einen Anfänger die nötigen (aber wohl nicht mehr!) Informationen enthalten sind, kann man das Buch inhaltlich als "Mittelmaß" sehen.
2. Aufmachung
Das Buch wirkt ein bißchen altbacken, die verwendeten Photos heitern die Grundstimmung allerdings auf. Schön wäre es gewesen, wenn man bei letzteren auf das ein oder andere Photo mit kupierten Hunden verzichtet hätte. Meine Bewertung wäre hier "in Ordnung".
Fazit:
Wenn man ein Dobermann-Buch sucht, kann ich eher "Mein gesunder Dobermann" empfehlen - dieses Buch tut keinem Menschen weh, aber es kann leider auch nicht überzeugen. Vom Präsidenten des Dobermann-Vereins hätte ich etwas mehr erwartet.