Endlich bin ich auf ein von einer Frau geschriebenes Advaitabuch gestossen. Sie befriedigt den Verstand durch eine gelungene Kapitelwahl, bleibt aber nicht beim abstrakten Theoretisieren und intelektuellem Beweis der Unmöglichkeit Advaita und seine Inhalte zu vermitteln, sondern gibt brauchbare Anleitungen, wie es möglich sein könnte, sich der Essenz dessen, wer wir in Wahrheit sind, zu nähern. Ein bißchen zu sehr geprägt ist mir ihr Zugang über die Auflösung von Leiden; da gefällt mir Balsekar oder Maharaj oder auch Renz besser, die das "Leiden" eher auf die Schippe nehmen. Man muß sich mit dem Leiden nicht unbedingt so ausführlich auseinandersetzen, wenn man lernt, es einfach nicht so ernst zu nehmen. Sehr gut ist ihr gelungen zu vermitteln, wie wichtig es ist, sich seinen versteckten Prägungen und Emotionen zu stellen, damit diese nicht mehr so automatisch unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen; denn was mir nicht bewusst ist, beeinflusst mich um so mehr!
Sehr zu empfehlen ist auch ihre Biographie zu lesen: Gangaji - ein Leben wie Du