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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod Taschenbuch – 19. August 2004


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: KiWi-Taschenbuch; Auflage: 29 (19. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462034480
  • ISBN-13: 978-3462034486
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2 x 18,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (265 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.439 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Die deutsche Sprache liegt uns offensichtlich fast allen am Herzen, wie man an der ebenso endlosen wie hitzigen Debatte über die Rechtschreibreform erkennen kann. Einerseits. Andererseits ist leider ein oft unbedachter und liebloser Umgang mit ihr zu beklagen. Die Sprache kann sich ja nicht wehren, nicht einmal gegen schlimmste Vergewaltigungen -- man denke nur an den brutalstmöglichen Sprachschrott unserer Politiker. So etwas wie eine Sprachpolizei bräuchte man, die freundlich aber bestimmt auf Vergehen hinweist und Bußgelder verhängt. Freundliche Hinweise bekommt man auch im Zwiebelfisch, der Sprachkolumne, die Bastian Sick seit über einem Jahr wöchentlich für Spiegel-Online schreibt. Kaum zu glauben, dass man über Phänomene wie Fugen-s, unregelmäßige Verben oder sich epidemisch ausbreitende Suffixe so unterhaltsame Texte schreiben kann. Bastian Sick ist Entertainer und Oberlehrer in einer Person, wobei er letzteren vor allem in tabellarischen Zusammenfassungen am Ende seiner Kolumnen auslebt. Dabei ist das doch wohl der Idealfall eines Sachbuchs: wo man lachen und schmunzeln und gleichzeitig jede Menge lernen kann. Zum Beispiel, wo das Eszett seinen Namen herhat und warum die Deutschen als einzige diesen wunderlichen Buchstaben benutzen. Oder wie man eingebürgerte Fremdwörter konjugiert -- warum es zwar „ich recycle“ heißt, aber nicht „du recyclest“. Und auf die verzwickte Frage, ob „gedownloadet“ oder „downgeloadet“ richtig ist -- wer hätte sich das noch nie überlegt --, weiß Sick die verblüffend einfache Antwort: „Weder noch, es heißt ‚heruntergeladen’“. Und wieso der Zwiebelfisch ausgerechnet Zwiebelfisch heißt, erfährt man naturgemäß auch. Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod bietet 47-mal charmante Aha- und Haha-Erlebnisse und ist jedem Sprach-User heißestens zu empfehlen. --Christian Stahl

Der Verlag über das Buch

Endlich als Buch – die erfolgreiche Spiegel-Online-Kolumne »Zwiebelfisch«

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

86 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Tobias Jäger am 8. Februar 2005
Format: Taschenbuch
Ich finde das Buch nett. Wirklich nicht schlecht, aber auch wirklich nicht überragend: so mittendrin, ganz unterhaltsam.
Bastian Sick prangert sprachliche Unsitten an, die vor allem aus den Medien in die Alltagssprache überschwappen - zum Teil auch umgekehrt. Und ich möchte ganz klar stellen: Er hat vollkommen Recht mit dem, was er schreibt.
Anderseits hat, was er schreibt, schon jemand vor ihm geschrieben. Es kommt mir beim Lesen geradezu so vor, als habe Herr Sick beim Schreiben seiner Kolumnen das Buch seines Kollegen Wolf Schneider auf dem Tisch liegen gehabt: "Deutsch fürs Leben. Was die Schule zu lehren vergaß". Kennen tut er's jedenfalls bestimmt.
Und dieses Buch von Wolf Schneider ist nach meinem Geschmack einfach das bessere von den zweien. Beide Autoren behandeln praktisch dieselben Themen, und dabei sind sie meist sogar derselben Meinung.
Aber die Texte von Wolf Schneider sind argumentativ besser, sind klarer gegliedert und spritziger formuliert. Ich würde sagen: Bastian Sick ist unterhaltsam, Wolf Schneider ist geistreich. Aber das ist jetzt natürlich journalistisch überzeichnet.
Kurzum: Wer sich überlegt, dieses Buch zu kaufen oder zu verschenken, dem sei die Alternative von Wolf Schneider ans Herz gelegt: „Deutsch fürs Leben" heißt es, kostet genauso viel wie das hier und macht doppelt so viel Spaß.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Helmut Schmid am 12. Mai 2008
Format: Taschenbuch
"Die deutsche Sprache kennt zwar nur vier Fälle, dafür aber über tausend Zweifelsfälle." Ein toller Satz, den sich der Verlag für Kiepenheuer & Witsch als Einleitung für die Beschreibung seines Grammatik-Buches auf dem Paperback des betreffenden Taschenbuchs hat einfallen lassen. Hat einfallen lassen, ... ist das überhaupt richtiges deutsch, ist es gutes deutsch? Solche Fragen stellt man sich nämlich, nach Lektüre derselben. Fragen auch wie, "Heißt es Pizzas oder Pizzen?" (Glaubt man der Winword-Rechtschreibprüfung, dann heißt es Pizzas, denn Pizzen wird regelmäßig mit roter Wellenlinie unterstrichen.) Weitere Fragen sind: "Gewinkt oder gewunken? Wann schreibt man Storys und wann Stories? Hat der Genitiv noch eine Chance - trotz des Dativs und dem Dativ zum Trotz?"

Und damit sind wir auch schon beim Buchtitel: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" von Bastian Sick; Untertitel: "Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache." - Im Selbstlob nimmt Bastian Sick "Ein paar Worte vorweg". So ist das Buch gedacht als Reiseführer "auf einem abenteuerlichen Rundgang durch die Wildnis der deutschen Sprache." Es soll zeigen "wie man sich mit der Machete einen Weg durch widerspenstiges grammatisches Gestrüpp schlagen kann", es führt "um syntaktische Fallgruben herum", weist auf "orthografischen Treibsand" hin und bringt den Leser "sicher übers stilistische Glatteis."

Es beginnt mit Kapiteln wie "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" [heißt es 'Statt des Vaters kam der Sohn', oder 'Statt dem Vater kam der Sohn'?], "Krieg der Geschlechter" [heißt es 'Die Nutella' oder 'Das Nutella'?
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97 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Olmanketslat am 11. Oktober 2006
Format: Taschenbuch
Es fällt mir schwer, ein eindeutiges Urteil über dieses kontroverse Buch zu fällen. Ich werde also einfach einige Dinge auflisten und dann ihren Geschmack und ihr Urteilsvermögen entscheiden lassen, ob sie das Buch mögen oder nicht.

+ Bastian Sick weist auf eine humorvolle, intellektuelle und dabei eindeutige Weise auf die Fehler der so oft kritisierten Rechtschreibreform (die ich ebenfalls hasse) und die Konsequenzen der "Verenglischung" der deutschen Sprache hin.

+ Wie gesagt, Sicks zusammengefasste Artikel, die er für die Spiegel-Kolumne "Zwiebelfisch" schreibt sind witzig, mit viel schwarzem Humor und reichlich Ironie.

+ Löst hin und wieder spontane Lachanfälle beim Lesen aus.

+ Ich bemerkte nach der Lektüre des Buches bei mir eine geschärfte Wahrnehmung der grammatikalischen Ungereimtheiten und der überflüssigen Anglizismen in z.B. TV-Werbung.

+ Kaufempfehlung für alle, die sich gerne über Politiker und Journalisten aufregen. Sick nimmt beide Berufsgruppen regelmäßig aufs Korn.

So....Und jetzt kommt, was kommen musste: Die negativen Seiten von "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"

- Das Buch empfiehlt sich nicht zur Lektüre an einem einzigen regnerischen Tag. Einzeln und für sich sind die Artikel witzig und geistreich, doch weil (traurig aber wahr), Sicks Pointen und Sprachmittel immer die gleichen sind, wird es, wenn man gleich 50 Seiten hintereinander liest ziemlich Langweilig. Also: Am besten einmal am Tag, wenn man gerade nicht so gut drauf ist, einen Artikel lesen und schon kann man wieder die Sonnenseiten des Lebens sehen.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 28. April 2005
Format: Taschenbuch
Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen, weil ich es einfach nicht beiseite legen konnte.
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" ist nicht nur ein unterhaltsames und humorvolles Buch über die deutsche Sprache, es ist vor allem sehr lehrreich, denn es hilft, sich durch die so vielseitigen und teils unfassbar komplizierten Wirrungen unserer gesprochenen und geschriebenen Sprache zu wurschteln.
Deutlich, da immer wieder von Sick aufgegriffen, wird vor allem das immer häufigere Anwenden der Anglizismen, die, haben sie erst einmal den Weg in die deutsche Sprachkultur geschafft, falsch übersetzt, angewendet und konjugiert werden.
Im Großen und Ganzen werden von Sick so gut wie alle Fragen bzgl. unserer Sprache beantwortet (spätestens im Zwiebelfisch-Alphabet zum Schluss). Der für mich absolute Höhepunkt ist das Kapitel über die "body bags" (zu deutsch: Leichensäcke), denn dort wird deutlich, dass sich unser Volk mit dem ständigen Bemühen, deutsche Begriffe zu meiden und englische zu übernehmen, hin und wieder selbst ein Bein stellt.
Einen Minuspunkt gibt es für die, wie ich finde, zu pedantischen Beanstandungen Sicks. Manch ein Kapitel ist etwas zu überzogen, wie zum Beispiel das angebliche Unterteilen in Berieche, Beschweren über das "Geld, das in die Kassen gespült wird oder das Ersetzen des Wörtchens "durch".
Doch alles in allem ist dieses Werk jedem zu empfehlen. Es greift historische Sprachgebrauchsherkünfte auf und ist wie oben bereits erwähnt, wirklich lehrreich, verpackt in einer ordentlichen Portion Humor und Ironie.
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