"Damit ist dem Sick seine Trilogie komplett!", rief die fiktive Frau Jackmann. Aus dem Gerufendem kann man durchaus schließen, das Herr Sick kein weiteres Kolumnenbuch mehr veröffentlicht. Nur eine weitere Beifügung erscheint in den Buchläden, diesmal sind es Zwiebelfischchen, Fundstücke von Lesern.
Ich fand die Buchreihe genial und amüsant, selbst das dritte Werk lädt zum Schmunzeln ein. Doch je mehr Sick über dieses spezielle Thema schreibt, desto uninteressanter wird ein weiteres Anhängsel, so wie der dritte Band beweist, unwichtige Themen sind enthalten. Den Kurs "Wie fülle ich 260 Seiten schnell und gewinnerbringend?" hätte Herr Sick schon mal bestanden. Gut gelungene Kolumnen kann man an den Fingern abzählen. Wovon es nicht so viele gibt, weil allein ein Drittel das Quiz und das Zwiebelfisch-ABC ausmachen.
Auch habe ich das Gefühl, dass Bastian Sick manchmal ein wenig übertreibt.
Wenn ich lese, das der Autor jede Werbung zu der "Kunst des SPIEGEL" wie eine Schlange anzischte, muss ich ja glauben, der Mensch leidet an Antiorthophobie, einer Angst vor grammatischem Unsinn, so dass der Mann vor jedem "Back Shop", in der ein "Mamor-Kuchen mit Tassekaffee" angeboten wird, schreiend davonrennt.
Doch Kapitel wie "Haarige Zeiten", "Zweifach doppelt gemoppelt", "Sind Sie die Kasse?" und vielen mehr haben mich einfach zum Lachen gebracht. Als Gesamtwerk sind die Bücher einfach gut zum Nachschlagen, wenn man mit dem eigenen Wissen prahlen will, auch wenn man sonst von Deutsch überhaupt keine Ahnung hätte.
Der Ritter der deutschen Sprache geht in den Bereitschaftsdienst, ein vierter Band wäre des Guten zuviel.