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Der Dante Club
 
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Der Dante Club [Gebundene Ausgabe]

Matthew Pearl , Rudolf Hermstein
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 478 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe; Auflage: 1., Aufl. (11. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455058809
  • ISBN-13: 978-3455058802
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 573.183 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Matthew Pearl
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kein Zweifel: Dantes Inferno ist die Hölle. Wer hier eintritt, um unter Sodomiten und Politikern im ewigen Feuer zu verlodern, muss alle Hoffnung fahren lassen. Wer sich einliest auch: seit neuestem zumindest. Denn jetzt gibt es den Dante Club des US-Literaturwissenschaftlers Matthew Pearl, der für seine akademische Arbeit 1998 den Preis der amerikanischen Dante-Gesellschaft bekam.

Pearl kennt sich also aus in der Göttichen Komödie, ähnlich wie der (damals wirklich existierende) Bostoner Salon von Gelehrten, der im Jahr 1865 Dantes grandioses Jenseits-Epos durch eine Übersetzung auch jenseits des Atlantik bekannt machen will. Angefeindet werden sie von Kollegen, denen der Kontakt mit fremdem Literaturgut zu brenzlig ist. Ein merkwürdiges Pendant findet der Club in einem Serienmörder, der die Nacht- und Schattenseiten kultivierter Belesenheit verkörpert: Er führt seine Opfer jenen Strafen zu, die Dante für seine Florentiner Feinde fiktiv ersann. Während bei Dante jedoch die Tortur niemals endete, mündet sie hier im realen Tod der prominenten Auserwählten: Einer wird bei lebendigem Leibe aufgefressen, ein anderer mit brennenden Füßen begraben. Und so muss sich der Dante Club unter der Leitung des auch medizinisch bewanderten Dr. Oliver Wendell Holmes an die blutige Spur des Killers heften. Hilfe bekommt er vom einzigen schwarzen Mitglied des Boston Police Departement Nicholas Rey, der im Bereich der Verbrechensbekämpfung eine ähnliche Außenseiterstellung einnimmt wie der Dante Club in der Literaten- oder der exzentrische Serienmörder in der Kriminellenwelt.

Beim Lesen von Dante Club werden Cineasten das Gefühl nicht los, in Seven Teile der Idee schon einmal gesehen zu haben. Trotzdem ist Pearl ein überaus spannender Thriller geglückt, der in historischem Gewand ganz auf ein postmodernes Publikum zugeschnitten ist. Auch wenn es dem Autor nicht gelingen wird, den gemeinen Krimi-Fan für die Göttliche Komödie zu begeistern, so wird er es doch schaffen, ihn von der ersten bis zur letzten Seite (auch auf denen, die die akademische Welt beleuchten) in einem höllischen Plot gefangen zu halten. --Thomas Köster

Kurzbeschreibung

Wenn an Worten Blut klebt ... Boston, 1865. Ein Serienmörder geht um. Nur die Mitglieder des Dante Clubs ahnen, dass es für seine bestialischen Morde ein Vorbild gibt: Dantes „Inferno“.

Der Dichter und Übersetzer Henry Wadsworth Longfellow arbeitet an einem hoch ambitionierten Projekt. Mit anderen Schriftstellern, Harvard-Gelehrten und dem Verleger J. T. Fields hat er einen Zirkel ins Leben gerufen, der sich zum Ziel gesetzt hat, Dantes „Göttliche Komödie“ erstmals einem amerikanischen Lesepublikum zugänglich zu machen. Ein Unternehmen, dem die Universitätsleitung mit großer Skepsis gegenübersteht. Fürchtet man doch die fremden literarischen Einflüsse nicht weniger als die ausländischen Immigranten. Die Arbeit des Dante Clubs kommt jäh zum Stillstand, als die Mitglieder erkennen, dass die bestialischen Bostoner Morde nach dem Muster der Höllenqualen in Dantes „Inferno“ begangen wurden. Von nun an – das wissen die Gelehrten – stehen nicht nur weitere Menschenleben auf dem Spiel, sondern auch ihr ehrgeiziges Übersetzungsprojekt. Um den Volkszorn nicht auf Dante und den Club zu ziehen, bleibt ihnen nur eine Möglichkeit: im Verborgenen nach dem Mörder zu suchen und ihm Einhalt zu gebieten. Fieberhaft versuchen sie, die nächsten Schritte des Täters vorauszuahnen, um dann doch wieder von ihm überholt zu werden. Noch wissen sie nicht, dass der Schlüssel zu den geheimnisvollen Morden dort liegt, wo sie ihn am wenigsten vermutet hätten. Spannend wie Caleb Carr, abgründig wie der große Kinoerfolg „Sieben“.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Boston 1865: Der Dichter Henry W. Longfellow arbeitet an der englischen Übersetzung von Dantes "Göttlicher Komödie". Woche für Woche trifft er sich zusammen mit den übrigen Mitgliedern des frisch gegründeten Dante Clubs zum Diskutieren und Korrigieren seiner jüngst übersetzten Passagen. Gleichzeitig macht sich ein Unbekannter daran, Dante auf seine ganz eigene Art zu "übersetzen" - wesentlich plastischer, aber dafür auch umso blutiger. Ein Serienmörder setzt eiskalt und geradezu detailbesessen die in Dantes "Inferno" beschriebenen Höllenqualen in die Tat um. Die Polizei ratlos. Nur der Dante Club durchschaut das Muster der Taten. Doch wie kommt der Täter an sein Wissen über Dante, wo die "Göttliche Komödie" doch noch gar nicht übersetzt ist? Longfellow und seine Kollegen machen sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem unbekannten Dante-Kenner ...

Pearls Roman liegt eine große Kennerschaft der historischen Umstände zugrunde. Die Tatsache, dass seine wissenschaftlichen Arbeiten über Dante ausgezeichnet wurden und er englische u. amerikanische Literatur in Harvard u. Yale studiert hat, zeigt, dass der Mann weiß wovon er spricht, wenn er sich reale historische Figuren, wie die Dichter, die Mitglieder des Dante Clubs sind, als Protagonisten erwählt. Pearl gelingt der Balanceakt zwischen der Vermittlung historischer und literarischer Hintergründe und einem nervenaufreibenden Thriller.

Dabei muss man Pearl als Leser zugegebenermaßen eine gewisse Aufbauphase für Hintergründe, Plot und Figuren zugestehen. Doch er entschädigt den Leser für seine Geduld, indem er mit dem zweiten Mord seines Serientäters die Spannungsschraube kontinuierlich anzieht. Pearl setzt im Finale ein riesiges Puzzle zusammen, in dem jede Komponente des Romans ihren Platz findet und man kommt nicht umhin, die Konstruktion des Plots zu loben. Pearl lässt sich so leicht nicht in die Karten gucken und hält dadurch die Spannung bis zum Finale aufrecht.

Lobenswert ist auch die Atmosphäre des Jahres 1865. Boston ist gebannt von den Eindrücken des Sezessionskrieges, stetig strömen mehr irische Einwanderer in die Stadt und der öffentliche Nahverkehr kommt mit fortschreitender Geschichte durch eine grassierende Pferdeseuche fast vollständig zum Erliegen. Solche historischen Rahmenbedingungen prägen die Atmosphäre des Romans und sind die besondere Würze des Plots.

FAZIT: Pearl liefert mit seinem Debütroman außerordentlich lehrreiche und fesselnde Spannungslektüre ab. Wer vorher noch nicht viel über Dante und seine "Göttliche Komödie" wusste, erhält, dank Pearls so unterhaltsam eingewobenen Hintergründen zu diesem Thema, eine ganz ordentliche Einführung. Wer "Die Einkreisung" von Caleb Carr mochte, der wird Pearls "Dante Club" lieben, denn Pearl erzählt straffer und weniger langatmig als Carr: historisch, lehrreich, raffiniert und hochgradig spannend.

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Luzifer in Boston 18. September 2003
Von Helmut Cremers VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Es sind nicht die üblichen Morde wie sie in Boston des Jahres 1865 in den unteren Schichten der Bevölkerung sonst geschehen. Was die Bürger gleichermaßen in Angst und Schrecken versetzt, ist die Art wie der Mörder seine Opfer "ganz und gar vernichtet". Die Polizei steht vor einem Rätsel. Diese regelrechten Hinrichtungen an angesehene Patrizier, der großbürgerlichen Elite, folgen einem Muster- , aber welchem Muster?

Der Dante-Club könnte der Polizei entscheidende Hinweise geben, doch er will es nicht. Die vier Herren,drei beliebte Dichter und ein bekannter Verleger, wollen das Phantom lieber auf eigene Faust dingbar machen. Luzifer, wie sie den Täter nennen, gefährdet nämlich ihr leidenschaftliches Projekt. Dantes "Göttliche Komödie" sind sie dabei, für die amerikanische Leserschaft zu übersetzen.Und wie Dante die Höllenqualen der Menschen in den Gesängen seines "Infernos" beschreibt, so lässt Luzifer auch seine Opfer sterben.

Mit der anfänglich dilettantischen Suche des Dante-Clubs, glaubt er schon bald, das Gesicht des Teufels erkannt zu haben, doch dann geschieht erneut ein grässlicher Mord, der die Handschrift Dantes trägt. "Erst Dante in Tinte, dann Dante in Blut": Die Spirale des Schreckens...

Eine schrecklich-schöne Reise in die amerikanische Nachkriegszeit des 19.Jahrhunderts mit vortefflich nachempfundenen Figuren. Wortwahl, Gesten und Umgangsformen scheinen der damaligen Zeit zu entsprechen.Spannende, gut verdauliche Krimi-Kost auf höchstem Niveau mit einem eiskalten Finale von einem Dante-Experten geschrieben.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dantes Inferno in Boston 1865 9. September 2004
Von Meggie TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Boston, der Bürgerkrieg ist zuende und die amerikanische Gesellschaft wendet sich wieder ihren Geschäften zu.
Da erschüttern grausame Morde die Stadt. Zuerst stirbt ein untätiger Richter, der bei lebendigem Leib von Maden usw. aufgefressen wird, dann ein bestechlicher Priester, der kopfüber in der Erde steckt, seine Füße sind verkohlt.
Der Dante Club um den Dichter Longfellow glaubt zu erkennen, dass es sich bei den Morden um Kopien der unendlichen Qualen aus Dantes Inferno handelt, nur mit dem Unterschied,das die Qualen nicht unendlich sind, sondern in Morde münden.
Parallel dazu ermittelt der Bostener Polizist Ray,um den Fall zu lösen.Da geschehen weitere Morde, z.B. an dem Kriegsgewinnler und Kaufhauskönig Jennison, der buchstäblich entzweigerissen wird.Die Spuren deuten auf einen Bürgerkriegsveteranen hin, der die Mitglieder der Gesellschaft Bostons'für ihre Sünden straft.Einige Mitglieder des Clubs suchen auf eigene Faust und im Geheimen nach dem Täter, da sie ihren Traum von der Übersetzung des "Infernos" durch die Ereignisse gefährdet sehen.
Natürlich fallen mir dazu Szenen aus "Sieben" ein, in der Menschen nach ihren begangenen Todsünden abgestraft werden, ich empfinde jedoch die Verquickung mit der Literatur Dantes'und insgesamt die Geschichte des Dante Clubs als lesenswerte Lektüre.
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Schöner historischer Krimi-Schmöker
Boston 1865. Fünf bekannte Intellektuelle, darunter Oliver Wendell Holmes, Henry Wadsworth Longfellow und James Russell Lowell, haben sich zum geheimen "Dante-Club"... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Juni 2008 von Valentine
Mühe wird belohnt
Ich gebe zu, das Buch war am Anfang schon schwere Kost...
sprachlich erst gewöhnungsbedürftig und bis ich den Überblick über die ganzen Personen samt ihrer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Mai 2008 von muetze
Anfangs steinig, aber wer durchhält wird belohnt
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Veröffentlicht am 26. Dezember 2007 von M. Köster
Anstrengend
...der Klappentext hat mich eigentlich sofort angesprochen und ich habe mich schon auf's Lesen gefreut.. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. November 2007 von mary
sehr schwere Kost!!
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Veröffentlicht am 29. Oktober 2007 von sandra
Sehr zwiegespalten (2,5*)
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Veröffentlicht am 30. September 2007 von Wombatsbooks
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Ich weiß nicht, inwiefern ich dieses Buch weiterempfehlen kann. Die ersten 100-150 Seiten ziehen sich sehr in die Länge, dafür ist der anschließende Teil umso... Lesen Sie weiter...
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