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Der Damenfriede: Roman (Knaur HC)
 
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Der Damenfriede: Roman (Knaur HC) [Gebundene Ausgabe]

Marie Cristen
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Knaur HC (4. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426663082
  • ISBN-13: 978-3426663080
  • Originaltitel: Der Damenfriede
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 270.479 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Marie Cristen
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Paris 1529. Schon zu lange befindet sich Frankreich im Krieg, braucht dringend Frieden, sonst ist es dem Untergang geweiht. So beschließt die Mutter des französischen Königs, unter größter Geheimhaltung mit ihrer Habsburger Erzfeindin zu verhandeln. Die junge Venezianerin Simona Contarini ist auf dem Weg nach Flandern, als sie mehr zufällig in den Umkreis des Pariser Hofes gerät. Sie ahnt nicht, wie sehr ihre Talente den Regierenden zupasskommen – und bald schon beginnt ein bitterer Kampf um ihre Freiheit, ihre tiefsten Überzeugungen und ihre große Liebe …

Über den Autor

Marie Cristen lebt mit ihrer Familie bei München. Nach zwei Romanbiographien über die berühmtesten Kaiserinnen der Habsburger erschien bei Knaur "Turm der Lügen", ein packender Roman um einen authentischen französischen Skandal des Mittelalters. Die großen historischen Flandern-Epen "Beginenfeuer", "Die Stunde des Venezianers" und "Das flandrische Siegel" runden sich mit Marie Cristens neuestem Roman "Der Damenfriede" zu einer opulenten und lehrreichen Saga, die sich vom frühen Mittelalter bis in die Renaissance erstreckt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ricarda Ohligschlaeger "Herzgedanke" TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Paris 1529
Frankreich befindet sich seit Jahren im Krieg und nicht nur das Volk, sondern auch die Mutter des französischen Königs, ist sich einig es muss etwas geschehen. Frieden muss endlich her!
Doch die Herrscher Kaiser Karl V. und König Franz I. von Frankreich wollen partout nicht miteinander verhandeln. Zu groß sind die Zwistigkeiten, die u. a. die Geiselhaft der beiden Söhne des Königs in Madrid beinhalten. Seine Mutter hat König Franz im Austausch der beiden Prinzen freibekommen und Kaiser Karl fordert nun eine Million Goldstücke für deren Freilassung. Da der König aber diese Summe unmöglich aufbringen kann, lässt er seine Untertanen durch Sonderausgaben bluten.
So beschließt die Mutter des französischen Königs, Louise von Savoyen, unter größter Geheimhaltung mit ihrer Habsburger Erzfeindin, Margarethe von Österreich, Tante Karls V., zu verhandeln. Ihre Stärke zu verhandeln ist allerdings nicht bei allen beliebt. Während Franz' Gefangenschaft war sie als Regentin zwar gut angesehen, trotzdem wurden Stimmen laut, dass sie ihre Enkel zu Geiseln gemacht hat.

Die junge Venezianerin Simona Contarini gerät mehr durch Zufall in den Umkreis des Pariser Hofes. Eingeengt in Konventionen und in eine unglückliche Ehe gedrängt ist sie nach der Ermordung ihres zur Gewalt neigenden Ehemanns auf dem Weg nach Flandern, wo sie nun Louise kennenlernt. Zum ersten Mal im Leben fühlt sie sich frei und glücklich. In Fontainebleau trifft sie das erste Mal auf Louise und gewinnt sofort ihr Vertrauen. Sie bezieht sie in ihre Korrespondenz mit Margarete von Österreich mit ein, da diese flämisch schreibt. In ihrer neuen Position agiert Simona fortan nicht nur als Übersetzerin, sondern wird mehr und mehr zur Vertrauten der Herzogin.

Marie Cristen zeichnet in "Der Damenfriede" nicht nur ein anschauliches Bild der Ereignisse rund um den Damenfrieden von Cambrai, sondern vermittelt auch auf ihre Weise ein Stück Geschichte.
Über einen Zeitraum von 4 Jahren spannen sich die Ereignisse in einem flüssigen Schreibstil. So fällt es schwer das Buch aus der Hand zu legen, nicht nur wegen der Kapiteleinteilung, die zusätzlich zum Lesefluss beiträgt.
Der Autorin ist es gelungen historische Persönlichkeiten, wie auch fiktive Personen facettenreich darzustellen. Als Leser ist man hautnah dabei, wenn es sich um politische Verhandlungen oder auch zwischenmenschliche Beziehungen geht.

Besonders beeindruckt hat mich Louise von Savoyen, die mir als starke Persönlichkeit in Erinnerung bleiben wird. Trotz fortschreitender Krankheit hält sie fest an ihren Plänen zum Frieden. Sie ist als Strippenzieherin sehr präsent, wenn es um politische Entscheidungen geht aber auch in Liebesdingen überlässt sie nichts dem Zufall und sorgt so für manche Überraschungen in ihrem Umfeld. Simona lässt sich meiner Meinung nach sehr von der Autorität der Herzogin leiten und während sie anfänglich noch sehr entscheidungsfreudig und spontan handelt, wirkt sie am Ende hin eher besonnen und reifer.
Das spiegelt sich meiner Meinung nach in der Episode mit Bernhard Palissy, dem Glasmaler, wieder. Ohne lange zu überlegen schließt sie sich seinem Wege an und ist dabei für damalige Zeiten mehr als unvorsichtig. In der späteren Handlung möchte sie eigentlich gerne bei ihrem Geliebten sein, doch hält sich zurück, da dieser erst noch einige Vorbereitungen auf seiner Burg treffen möchte. Auch wenn es ihr tief im Inneren weh tut bringt sie die Geduld auf noch länger auf ein Heim zu warten. Diese Wandlung hat Marie Cristen ganz behutsam geschrieben und das machte die Figur der Simona noch glaubwürdiger.

"Der Damenfriede" wird abgerundet durch den Anhang inklusive Stammbaum, der noch einmal die wichtigsten Personen beschreibt und somit noch mehr zum Verständnis beträgt.

Einzig ein Lesebändchen könnte diesen Roman noch wertvoller machen.

Fazit: Eine gelungene Mischung aus politischen Spannungen und Romantik, aber auch ein anschauliches Bild einer der wichtigsten Personen für die Grande Nation.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Anja Thieme (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Der Damenfriede" widmet sich wieder dem Leben einer der starken Frauen aus dem Hause Contarini. Das erste Buch der Reihe war "Beginenfeuer", seitdem durfte der Leser immer wieder Frauen aus dieser Familie begleiten, die in Zeiten politischen Aufruhrs ihr eigenes Glück suchen. Simona fällt etwas aus dieser Reihe heraus, denn als einzige ist sie nicht auf der Suche nach Liebe, sondern sehnt sich vor allem nach Freiheit und dem Recht auf Selbstbestimmung - was aber nicht heißt, dass dieses Buch ohne Liebesgeschichte auskommen muss.

Die Figuren, sowohl die historischen als auch die erdachten, werden gut dargestellt und wirken glaubwürdig. Vor allem für Madame Louise wird Bewunderung geweckt, da sie kompromisslos und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben die Belange ihres Sohnes verteidigen wollte. Dennoch, auch hier wird kritisiert, denn sie war, wie so viele Mütter, anscheinend blind für die Fehler ihres Sohnes. Diese Frauenfigur ist die wohl faszinierendste im Roman, denn sie ist die einzige, die nicht eindeutig sympathisch oder eindeutig unsympathisch ist, sondern sich in einer Grauzone zwischen beidem befindet. Alle anderen sind sehr deutlich angesiedelt, was die Handlung stellenweise vorhersehbar macht.

Die Dialoge wirken diesmal holpriger als normalerweise bei Marie Cristen. Vor allem liegt das daran, dass in den Gesprächen der Figuren teilweise die politischen Geschehnisse von mehreren Jahren zusammen gefasst werden. Wenn man bedenkt, dass hier Dialoge zwischen Personen, die in der gleichen Zeit leben, verfasst wurden, wirkt das umso unnatürlicher. Denn natürlich wüsste eine Person im 16. Jahrhundert, wer wann welchen Krieg begonnen oder beendet hat. Die ganzen Zusammenfassungen sind für den Leser notwendig, um Zeitsprünge oder Zusammenhänge verstehen zu können, sind aber nicht ideal in der Geschichte eingebettet.

Dennoch, "Der Damenfriede" ist ein lohnender historischer Roman, der sich mit einem spannenden Kapitel des Mittelalters befasst und den Bogen der Serie, der sich nun vom frühen Mittelalter bis zum Beginn der Renaissance spannt, würdig weiterführt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein wichtiger Meilenstein für das Königreich Frankreich im 16.Jh. war der Damenfriede von Cambrai. Heute nicht mehr so geläufig, bzw. von den Historikern eher etwas stiefmütterlich behandelt, deshalb umso erfreulicher, dass er als Hintergrund zu diesem Roman diente.
Hauptprotagonistin ist Simona Contarini aus Venedig. Sie eine Urenkelin von Lucas Contarini und seiner Frau Hannah, die am Ende des 3.Bandes von Brügge über London nach Venedig geflohen waren. Simona ist die Jüngste von 3 Töchtern Piero Contarinis, einer der Inhaber des venezianischen Bank- und Handelshaus. Sie zeichnet sich durch einen starken Willen,Intelligenz, Direktheit, und einem unbändigen Freiheitswillen aus. Dieser Freiheitswille ist es, der ihr immer wieder zum Verhängnis wird, aber letztendlich gelingt es ihr auch einen ganz eigenen Weg zu gehen, was im 16.Jh. für eine Frau gar nicht selbstverständlich ist. Nach dem Tod ihres Mannes Zanino Bragadin, eine venizianischen Don Juan, gelingt es ihr ihren Willen durchzusetzen und nicht ein zweites Mal zwangsverheiratet zu werden, sondern mit einem Schiff der Contarinis nach Flandern zu den flandrischen Verwandten zu fahren. Auf der Reise durchs Mittelmeer lief das Schiff mehrere Häfen an um immer wieder Wasser und Nahrung für die Menschen an Bord aufzunehmen. So auch den Hafen von Narbonne. Hier konnte sie den Kapitän überreden sie zu einem Landgang ohne männliche Begleitung sondern nur mit einer Anstandsdame zur Besichtigung der noch nicht fertiggebauten Kathedrale an Land zu lassen. Da sie sich auf dem Schiff länger zu beengt und bevormundet fühlte, hatte sie bereits schon länger darüber nachgedacht bei nächster Gelegenheit das Schiff zu verlassen und ihren Weg auf dem Landweg fortzusetzten. Auf ihrem Spaziergang durch Narbonne lernt sie Bernhard Palissy kennen, einen Glasmaler auf Wanderschaft. Der getrieben von der Vorstellung Tiere so lebensecht wie möglich auf feinster Keramik zu gestalten und auf der Suche nach dem perfekten Lehrmeister für seinen Traum durch Südfrankreich zog. Spontan wollte Simona sich ihm anschließen und schickte ihre Anstandsdame Elisabetta wieder auf das Schiff zurück. Bernhard und Simona gingen zu Fuß weiter, schliefen im Freien oder auch manchmal wenn es regnete im Stall bei den Tieren und gelangten so nach Nimes. Hier fand Bernhard den Lehrmeister, der ihm in seinen Visionen unterstütze . Sie gaben sich als Ehepaar aus und konnten so unbehelligt bei einer Witwe n Zimmer mieten und hatten eine glückliche Zeit. Aber das Haus Contarini war auch nicht untätig und aus Sorge um seine Tochter beauftrage Simonas Vater, Cornelis van Liewe ein Vetter aus der flandrischen Linie, der in Venedig weilte und nach Hause unterwegs war, Simona zu finden und sicher nach Flandern zu geleiten. Cornelis fand Simona dann auch in Nimes. Simona, die inzwischen bemerkte, dass Bernhard, nun da er einen Meister gefunden und wie besessen seiner Idee nach jagte, seine Zeit fast gänzlich in der Werkstatt verbrachte, sie dabei fast völlig vergaß. Folglich hatte sie schon an eine Trennung gedacht und Cornelis kam gerade im rechten Augenblick. So brachen beide nach kurzer Zeit auf und gelangten, auf beschwerlichem Reiseweg, nach Fontainebleau. Hier hielt sich die königliche Entourage auf, ebenso auch die der Mutter König Francois I., Louise von Savoyen. Sie war von Simonas schneller Auffassungsgabe, ihrer direkten Art und Intelligenz überzeugt, so dass sie ihr recht bald anbot sich doch ihrem Hofe anzuschließen und eine Weile bei ihr zu bleiben um eine ihrer ersten Hofdamen zu werden. Was Simona in der Zeit als enge Vertraute der Dame Louise erlebt, was sie bewegt, was sie stolz und glücklich macht und was sie eher abstößt am französischen Hof und ob Simona in Flandern ankommt oder ob sie am Hofe der Mutter des Königs ihre Aufgabe, ihre Bestimmung hat oder findet sie einen Mann den sie lieben und vertrauen kann, lesen sie das Buch.
Dieser 4.Band der Flandern-Saga hat mir besser gefallen als der 3. Doch sind Band 1 und 2 meine Favoriten. Die Verbindung der Historie mit der Geschichte um Simona ist der Autorin nicht flüssig und leicht gelungen. Die Passagen über die historischen Hintergründe waren oft lang und dadurch etwas trocken in der Schilderung. Die Übergänge im Roman hätten m.E. fließender sein können. Als absoluter Rebecca-Gable-Fan bin ich nicht leicht zufrieden zu stelle.
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