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Der Contergan-Fall, eine unvermeidbare Arzneimittelkatastrophe?
 
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Der Contergan-Fall, eine unvermeidbare Arzneimittelkatastrophe? [Sondereinband]

Beate Kirk
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Produktinformation

  • Sondereinband: 299 Seiten
  • Verlag: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3804716814
  • ISBN-13: 978-3804716810
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 799.248 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Beate Kirk
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2000
Heiko Ahlbrecht ist beeindruckt von der Studie, die die medizinische und juristische Geschichte der "Contergan-Katastrophe" nachzeichnet. Die Autorin weise nach, dass die furchtbaren Folgen von Contergan hätten verhindert werden können, wenn das Medikament gründlich genug geprüft worden wäre. Indem sie die weitere Verwendung des Hauptwirkstoffs Thalidomids bis in die Gegenwart verfolge, gelingt ihr der "Brückenschlag" zwischen der Contergangeschichte und den Zwischenfällen bei Arzneimitteln der Gegenwart, lobt der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Der Contergan-Fall gehört zu den bekanntesten und aufgrund der publizierten Bilder von contergangeschädigten Kindern erschütterndsten Arzneimittelzwischenfällen, der insbesondere die Entwicklung der pharmazeutischen Wissenschaft sowie die Arzneimittelgesetzgebung nachhaltig beeinflusste. Im Unterschied zur bereits vorliegenden Literatur zum Contergan (Thalidomid) basiert die vorliegende Arbeit auf bisher noch nicht ausgewertetem Quellenmaterial. Nach Ablauf der gesetzlichen dreißigjährigen Sperrfrist konnten die Prozessakten des Contergan-Prozesses sowie Akten des Bundesministeriums für Gesundheit ausgewertet werden. Einbezogen wurde ferner ein Interview mit dem inzwischen verstorbenen Mediziner Widukind Lenz (1919 - 1995), der als Sachverständiger im Contergan-Prozess auftrat. Die Untersuchung beleuchtet nicht nur den Wissensstand, der zu Beginn der sechziger Jahre auf dem Gebiet der Teratologie herrschte, sondern gibt auch Auskunft, inwiefern die Herstellungsfirma über potentielle Nebenwirkungen ihres als atoxisch beworbenen Schlafmittels Contergan und weiterer Thalidomidpräparate informiert war und warum der Arzneistoff Thalidomid in den USA nicht zugelassen wurde. Zielgruppe: Apotheker - Ärzte - Wissenschafts-, Sozial-, Pharmazie- und Medizinhistoriker - Studenten der Pharmazie und Medizin

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Sondereinband
Bei dem Buch von Beate Kirk handelte es sich um einen eindrucksvollen Beitrag zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Ihr ist es gelungen, medizinische und juristische Hintergründe des Contergan-Skandals zu erklären und den Nachweis zu führen, dass die Folgen von Thalidomid hätten verhindert werden können, wenn das Medikament gründlich überprüft und rechtzeitig vom Markt genommen wäre. Kirk erklärt die Unzulänglichkeit des in den sechziger Jahren vorhandenen Arzneimittelgesetzes in der Bundesrepublik Deutschland.

Das Buch bringt dem Leser objektiv und eindrucksvoll das Ausmaß der Tragödie nahe, die zu verhindern gewesen wäre.

Obwohl dieses Buch eine geringfügig überarbeitete Dissertation der Autorin ist, kann der Leser in die Materie schnell und gut eintauchen und viel über die Ursachen und Versäumnisse lernen, die zu dem Contergan-Skandal geführt haben, der durch die Firma Grünenthal verursacht worden ist. Die Beschreibung und die Erklärung bietet einen Einblick in das, was Unternehmensethik und Verantwortung darstellen sollte, von der Firma Grünenthal bestenfalls aber nur sehr unzulänglich und mehr als suboptimal angenommen wird.

Der Inhalt des Buches ist auch dadurch besonders gekennzeichnet, weil zum ersten Mal Dokumente mit ausgewertet wurden, die zu einem früheren Zeitpunkt nicht zur Verfügung standen. Beate Kirk hat mit ihrem Buch einen entscheidenden Beitrag zur Klärung der Geschichte der Pharmaindustrie beigetragen. Es ist ein sehr sachliches, aber auch ein schockierendes Werk, das zur Klärung und zu den Versäumnissen der Vergangenheit der Politik und Pharmaindustrie viel beiträgt. Es ist ein Buch aus dem man viel lernen kann und sollte. Das alleine macht es empfehlenswert.
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