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Der Consul
 
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Der Consul [Gebundene Ausgabe]

Christian von Ditfurth
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kommissar Stefan Soetting kennt den Toten, der da fürchterlich zugerichtet auf dem Hotelbett liegt. Wir schreiben die Nacht vom 08. zum 09. November 1932. Zwei Tage zuvor hatte die NSDAP bei den Reichstagswahlen eine Niederlage erlitten. Das Gesicht des Mannes auf dem Bett ist fast bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert, der Schnauzbart blutverklebt. Noch ahnt Soetting nicht, dass er gerade Zeuge einer historischen Wendemarke geworden ist. Der Name des Mannes, der -- erschlagen ausgerechnet mit einer Goethe-Statuette -- im Weimarer Hotel Elephant vor ihm liegt, lautet Adolf Hitler! Erneut hat Christian von Ditfurth am Rad der Geschichte gedreht.

Nach seinem NS-Thriller Der 21. Juli hat es Christian von Ditfurth wohl keine Ruhe gelassen, das Thema erneut zu variieren. Wurde im ersten Falle Hitler Opfer des (diesmal) geglückten Attentats der Verschwörer vom 20. Juli, so scheinen die Täter diesmal aus Kommunistenkreisen zu kommen. Die Ereignisse überschlagen sich, als man kurze Zeit später den Stabschef der SA, Röhm, in der Spree treibend findet, den Penis abgeschnitten und in seinen Mund gestopft. Weitere NS-Größen sollten folgen. Deutschland befindet sich am Rande eines Bürgerkriegs.

Der ewig kränkelnde, völlig apolitische Kripokommissar Soetting ("was interessiert mich dieser selbsternannte Erlöser aus Österreich"), geht unter buchstäblich heillosen Zuständen auf Tätersuche. Die NSDAP droht zu zersplittern, SA-Leute marodieren durch die Straßen auf der Jagd nach KPD-Mitgliedern, einem wirtschaftlich völlig ausgebluteten, vor dem Kollaps stehenden Deutschland, muss endlich ein Schuldiger präsentiert werden. Schließlich wird der stoische Kripomann fündig, allerdings ganz woanders, als man dies in höchsten politischen Kreisen erwartet hatte.

Was von Ditfurths Roman so reizvoll macht, birgt auch einige Brisanz. Die Geschichte des Nationalsozialismus spielhaft zu verbiegen ist verlockend und prekär zugleich angesichts der historischen Fakten, deren Verlauf zu fürchterlich, zu genau ausgeleuchtet und vor allem noch viel zu nahe ist, um romanhafte Spekulationen damit zu treiben. Keine Frage, der Consul macht gierig gespannt, die Fakten sind wasserdicht. Historisch verantwortlichere Gemüter jedoch, die noch eine Anwehung vergangener Schuld auf sich spüren, werden sich fragen, ob der Nazi-Terror, der ein Auschwitz hervorbrachte, inzwischen belletristisch salonfähig geworden ist. Zeit zum Diskutieren! --Ravi Unger

Österreichischer Rundfunk, 13. September 2003

Ein Meisterwerk.

Die Welt, 27. Dezember 2003

Ditfurth zeigt den grässlichen Fatalismus der Geschichte.

Brigitte, Nr. 21/2003

Ein extrem spannender, toll erzählter historischer Politkrimi aus einer Zeit, die es so nie gab. Faszinierend.

Märkische Allgemeine, 27. November 2003

Eine Originalität, die in Bann schlägt.

Sächsische Zeitung, 4. Oktober 2003

Historisch plausibel und literarisch gekonnt.

Kurzbeschreibung

Am Morgen des 8. November 1932 findet ein Zimmermädchen Hitler erschlagen in der Suite des Weimarer Hotels Elephant. Es sind erst zwei Tage vergangen seit der Niederlage der NSDAP bei den Reichtagswahlen. Die Partei ist pleite und nun auch führerlos. Und dann werden noch Goebbels, Röhm und Gregor Strasser ermordet.

Ausgerechnet der Berliner Kriminalkommissar Soetting, der sich nie um Politik geschert hat, soll die Mordserie aufklären. Rasch finden sich Indizien gegen den Terrorapparat der KPD. Soetting gerät in ein Spiel, dessen Regeln er nicht kennt. Während er ermittelt, zerstören Deutschnationale im Bündnis mit der Reichswehr Demokratie und Recht. Doch Soetting lässt nicht locker. Nach und nach deckt er ein groß angelegtes Komplott auf ...

Über den Autor

Christian von Ditfurth, geboren 1953, lebt als freier Autor in der Nähe von Lübeck. Der Historiker hat sich in zahlreichen Publikationen mit der deutschen Zeitgeschichte befasst. Auch in seinen Krimis spielt Geschichte eine tragende Rolle.
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