Wie von Zauberhand schildert die Autorin kleine Situationen eines Alltags, der schon lange nicht mehr der unsere ist. So eindringlich, so voller Emotionen, und doch gleichzeitig so unaufdringlich.
Als wäre man selbst stiller Beobachter dieses kleinen amerikanischen Dorfes mit seinen mal mehr mal weniger liebenswerten Einwohnern, ob sie aus Deutschland oder Polen oder sonstwo eingewandert sind. Da werden Herzen und Gefühle mal schnell im Handumdrehen nach außen gekehrt. Aber irgendwie so, dass man es kaum mitkriegt. Ganz subtil, ganz vorsichtig. Denn über Gefühle darf man zu der Zeit eigentlich nicht sprechen. Und als ehemaliger Soldat sowieso nicht. Aber sie tun es doch alle. Irgendwie.
Ein unglaublich leises Buch. Nichts für diejenigen übrigens, die eine spannende Handlung brauchen. Denn die Handlung ist ein zwei, drei wenigen Sätzen erzählt und tut vergleichsweise wenig zur Sache. Es sind die Zwischentöne, die leisen, dieses Buches, die es, wenn man sich drauf einläßt, ausmachen.
Tut man das, so wartet es am Ende dann auch noch mit einer Überraschung auf.
Eines der Bücher, das entdeckt werden will.
Und mit Sicherheit noch etliche Male verschenkt!