Als erstes fiel mir bei diesem Buch das schlichte, aber aussagekräftige Cover auf, und nach der Lektüre des Klappentextes war klar, das muss ich haben. Die Idee, dass jemand durch Zufall Mitglied in einem Club von Serienmördern wird versprach eine Geschichte, die besonders ist und genauso war es dann auch...
Die Mitglieder dieses Clubs sind allesamt verkorkste und skurrile Charaktere (grundsätzlich war daran Mutter schuld...), die sich als Decknamen die Namen von Schauspielern gegeben haben. Der namenslose Neuling, der hier seine Geschichte erzählt, nennt sich fortan Douglas Fairbanks jr. und wird bald ein wertvolles Mitglied des Vereins. Den anderen macht er vor, unter einer Blockade zu leiden, um zu erklären, weshalb er nicht mordet.
Ihre Unterhaltungen sind absolut kurzweilig, mal brüllend komisch, mal einfach nur zum Schmunzeln, aber immer voll schwarzem Humor. Klar wird schnell: auch Serienkiller brauchen jemanden, der sie lieb hat.
Jahrelang führt Douglas nun ein wunderbares Leben, fühlt sich unter den Mördern akzeptiert und gut aufgehoben, doch kompliziert wird es, als der FBI-Agent Wade auftaucht. Der möchte nämlich, dass Douglas alle Mitglieder des Clubs um die Ecke bringt. Jetzt hat er wirklich ein Problem und muss endlich das sein, was er vorgibt zu sein...
Von nun an wird fröhlich vor sich hingemordet, als Leser ist man aber eher angetan als schockiert. Man muss durchaus ein wenig abgehärtet sein, aber sämtliche Morde sind perfekt auf die Opfer zugeschnitten und passen einfach in die Story. Hier und da blitzt Humor à la Quentin Tarantino auf, der dieses Buch sicher großartig verfilmen könnte.
Eine schräge Story, zwar nicht durchgehend spannend, aber flüssig zu lesen und insgesamt und auf spezielle Art einfach sehr unterhaltsam.