| ||||||||||||
Produktinformation
|
in new york existiert eine gruppe von "gerechten".. der "manhatten haunt club".. sie sorgen dafür, dass verbrecher aus dem gefängnis entkommen und schicken sie in die katakomben von new york..
im unterirdischen wirrwarr von u-bahn- und anderen gängen/schächten wird jagd auf die "verbrecher" gemacht..
es ist ganz einfach: wenn die gejagten es schaffen, an die oberfläche zu kommen, sind sie frei..
jetzt hat es jeff converse "erwischt".. und wieder einmal sieht es nach einer einfachen jagd aus..
aber jeff will überleben.. wehrt sich..
und er hat unterstützung..
(endlich) einmal wieder ein spannender roman von john saul.. weit ab vom üblichen pseudogrusel, den er uns sonst präsentiert..
Es ist eine abweisende, düstere Welt, in die der Leser hier wortwörtlich entführt wird.
Die Story in groben Zügen:
Der "Manhattan Hunt Club" (so der Originaltitel des Buches), bestehend aus einigen mit der Justiz unzufriedenen und selbstgerechten New Yorker High-Society-Angehörigen, die das Recht lieber in die eigene Hand nehmen, bläst wieder einmal zur Jagd.
Die Beute ist ein wegen versuchter Vergewaltigung und versuchten Mordes schuldig gesprochener Student, der nach ihrer Meinung zu milde abgeurteilt wurde. Gemeinsam mit einem psychopathischen Mörder wird er aus einem Gefangenentransport entführt und in den Manhattaner Untergrund verschleppt, wo die beiden schnell die Jagdregeln erfahren: Entweder sie kommen ans Tageslicht und sind frei - oder sie schaffen es nicht nach oben und sind tot.
Kaum Licht, kaum Essen, keine Waffen, keine Pläne.
Die Gegner: Ein Heer gekaufter Obdachloser, Killer mit Hi-Tech-Ausstattung, Ratten, Hunger, Dunkelheit.
Ohne Hilfe keine Chance. Und das gemeinste daran: Der junge Mann ist unschuldig...
Auch wenn man sich häufig an Werke wie "Running Man" von Richard Bachman/Stephen King oder an "Attic" von Douglas Preston & Lincoln Child, vielleicht auch Neil Gaimans "Niemalsland" erinnert fühlt, Saul weiß, wie man einen ganz persönlichen Alptraum heraufbeschwört. Mit sicherer Hand hat er aus einem mittlerweile unoriginellen Stoff ein fesselndes Buch geschaffen, von dem man sich am Ende wünscht, das nach den vierhundert Seiten weitere vierhundert folgen...
Die Charaktere geben durchaus noch mehr her, und das sozialkritische Thema "New Yorker Untergrund" ist auch etwas stiefmütterlich behandelt, dennoch ein gelungenes Buch und nicht nur ein probates Mittel zur Gänsehauterzeugung und Unterhaltung. Vielleicht - hoffentlich - nimmt man den "Penner" in der U-Bahn bei der nächsten Begegnung mit anderen Augen wahr, als Mensch, der vielleicht nicht mehr an das selbe glaubt wie man selbst, aber immerhin, als Mensch.
|
|