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Der Chronist der Winde: Roman
 
 
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Der Chronist der Winde: Roman [Gebundene Ausgabe]

Henning Mankell , Verena Reichel
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag Ges. m.b.H.; Auflage: 9 (10. Juli 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552049819
  • ISBN-13: 978-3552049819
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (65 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 297.157 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Henning Mankell
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eine magische Aura umweht den afrikanischen Straßenjungen Nelio: Noch nie hat jemand gewagt, ihn zu verprügeln. Vielleicht weil aus dem 10-Jährigen, dem sich die irdischen Abgründe viel zu früh erschlossen haben, eine greise Weisheit spricht. Jetzt aber liegt Nelio mit schweren Schusswunden auf dem Dach eines ärmlichen Theaters. Dort erzählt er -- zwischen kräftezehrenden Fieberschüben -- dem Bäckerjungen José Antonio Maria Vaz sein Leben. Das beginnt mit der Erinnerung an die Banditen, die sein Dorf niederbrannten, seine Schwester töteten und vor denen er geflüchtet ist, als sie ihn zwingen wollten, einen Verwandten zu erschießen. Und es endet bei den Straßenkindern in der Stadt, denen Nelio zu einem an Fairness und Reife geradezu übermenschlichen Anführer wurde: Gestohlen jedenfalls wird nicht unter seinem Regime; bestenfalls -- in der Villa eines verreisten Entwicklungshelfers -- der Kühlschrank leer gegessen.

Henning Mankell -- mit seinen Stories um den Kult-Kommissar Kurt Wallander dauerhaft auf den einschlägigen Bestseller-Listen vertreten -- präsentiert sich also seinen Fans hier nicht als Krimi-Autor, sondern als poetischer Anwalt der Chancenlosen: Derer, die gezwungen sind, "das Leben roh zu essen". Trotz aller Tragik des Sujets gleitet der Romancier, der dem heimischen Schweden zeitweise den Rücken kehrt, um in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo Theaterstücke zu inszenieren, aber nicht in schwermütige Betroffenheitsprosa ab. Es darf -- mit anderen Worten -- auch gelacht werden: Über die Tomaten- und Zwiebelkulturen beispielsweise, die in Mandiocas Hosentaschen hervorragend gedeihen. Oder über den schwerfälligen Tristeza, der eine Bank gründen will und dem Nelio für den Fall, dass er seine Denkgeschwindigkeit steigert, erst einmal ein Paar Turnschuhe verspricht.

Vor allem aber bekennt sich Der Chronist der Winde -- in Schweden mit dem Sveriges-Radio-Romanpreis 1996 ausgezeichnet -- bedingungslos zur Kraft der Träume: "Man kann fliegen, ohne sichtbare Flügel zu haben, dachte Nelio. Die Flügel sind in uns, wenn uns vergönnt ist, sie zu sehen." --Christine Wahl

Pressestimmen

"Einfühlsam, in kraftvoll-poetischen Bildern schildert der schwedische Meistererzähler den oft grausamen (Überlebens-)Alltag der Straßenkinder seiner Wahlheimat. ... Ein Buch, das Grenzen sprengt, Raum für Hoffnung lässt und uns still werden." News, 23/00 "Mit 'Der Chronist der Winde' stellt sich Mankell als sensibler Kenner afrikanischer Vergangenheit und Gegenwart dar. (...) Nirgends findet sich peinigende Afrika-Folklore oder Sozialkitsch. Nicht wenig für ein Buch, das uns lehrt, man könne auch ohne sichtbare Flügel fliegen." Frank Dietschreit, Mannheimer Morgen, 05.10.00 "Ein Roman, der nachdenklich macht, der nachhallt im Herzen, auch wenn man das Buch längst aus der Hand gelegt hat." Petra Pluwatsch, Kölner Stadtanzeiger, 04.08.00 "Und da ist er wieder, der Mankell- Effekt: Dreihundert Seiten und wenige Lesestunden später legt man den Roman beiseite und wacht auf. Aus einem dieser Literarischen Träume, die kaum jemand so gut heraufbeschwören kann wie Mankell." Jörg- Christian Schillmöller, Osnabrücker Zeitung, 17.2.01 Auf diese Weise wird "Der Chronist der Winde" nicht nur zu einem sehr lesenswerten, sehr traurigem Buch, sondern auch zu einer in höchstem Maße geglückten Mischung aus belegbaren Fakten und Märchenhaften. Duglore Pizzini, Die Presse, 23.9.00 Dieses schrecklich schöne Buch entfaltet einen einzigartigen Charme und liest sich genauso fesselnd wie seine Krimis. Wie er auf Afrika-Romantik verzichtet, meidet Mankell auch Idyllisierung von Armut, Entbehrung, Elend, und Einsamkeit dieser Kinder, deren Leben er dennoch nicht nur in düsteren Farben malt. Inge Zenker- Baltes, Der Tagesspiegel, 27.8.00

"Natürlich stehe ich zu allen meinen Büchern, aber dieser Roman hat einen besonderen Platz in meinem Herzen." Henning Mankell "Ich wünsche diesem Roman besonders viele Leser." Michael Schmid-Ospach, Kulturweltspiegel "Mankell hält sich bemerkenswert fern von aller Leitartikelei, fern auch von übertrieben drastischer Elendsbeschreibung. Mankell betreibt poetischen Realismus. Und gerade damit übermittelt er mehr vom wahren Kern Afrikas als mehrere Wochen Tageszeitungsberichterstattung. ... Ohne Pathos, ohne Kitsch hat Henning Mankell den Straßenkindern Afrikas Stimmen, hat ihnen Gesichter, Würde gegeben, sie aus der Anonymität geholt und zu Menschen gemacht. Wer immer dem Chronist der Winde zugehört hat, wird Afrika anders sehen." Elmar Krekeler, Die Welt, 29.07.00 "Henning Mankells neuer Roman 'Der Chronist der Winde' ist eine Liebeserklärung an die kleinen Erwachsenen der Straße." Kathrin Pitterling, Kulturweltspiegel "Mankell, der Spezialist für Serienmorde, hat noch eine andere Seite. Sein neues Buch ist kein Krimi. Aber keine Angst, Mankell-Fans: Wo Mankell draufsteht, ist auch ein Mankell drin." Luzia Braun, aspekte "Mankell erzählt in seinem neuen, spannend poetischen Roman die erschütternde Geschichte afrikanischer Straßenkinder, deren kurze Lebensläufe gekennzeichnet sind von der Bestialität Erwachsener, von Heimatlosigkeit, Hunger, Diebstahl, Bettelei - und, weil der Autor Mankell heißt, letztendlich von Hoffnung." Die Woche, 11.08.00 "Henning Mankell hat einen sehr poetischen Roman verfasst." Facts, 28/00 "Mankells Sprache ist so poetisch wie der Titel ... Ein trauriges Buch, ein bewegendes Buch." Ekkehart Rudolph, Stuttgarter Zeitung, 20.11.00

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lana
Format:Taschenbuch
Der Chronist der Winde wurde mir von meinem Physiklehrer ans Herz gelegt und schien damit schon jede Möglichkeit verloren zu haben, wirklich gut zu sein.

Doch das war ein vorschneller Trugschluss, wie mir bald nach Beginn der Lektüre klar werden sollte, denn was der Autor dem Leser eröffnet, ist unglaublich.

Der kleine Straßenjunge Nelio liegt auf dem Dach eines Hauses, Nacht für Nacht, und starrt in den Himmel. Ihm bleiben nur noch zehn Tage, denn die Schusswunde, die langsam aber sicher zu faulen beginnt, frisst schleichend das Leben aus dem mageren Körper. Nelio aber will nicht in das Krankenhaus gebracht und behandelt werden - stattdessen erzählt er dem Bäckergesellen, der ihn findet, seine Geschichte, die stellvertretend für die aller Straßenkinder Afrikas steht, eine Geschichte, die trotz ihrer Einfachheit fesselt und einmal ein ganz anderes Bild des armen Landes zeigt. Das Bild aus den Augen der Ärmsten...

Henning Mankell weiß, was er schreibt, er lebt selber ja auch in Afrika und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen darüber aufzuklären, wie es dort ist. Zumindest in diesem Buch, und das gelingt ihm hervorragend. Auch für die, die seine Kriminalromane nicht mögen, ist "Der Chronist der Winde" geeignet.

Das einzige Manko ist, wie eigentlich immer bei Mankell, die Kennzeichnung der wörtlichen Rede, die mich persönlich sehr irritiert, doch der Inhalt des Romans wiegt das alles hundertmal auf.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unbedingt lesen ! 21. November 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Henning Mankell ist ja eher für seine, in der Tat lesenswerten, Wallander-Romane bekannt. Diese sind weniger wegen ihrer literarischen Qualität ein Genuss, sondern halten den Leser durch geschickt konstruierte Handlungsabläufe und der überzeugend dargestellten Figur des Protagonisten in ihrem Bann.
Ganz anders "DER CHRONIST DER WINDE". Hier entpuppt sich sich Mankell als großer Erzähler einer
beeindruckenden, auch bedrückenden, Geschichte. Das kurze Leben des afrikanischen Strassenjungen
Nelio wird mit einer solchen Kraft erzählt - machmal erinnerte mich die Sprache an Gabriel Garcia Marquez -,
dass das schiere Grauen, die Trauer, der Lebensmut und die Lebensfreude, Hass und Liebe für den Leser
fass- und fühlbar werden. Mankells Meisterwerk !
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Den Toleranzpreis, den Mankell jetzt erhalten hat, den hätte er schon allein für dieses Buch verdient. Ein Buch, in dem zwar Grausamkeiten auf so brutale und grausame Art geschildert werden, dass man das Buch manchmal weglegen muss, das aber auf der anderen Seite von einer solchen Poetik erfüllt ist, muss man einfachen lesen. Mankell gelingt es eine sehr traurige und auch grausame Geschichte sehr liebevoll zu verpacken. Er gibt den Straßenkindern Afrikas eine große Würde, in dem er ihrer Geschichten aufzeigt, ohne mit dem Finger auf die afrikanische Gesellschaft zu zeigen. Er versteht es, jedem einzelnen Charakter seine Einzigartigkeit zu erhalten. Er schildert nicht nur die Hauptpersonen mit einer großen Liebe zum Detail, sondern erzählt auch von jeder anderen Person, die in diesem Roman eine Rolle (wenn auch nur eine kleine) spielt, eine Geschichte, die zu Afrika gehört. Ich konnte seine Liebe zu Afrika spüren.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Oberflächliche Zeitverschwendung
Ich musste dieses Buch leider lesen (Schule), die Zeit wird mir leider nicht ersetzt, das Geld auch nicht :(

Aber zum Inhalt:

Ein ach so besonderer... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von Kalamium. veröffentlicht
ein absolutes "Lebensbuch"
Henning Mankell schreibt sehr eindringlich über die Situation von Nelio, einem Straßenkind in Mozambique. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Lady Madonna veröffentlicht
Tief bedrückt...
...hat mich dieses kurze, allerdings sehr fesselnde Buch. Erst wollte ich schon nach den ersten Seiten aufhören. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von P. Nestler veröffentlicht
Der Chronist der Lüftchen
Ein im sterben liegender Junge in Afrika erzählt sein Leben. Keine schlechte Sache. Man erwartet tragische und verstörende Momente im Leben eines Straßenkindes. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Mai 2010 von MiHe1984
Genau das richtige für jemanden, der das "Besondere" sucht!
Der berühmte Kriminalromanautor Henning Mankell veröffentlichte 1995 einen seiner wenigen Romane, die er bis heute schrieb. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2010 von S. Kranz
Der Chronist der Winde
tiefgreifende Erzählung, dieses Buch legt man erst wieder aus der Hand, wenn man es fertig gelesen hat.
Veröffentlicht am 11. Dezember 2009 von Thomas Müller
Zutiefst bewegendes Schicksal
Eines Tages findet der Bäcker José Antonio Maria Vaz Nelio, ein afrikanisches Straßenkind, angeschossen auf der Bühne des Theaters an welches die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2009 von Heinz Ketchup
gutes buch, aber
gutes buch, aber letztendlich nicht so mitreißend oder nachhaltig wie ich es erwartet hatte. die geschichte ist séhr interessant und gut aufgebaut und spannt einen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2009 von esc
Ein Auf und Ab!
Der Roman der Chronist der Winde wurde 2002 veröffentlich. Er handelt von dem Leben der Straßenkinder in Afrika. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Dezember 2008 von Sonja Zimmermann
Nelios Lehr- und Wanderjahre
Die - man muss schon sagen - geniale Leistung Mankells ist nicht so sehr, die spannende und tragische Lebensgeschichte eines Kindes in Schwarzafrika ersonnen zu haben, die leider... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2008 von Dr. M.
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