Leider, leider wurde diese Fortsetzung des "Wanderchirurgen" geschrieben... Der Vorgänger dieses Buches war ein spannend aufgezogener, flüssig lesbarer und interessant geschriebener Text mit einem schönen Ende, kurzum: Alles, was dieses Buch nicht zu bieten hat! Die Story beginnt da, wo die alte aufgehört hat, doch verläuft sie in einer derart wirren, unrealistischen Art, daß man das Buch am liebsten zwanzigmal zerreißen möchte, bis man zum Ende gelangt ist!
Abgesehen vom hanebüchenen Aufbau des Buches ist die selbstgefällige Art, der allzu pseudowissenschaftliche Ton und der ständige Gebrauch von seltsamsten Dialekten, natürlich alles begründet auf die angebliche Zeitrecherche, nicht länger als 50 Seiten zu ertragen. Die Figuren, die im Vorgänger noch einen so charmanten, feingezeichneten Charakter aufwiesen, haben ihn in diesem Band gegen ein verzerrtes, teilweise völlig unpassend grobschlächtiges Bild eingetauscht.
Der Autor ist anscheinend derselbe geblieben, seine Charaktere nicht! Das Ausmaß der Verstümmelung einer schönen Story kennt man sonst vielleicht aus manchen Filmen, von Büchern ist man es nicht gewohnt. Dennoch rate ich jedem, der den "Wanderchirurgen" gut fand, dringend von dieser Fortsetzung ab!