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Der Chinese: Roman [Gebundene Ausgabe]

Henning Mankell , Wolfgang Butt
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (153 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

19. Mai 2008
An einem frostigen Januartag 2006 macht die Polizei von Hudiksvall eine grausige Entdeckung. In einem kleinen Dorf ist ein Massaker begangen worden, achtzehn Menschen wurden auf bestialische Weise getötet. Die Polizei vermutet die Tat eines Wahnsinnigen. Als Richterin Birgitta Roslin von der Tat liest, wird ihr sofort klar, dass die Pflegeeltern ihrer Mutter, August und Britta Andrén, unter den Mordopfern sind. Und mehr noch: So gut wie alle Ermordeten haben etwas mit ihr zu tun. Sie erkennt, dass die Polizei eine falsche Spur verfolgt, und beginnt zu recherchieren. Ihre Suche führt sie nach China, wo sie auf die grausamen Machenschaften der politischen Führungselite stößt. "Der Chinese" ist ein Thriller auf höchstem Niveau. Er hat nicht nur eine atemberaubende Handlung, sondern erzählt auch davon, was passiert, wenn ein Land zur wirtschaftlichen Supermacht wird, während im Inneren ein System politischer Unterdrückung herrscht.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 603 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag; Auflage: 13 (19. Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552054367
  • ISBN-13: 978-3552054363
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (153 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 193.333 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Erik Huddén und Vivi Sundberg sind noch arg geschockt, als sie im Januar 2006 nach einer Besichtigung des Tatorts an die Haustür von Tom Hansson klopfen. Der halbnackte Mann, der in den Pistolenlauf der Polizistin schaut, weiß noch gar nicht, dass er und seine Frau die einzigen Überlebenden eines bestialischen Massakers sind, dem die restlichen achtzehn Bewohner seines schwedischen Dorfes zum Opfer fielen. Sie alle waren untereinander verwandt, zwei sind die Adoptiveltern der Richterin Birgitta Roslin. Diese ermittelt auf eigene Faust -- und argwöhnisch von Vivi Sundberg beäugt. Durch Zufall führt sie ein rotes Band zur Spur eines mysteriösen Chinesen: eine Spur, die die Richterin bis hin nach China verfolgt. In der bedrückenden und bedrohlichen Atmosphäre von Peking im Vorfeld der Olympischen Spiele wird sie fündig -- und stößt auf eine schier unglaubliche Geschichte rund um kommunistischen Machtwahn und kapitalistische Korruption, die tief zurückführt in die chinesische Vergangenheit...

Der Zufall spielt eine große Rolle im Roman Der Chinese von Henning Mankell, ein etwas zu große Rolle vielleicht. Auf der anderen Seite ist allzu viel konstruiert in dem Buch, das man trotz der Beteuerungen des Verlags kaum einen Kriminalroman oder gar, wie im Klappentext, einen „atemberaubenden Thriller“ nennen kann. Denn nach dem fulminanten Beginn, der immerhin über einhundert Seiten wirkt, verliert sich Mankell in der Herleitung des Mordmotivs, das im großen, auf dem Rücken der Chinesen ausgetragenen Eisenbau Mitte des 19. Jahrhunderts seinen Ursprung hat, mit dem „die Weißen“ die Indianergebiete im Norden Amerikas zu erschließen suchten. Das wirkt für einen Kriminalroman, der zudem Köder auslegt, an die in der Folge nichts und niemand mehr anbeißt, alles etwas weit hergeholt -- und lässt die Fans von Kommissar Kurt Wallander ratlos zurück.

Wer sich aber unbefangen auf den Chinesen einlässt, wird trotzdem auf seine Kosten kommen. Denn Mankell kann (immer noch) brillant schreiben und erzählen. Und das macht seinen Roman jenseits aller Schwächen lesenswert.-- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

Pressestimmen

"Ein Buch, das aktueller nicht sein könnte ... sehr spannend erzählt und geradezu genial zu einer grandiosen Geschichte von Zorn und Rache, aber auch Familie und Heimat verwoben." Kerstin Strecker, Die Welt, 31.05.08

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Zweifellos hat das Buch seine interessanten Stellen. Es fängt erstmal sehr spannend und mysteriös an mit einem Massenmord in einem kleinen Dorf fernab der Zivilisation, was neugierig macht. Die Richterin, die eine Art Heldin des Buches ist, hat dort entfernte Verwandtschaft und steigt deshalb in die Geschichte ein, entdeckt Dinge, die die Polizei nicht sehen will. Ein bekanntes Schema, das jedoch plötzlich ganz in den Hintergrund tritt. Plötzlich kommt ein langer Teil, der sich mit Kolonialgeschichte auseinandersetzt, speziell mit der Rolle, die geknechtete Chinesen beim Eisenbahnbau in den USA des 19. Jahrhunderts spielten. Hier liegt die Wurzel des Verbrechens, denn einer der dort sklavisch geschundenen Männer wurde immer wieder von einem sadistischen Vorarbeiter aus besagtem Dorf gequält. Eigentlich finde ich diesen Teil, der von anderen Rezensenten hier als zu ausufernd gesehen wird, am dichtesten. Da hat es mich wirklich gegruselt und gepackt. Es wäre ein gutes Buch geworden, wenn dieser Mann nun wirklich seine Rache an dem Schweden genommen hätte. Dass er statt dessen ein Tagebuch schrieb, das einer seiner Nachfahren fand, um 150 Jahre später dann alle Nachfahren des Menschenschinders auszurotten, ist schon ein wenig glaubhafter Handlungsstrang. Dass dieser nun ausgerechnet auch noch ein Profiteur des ausufernden Neokapitalismus in China ist, der seinerseits seine Landsleute in Massen nach Afrika in eine neue Art von Versklavung schicken will, macht diese verspätete Rache noch unglaubwürdiger. Und dass sich "der Chinese", der so durch und durch böse ist, dass er sogar seine eigene Schwester tötet, wie schon sein Auftragskiller vor ihm sich im fernen Ausland scheinbar mühelos zurechtfindet, um konspirativ seine Untaten zu begehen, ist noch unglaubwürdiger. Auch die Richterin, die dann irgendwann wieder auftaucht, verhält sich höchst seltsam: Sie ermittelt im fernen Peking ohne Kenntnisse der Sprache und des Landes munter drauflos und erzählt einer Frau, der sie eigentlich misstraut, alle Details des Falles. Der Showdown am Schluss ist dann schnell abgehandelt und wirkt wie eine Pflichtübung, ähnlich wie manche geschichtlichen Exkurse, die lindenstraßenmäßig die Entwicklung Chinas im 20. Jahrhundert erklären sollen. Zwischendurch möchte man das Buch deshalb immer mal wieder weglegen, aber man will dann ja doch wissen, wie's ausgeht. Alles in allem eines seiner schwächeren Werke!
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115 von 140 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die "Mankellsche Verführung" 29. Mai 2008
Von Helmut Cremers VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die "Mankellsche Verführung" beginnt mit der ersten Zeile und hält 140 Seiten an. Das liest sich so:"...Frrüh am Morgen des 13.Januar erreicht der Wolf ein kleines Dorf. Er bleibt stehen und nimmt Witterung auf. Irgendwoher kommt Blutgeruch...Am Waldrand beginnt der Wolf zu fressen. Es geht leicht, weil das Fleisch noch nicht gefroren ist. Er ist jetzt sehr hungrig. Nachdem er einen Lederschuh von einem Fuß gezerrt hat, beginnt er, das Bein von unten her anzunagen..."

Was ist furchtbares geschehen?

In Hesjövallen, einem kleinen Dorf, wurden achtzehn meist alte Menschen auf bestialische Weise niedergemetzelt. Die Polizei glaubt an die Tat eines Wahnsinnigen. Brigitta Roslin, eine Richterin, ist anderer Meinung. Sie ist sogar der Überzeugung, dass die Tat minutiös geplant worden ist und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Und tatsächlich: Ein rotes Seidenband, das die Polizei am Tatort gefunden hat, bringt die Richterin auf die Spur eines geheimnisvollen Chinesen...

Krimi-Spannung in Wallander-Qualität. Ich war gefesselt. Allerdings lässt mich Mankell in diesem Zustand ziemlich verwirrt zurück, denn er hat andere Zwecke im Auge. Er will mich auf etwas aufmerksam machen, etwas, was ihm besonders am Herzen liegt: auf den schwarzen Kontinent, auf Afrika. Ab Seite 141 führt Mankell bedächtig - aber sehr anschaulich - an die Thematik heran.

Er greift die Armut der chinesischen Bauern in der Mitte des 19.Jahrhunderts auf und zieht damit eine Parallele zur Geschichte des afrikanischen Kontinents: die Verelendung der Landbevölkerung, deren Flucht in die Städte, ihre Verschleppung und Versklavung.

Dann kommt Mankell zu seiner fiktiven Geschichte und zu seinen damit verbundenen Befürchtungen.

An einem Wintertag des Jahres 2006 versammeln sich im Sitzungssaal des Gebäudes "Der gelbe Kaiser", fünfzig Kilometer westlich von Peking, die mächtigsten Frauen und Männer Chinas. Yan Ba hält im Auftrag des Präsidenten eine fünfstündige Rede. Er trägt vor, dass China vor einer großen Bedrohung stehe, der nur mit kühnen Maßnahmen begegnet werden könne. Man befürchtet Chaos in verschiedenen Teilen des Landes, wenn hundert Millionen Bauern sich wütend erheben. Denn trotz steigenden Wohlstandes befindet sich die Landbevölkerung am Rande des Existenzminimums.

Die Lösung des Problems, so der Redner weiter, liege in der Übersiedlung Millionen chinesischer Bauern auf den afrikanischen Kontinent, die dort brachliegendes Land bearbeiten könnten. China würde nicht als Eroberer kommen, sondern als Freund.

Mankells Ängste vor dem großen Engagement Chinas in Afrika sind nicht unbegründet.

Chinas enormes Wirtschaftswachstum fordert Rohstoffe: Kupfer aus Sambia, Mangan aus Gabun, Holz aus dem Kongo und von überallher Erdöl. Ein Ministerialbeamter aus Peking beschreibt die Haltung Chinas so:"Jede Beziehung zwischen uns und einem afrikanischen Staat ist eine Freundschaft zwischen Partnern auf gleicher Augenhöhe."

Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki findet allerdings zum Thema: "China, Afrikas neuer Freund" ungewöhnlich harte Worte: Angesichts von Chinas übermächtiger Wirtschaftskraft sei die Gefahr groß, dass Afrika quasi zu dessen Kolonie werde. Bisher diene man dem Partner vor allem als eins: als Lieferant für Ressourcen. Afrika, das Rohstofflager der Volksrepublik. Mbeki:"Dadurch ist Afrika zur Unterentwicklung verdammt. Es besteht die Gefahr, dass zu China eine Beziehung aufgebaut wird, die koloniale Abhängigkeiten wiederholt."

Mankell will wohl mit diesem Buch seiner Fan-Gemeinde einen Denkanstoß zu "seinem" Thema geben. Wer sich darauf einlassen will, der kann das getrost tun, denn er schreibt über 200 Seiten politisch fundiert und engagiert. Vor allem aber schreibt Mankell in seiner gewohnt brillanten Art. Der Krimi jedoch bleibt leider auf der Strecke.

Wer nur den Krimi lesen will, ohne etwas zu versäumen, der lese nur folgende Seiten: S.9-140; S.257-416; S.520-603.

Herr Mankell, bleibt nur zu hoffen, dass Ihnen Ihre Fans diese "Bauernfängerei" nicht übel nehmen werden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein starker Beginn...mehr leider nicht. 3. Januar 2012
Von Annika
Format:Taschenbuch
Mich hat dieses Buch maßlos enttäuscht. Ich habe schon einige Bücher von Mankell gelesen aber "Der Chinese" finde ich gradezu erschreckend schlecht. Nach einem vielversprechenden Beginn (Massenmord an "Rentnern" in einem schwedischen Dorf) verliert sich die Handlung an abenteuerlichen Schauplätzen auf der ganzen Welt. Es gibt einen relativ unterhaltsamen Erzählstrang, eine Rückblende, die allerdings auch um gut 1/3 hätte kürzer ausfallen können. Ab der Mitte des Buches ist einem (ohne viel kombinieren oder ernsthaft nachdenken zu müssen) glasklar, wer der Mörder ist und welches Motiv dahinter steckt. Die Protagonistin Birgitta Roslin ist teilweise sehr klischeehaft und in sich als Figur unschlüssig gezeichnet. Als sehr nervig und belastend empfand ich beim Lesen die ständige Bezugnahme Roslins auf die Lehren Maos...Maos "Philosophie" nimmt ohnehin viel zu viel Raum in den Erzählungen ein und dass völlig unnötig. Schade. Alles in allem: Ich rate zum Kauf eines anderen, besseren Buches von Mankell. Das hier muss man nicht gelesen haben.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Bestens
Sehr zufrieden mit dem Service und der Ware. Immer wieder gerne. A a a a a a a a a
Vor 3 Tagen von Rita Böttge veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Ziemlich teure Holzkohle
Peinlich, das Buch ist mit einem "Spiegel-Bestseller-Button" versehen. Ich schäme mich sehr für den Spiegel. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Kris Engel veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ganz OK
Das Buch war ganz in Ordnung, spannend, aber ich habe schon weitaus spannenderes gelesen... Naja, der Film war jedenfalls eindeutig besser.
Vor 2 Monaten von sarah veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kauf sehr zu empfehlem
Ein supertoller Krimi, um einiges besser als der Film, der allerdings sehr gut umgesetzt wurde. Ich kann das Buch jedem Mankell-Fan sehr empfehlen.
Vor 2 Monaten von Antje Schröder veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Der Chinese
Inhalt: In Schweden werden fast alle Bewohner eines kleinen Dorfes abgeschlachtet. Die Richterin Birgitta Roslin erfährt, dass auch die Pflegeeltern ihrer Mutter unter den... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Antonina veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Der schlechteste Mankell
Ich habe bereits viel von Mankell gelesen: viele Bücher aus der Wallander-Reihe, von seinen Kinderbüchern oder auch zwei seiner Afrika Romane. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Heiko veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ganz Ok, aber nichts besonderes
Hatte mir von dem Buch etwas mehr erhofft, nach Empfehlung. Es beginnt zwar vielversprechend und interessant, auch gefiel es mir gut, dass es mehrere Epochen beschreibt und die... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von sascha84 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr gut.
Lässt sich wirklich leicht lesen. Der Autor hat ziemlich viel recherchiert. Die Mischung China-Schweden ist ungewöhnlichlich. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Anne Marie Le Claire veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Eine gute Geschichte mit leider viel zu viel Politischem Beiwerk
Klappentext:

In einem kleinen schwedischen Dorf sind achtzehn alte Menschen brutal ermordet worden. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Influ veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen spannend
Dieses Buch ist der Hammer. Es ist genauso spannend wie der Film nur noch ein bißchen ausführlicher. Weiter so bitte
Vor 5 Monaten von Daniela veröffentlicht
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