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Der Chinese: Kriminalroman [Taschenbuch]

Henning Mankell , Wolfgang Butt
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (164 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. August 2010
An einem frostigen Januartag 2006 macht die Polizei von Hudiksvall eine entsetzliche Entdeckung. In einem kleinen Dorf sind neunzehn Menschen auf bestialische Weise ermordet worden. Die Polizei vermutet dahinter die Tat eines Wahnsinnigen. Als Richterin Birgitta Roslin in der Zeitung von der Tat liest, ist ihr sofort klar, dass die Pflegeeltern ihrer Mutter unter den Mordopfern sind. Mehr noch: Sie erkennt, dass die Polizei eine falsche Spur verfolgt, und beginnt selbst zu recherchieren. Ein Hinweis führt nach China, wo Birgitta auf grausame Machenschaften der politischen Führungselite stößt.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 608 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: Ungekürzte Ausg. (1. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423212039
  • ISBN-13: 978-3423212038
  • Originaltitel: Kinesen
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (164 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 112.985 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Am 3. Februar 1948 wurde Henning Mankell in Stockholm geboren. Sein Vater zog ihn allein in Härjedalen auf. Vor seinen ersten Gehversuchen als Autor und Regisseur machte Mankell als Siebzehnjähriger berufliche und künstlerische Erfahrungen als Regieassistent am Riks Theater in Stockholm. Auch seine - neben der Kunst - zweite Leidenschaft machte sich früh bemerkbar: Schon als Kind hatte Mankell Fernweh und den Wunsch, nach Afrika zu reisen. Mit 24 Jahren setzte er seinen Traum in die Realität um und fand in Afrika eine zweite Heimat, der er bis heute mit einer Theatergruppe in Mosambik treu ist. Mankell lebt "mit einem Fuß im Sand, mit dem anderen im Schnee", wie er selbst sagt. Afrika ist auch Ziel des gesellschaftlichen Engagements des mit Preisen überhäuften Autors. Immer wieder lenkt Mankell die Aufmerksamkeit der westlichen Öffentlichkeit auf die Besonderheit und Schönheit des "vergessenen Kontinents".

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Erik Huddén und Vivi Sundberg sind noch arg geschockt, als sie im Januar 2006 nach einer Besichtigung des Tatorts an die Haustür von Tom Hansson klopfen. Der halbnackte Mann, der in den Pistolenlauf der Polizistin schaut, weiß noch gar nicht, dass er und seine Frau die einzigen Überlebenden eines bestialischen Massakers sind, dem die restlichen achtzehn Bewohner seines schwedischen Dorfes zum Opfer fielen. Sie alle waren untereinander verwandt, zwei sind die Adoptiveltern der Richterin Birgitta Roslin. Diese ermittelt auf eigene Faust -- und argwöhnisch von Vivi Sundberg beäugt. Durch Zufall führt sie ein rotes Band zur Spur eines mysteriösen Chinesen: eine Spur, die die Richterin bis hin nach China verfolgt. In der bedrückenden und bedrohlichen Atmosphäre von Peking im Vorfeld der Olympischen Spiele wird sie fündig -- und stößt auf eine schier unglaubliche Geschichte rund um kommunistischen Machtwahn und kapitalistische Korruption, die tief zurückführt in die chinesische Vergangenheit...

Der Zufall spielt eine große Rolle im Roman Der Chinese von Henning Mankell, ein etwas zu große Rolle vielleicht. Auf der anderen Seite ist allzu viel konstruiert in dem Buch, das man trotz der Beteuerungen des Verlags kaum einen Kriminalroman oder gar, wie im Klappentext, einen „atemberaubenden Thriller“ nennen kann. Denn nach dem fulminanten Beginn, der immerhin über einhundert Seiten wirkt, verliert sich Mankell in der Herleitung des Mordmotivs, das im großen, auf dem Rücken der Chinesen ausgetragenen Eisenbau Mitte des 19. Jahrhunderts seinen Ursprung hat, mit dem „die Weißen“ die Indianergebiete im Norden Amerikas zu erschließen suchten. Das wirkt für einen Kriminalroman, der zudem Köder auslegt, an die in der Folge nichts und niemand mehr anbeißt, alles etwas weit hergeholt -- und lässt die Fans von Kommissar Kurt Wallander ratlos zurück.

Wer sich aber unbefangen auf den Chinesen einlässt, wird trotzdem auf seine Kosten kommen. Denn Mankell kann (immer noch) brillant schreiben und erzählen. Und das macht seinen Roman jenseits aller Schwächen lesenswert.-- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

Genial! (TV Movie)

Die geschickt gekürzte Hörbuchfassung, von Axel Milberg hervorragend gelesen, ist daher der Buchfassung in diesem Fall vorzuziehen. (Bayern2) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein starker Beginn...mehr leider nicht. 3. Januar 2012
Von Annika
Format:Taschenbuch
Mich hat dieses Buch maßlos enttäuscht. Ich habe schon einige Bücher von Mankell gelesen aber "Der Chinese" finde ich gradezu erschreckend schlecht. Nach einem vielversprechenden Beginn (Massenmord an "Rentnern" in einem schwedischen Dorf) verliert sich die Handlung an abenteuerlichen Schauplätzen auf der ganzen Welt. Es gibt einen relativ unterhaltsamen Erzählstrang, eine Rückblende, die allerdings auch um gut 1/3 hätte kürzer ausfallen können. Ab der Mitte des Buches ist einem (ohne viel kombinieren oder ernsthaft nachdenken zu müssen) glasklar, wer der Mörder ist und welches Motiv dahinter steckt. Die Protagonistin Birgitta Roslin ist teilweise sehr klischeehaft und in sich als Figur unschlüssig gezeichnet. Als sehr nervig und belastend empfand ich beim Lesen die ständige Bezugnahme Roslins auf die Lehren Maos...Maos "Philosophie" nimmt ohnehin viel zu viel Raum in den Erzählungen ein und dass völlig unnötig. Schade. Alles in allem: Ich rate zum Kauf eines anderen, besseren Buches von Mankell. Das hier muss man nicht gelesen haben.
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117 von 142 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die "Mankellsche Verführung" 29. Mai 2008
Von Helmut Cremers VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die "Mankellsche Verführung" beginnt mit der ersten Zeile und hält 140 Seiten an. Das liest sich so:"...Frrüh am Morgen des 13.Januar erreicht der Wolf ein kleines Dorf. Er bleibt stehen und nimmt Witterung auf. Irgendwoher kommt Blutgeruch...Am Waldrand beginnt der Wolf zu fressen. Es geht leicht, weil das Fleisch noch nicht gefroren ist. Er ist jetzt sehr hungrig. Nachdem er einen Lederschuh von einem Fuß gezerrt hat, beginnt er, das Bein von unten her anzunagen..."

Was ist furchtbares geschehen?

In Hesjövallen, einem kleinen Dorf, wurden achtzehn meist alte Menschen auf bestialische Weise niedergemetzelt. Die Polizei glaubt an die Tat eines Wahnsinnigen. Brigitta Roslin, eine Richterin, ist anderer Meinung. Sie ist sogar der Überzeugung, dass die Tat minutiös geplant worden ist und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Und tatsächlich: Ein rotes Seidenband, das die Polizei am Tatort gefunden hat, bringt die Richterin auf die Spur eines geheimnisvollen Chinesen...

Krimi-Spannung in Wallander-Qualität. Ich war gefesselt. Allerdings lässt mich Mankell in diesem Zustand ziemlich verwirrt zurück, denn er hat andere Zwecke im Auge. Er will mich auf etwas aufmerksam machen, etwas, was ihm besonders am Herzen liegt: auf den schwarzen Kontinent, auf Afrika. Ab Seite 141 führt Mankell bedächtig - aber sehr anschaulich - an die Thematik heran.

Er greift die Armut der chinesischen Bauern in der Mitte des 19.Jahrhunderts auf und zieht damit eine Parallele zur Geschichte des afrikanischen Kontinents: die Verelendung der Landbevölkerung, deren Flucht in die Städte, ihre Verschleppung und Versklavung.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Zweifellos hat das Buch seine interessanten Stellen. Es fängt erstmal sehr spannend und mysteriös an mit einem Massenmord in einem kleinen Dorf fernab der Zivilisation, was neugierig macht. Die Richterin, die eine Art Heldin des Buches ist, hat dort entfernte Verwandtschaft und steigt deshalb in die Geschichte ein, entdeckt Dinge, die die Polizei nicht sehen will. Ein bekanntes Schema, das jedoch plötzlich ganz in den Hintergrund tritt. Plötzlich kommt ein langer Teil, der sich mit Kolonialgeschichte auseinandersetzt, speziell mit der Rolle, die geknechtete Chinesen beim Eisenbahnbau in den USA des 19. Jahrhunderts spielten. Hier liegt die Wurzel des Verbrechens, denn einer der dort sklavisch geschundenen Männer wurde immer wieder von einem sadistischen Vorarbeiter aus besagtem Dorf gequält. Eigentlich finde ich diesen Teil, der von anderen Rezensenten hier als zu ausufernd gesehen wird, am dichtesten. Da hat es mich wirklich gegruselt und gepackt. Es wäre ein gutes Buch geworden, wenn dieser Mann nun wirklich seine Rache an dem Schweden genommen hätte. Dass er statt dessen ein Tagebuch schrieb, das einer seiner Nachfahren fand, um 150 Jahre später dann alle Nachfahren des Menschenschinders auszurotten, ist schon ein wenig glaubhafter Handlungsstrang. Dass dieser nun ausgerechnet auch noch ein Profiteur des ausufernden Neokapitalismus in China ist, der seinerseits seine Landsleute in Massen nach Afrika in eine neue Art von Versklavung schicken will, macht diese verspätete Rache noch unglaubwürdiger. Lesen Sie weiter... ›
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen blutrünstig trivial 1. Januar 2009
Format:Audio CD
Keine Frage, natürlich hat Mankell wieder ein spannendes Buch geschrieben, das man nicht so leicht aus der Hand legt. Genau dafür kennt man ihn ja auch. Trotzdem weckt die Lektüre sehr zwiespältige Gefühle. Wie fast immer bei Mankell, aber dieses Mal ganz besonders, transportiert die Romanhandlung eine untergründige historische und gesellschaftspolitische Lehrstunde. Dass ein Kriminalroman auch in einem sozialen Kontext spielt und diesen ausleuchtet, ist gute Tradition und trifft gerade auch für Mankells frühe Romane zu. Hier ist es aber doch ein bisschen viel des Guten bzw. gut Gemeinten geworden. Man bekommt immer mehr den Eindruck, dass die wieder einmal außerordentlich blutrünstige und stellenweiswe abscheuliche Kriminalstory nur noch das Appetithäppchen für den Leser ist, damit er einen Rest willig zu sich nehme, den er ohne die Kriminalhandlung wohl kaum zu lesen geneigt gewesen wäre. Dabei bleiben die Ausführungen über die Geschichte des Kolonialismus und die politische Situation in Afrika und China letztlich doch oberflächlich und gehen praktisch nirgends über das hinaus, was der einigermaßen gebildete Zeitungsleser ohnehin schon weiß. Richtig peinlich wird, es, wenn ausgerechnet Robert Mugabe in Zimbabwe noch als weiser Revolutionär idealisiert wird - zugegeben, 2005 konnte Mankell noch nicht wissen, was man 2008 aus Zimbabwe erfahren hat, aber das Prinzip war schon damals dasselbe und es bedurfte hartnäckiger ideologischer Scheuklappen, nicht wahrzunehmen, was aus ihm geworden ist. Auch, was die Charakterisierung der handelnden Figuren anbetrifft, ist das kein wirklich guter Roman. Lesen Sie weiter... ›
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen Geschichtsbuch, politisch, kritisch
Den Anfang fand ich schon mal langweilig. Spannung schüren mit allen abgedroschenen Mitteln des Horrors. Kleiner persönl. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Tagen von AnaKarenina veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Gutes Buch
Wieder prima geschrieben, sehr umfangreich in der Handlung. Ich habe mir dann den Film angesehen, der hat mir auch gut gefallen so wurde mir im Buch beschriebenes klarer.
Vor 3 Monaten von Backtologin veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Mankell kann auch anders!
Wusste er schon, dass er Krebs hat, als er diesen Krimi schrieb? Man hat fast diesen Gedanken, denn beim Lesen entsteht der Eindruck, der Text sei mechanisch verfasst worden. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Hans Lasner veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Furchtbar!
Ich habe die Angewohnheit ein einmal begonnenes Buch nicht bloß halb zu lesen sondern bis zum Ende. Im Falle vom Chinesen war es aber eine echte Qual durchzuhalten. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Amazon Kunde veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Starker Anfang, langatmiger Mittelteil, schnelles Ende
Ich habe den Roman 'Der Chinese' von Henning Mankell geschenkt bekommen. Vorher hatte ich schon einige Wallander-Krimis von Henning Mankell gelesen und mich auf eine spannende... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von James T. Kirk veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr spannendes Buch
Wer Henning Mankell kennt, wird dieses Buch lieben. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Auf jeden Fall empfehlenswert.
Vor 7 Monaten von brilli06 veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Lange Zündschnur
Eigentlich ein interessanter, zumindest ein spektakulärer Fall, zumindest anfangs: Massenmord in abgelegenem schwedischen Dorf. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von H. Schneider veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Haut nicht vom Hocker...
Ich lese Mankell sehr gerne, die Wallander-Krimis sind einfach toll. Jetzt habe ich mich mit dem Chinesen mal auf ein anderes Gebiet eingelassen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Ina veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Etwas anderes erwartet
Ich habe einen spannenden Krimi erwartet, wie ich ihn durch die Wallander-Romane gewohnt bin. Dass es sich dann zu einem eher sozialkritischen Geschichtsbuch, das die Versklavung... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von easy veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen total langweilig
Ich habe schon einige Mankell-Bücher gelesen. Keines war annähernd so langweilig wie dieses. Das Buch geht gut los, typisch für Mankell. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Höhlenbär veröffentlicht
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