So unbequem es fuer manchen - wie auch fuer die Legion selbst -auch sein mag, Guido Schmidt hat recht! Seine Schilderungen sind identisch mit dem was ich in der gleichen Kompanie, nur 4 Jahre vor ihm erlebt habe. Dieses Buch hat mich beim lesen so fasziniert das ich sogar den Geruch der frisch gestrichenen Flure in Aubagne wieder in der Nase hatte.
Schmidt laesst zwischen seinen Zeilen erkennen das die Legion eine professionelle Armee ist die jedoch kaum Platz fuer einen frei denkenden, intelligenten Menschen bietet. Wer sich mit dem Gedanken anzuheuern traegt sollte immer wissen das die erste Waffe die sie dir in die Hand druecken ein Besen ist - die meisten "Gefechte" werden mit ihm bestritten ;-))
Die Caporaux in Castel haetten sicherlich teilweise KZ-Karriere gemacht und wer behauptet es gaebe seit den 5oern in der Legion keine Pruegelstrafe mehr der sollte mal mit schiefer Buegelfalte zum Wachdienst erscheinen...
Ich habe bis zum letzten Tag meiner 5 Jahre an das Abenteuer geglaubt, selbst in der Division Daguet (Golfkrieg) war der groesste Feind die Langeweile, das Warten. Guido Schmidt hat das richtige getan, er rettete ein paar Jahre seines Lebens die nicht mehr an Erfahrung gebracht haetten wie es die ersten Monate getan haben. Hut ab vor dieser ehrlichen und bildhaften Schilderung!