Nun, ich denke, man kann verschiedener Auffassungen sein, aber meiner Ansicht nach hätte der Autor dieses Buches den schriftlichen Teil besser einem Ghostwriter überlassen, denn der Stil ist schlichtweg eine Katastrophe, es sind zu übertriebene Wertungen darin und das auch noch sehr plumb.
Schlechter war nur noch "Hinter den Toren der Macht" von "Armin Herold", das wohl noch lange den Tiefpunkt meines literarischen Horizonts darstellen wird.
Dennoch gebe ich diesem Buch 3 Sterne, dieses liegt an zwei Punkten :
1) Das Werk hat autobiographischen Charakter, damit ist der Stil und die (in meinen Augen) übertriebene Wertung gerechtfertigt.
2) Authentizität - Ich glaube absolut, dass die beschriebenen Umstände vollkommen der Wahrheit entsprechen. Dieses nicht deswegen, weil der Autor jede Menge Originaldokumente und Protokolle beigelegt hat, sondern, weil die Erzählweise meiner Ansicht nach eine wenig subtile, aber hemmunglose Offenheit besitzt. Aber vielmehr aufgrund der Tatsache, dass der Autor diverse Fakten und Vorgehensweise nennt, welche er während seiner Tätigkeit als Geheimdienstspitzel erfahren hat. Soweit ich das als Halblaie beurteilen kann (ich beschäftige mich schon seit ein paar Jahren mit den Bereichen Politik, Geheimdienst, Spionage) decken sie sich stark mit Informationen, die ich mir selbst durch das Studium verschiedener (öffentlich zugänglicher) Quellen angeeignet habe und von denen ich ausgehe, dass sie durchaus wahr sein könnten.
Zusammenfassend möchte ich hervorheben, dass der Abzug der zwei Sterne nur erfolgt ist, weil ich den Stil grausig finde und ich etwas stark von der Masse an Originalprotokollen gepeinigt wurde, jedoch ist das Buch eine seltene Quelle, in der man wirklich hautenge Informationen über das Vorgehen gewisser (amerikanischer) Behörden findet, die dazu geeignet sein sollten, einen Blick hinter der Kulissen dieser Welt zu werfen.
An machen Stellen des Buches fühlt man sich wie "Neo" aus der "Matrix", der erkennen muss, dass die heile Welt in grossen Teilen nur Schein ist.
Aber der geneigte Leser sollte nie aus dem Sinn verlieren, dass die Handlung aus der "Matrix" selbst nur Fiktion war, während dieses Buch die brutale Realität wiedergibt.