Dass sich bei Wenzel Storch jedes neobourgeoise Szenequatschblatt noch mal seines eigenen Wagemuts vergewissern und provokant zitierfähige Superlative erfinden muss, ist dem Regisseur ja nun nicht anzulasten und draufgeschissen drum; Fakt ist, dass der 'Bulldozer Gottes' auch ohne den Verweis auf 'Reise ins Glück' etc. funktioniert, nämlich als bitterböse, schreiendkomische Abrechnung mit allem popkulturellen und folkloristischem Unsinn der Bundesrepublik seit den 60ern, mit dem begnadetsten Gespür für die Kombination von absurden Found-Footage-Fotos und gesampeltem Text-CutUp seit meinetwegen Max Goldt; mit vielen bunten Filzstiftbildern und ein paar Gedichten, vor allem aber mit einer Erzählstimme, die gleichzeitig unverwechselbar und unspektakulär zu sein scheint und so noch die bitterste Alltagsbeobachtung aus Steiff-Katalog, Porno-Ecke und immer wieder Ministranten-Szene mit einer Lakonie auf den Tisch knallt, dass das Lachen im Halse stecken bleibt, kurz: Unglaublich geiler Scheiß von Wenzel Storch, nicht nur für LSD-Filmfreaks und Provinz-Katholiken.