Die beste Nachricht vorweg: Es gibt eine neue deutsche Krimiautorin, und sie ist großartig!
Die noch bessere Nachricht: Ihr Erstling "Der 13. Brief" ist serientauglich, und ich kann es gar nicht erwarten, bis es weitergeht!
Doch nun zum Buch. Lila ist eine Ermittlerin der ungewöhnlichen Art: Gerade mal zwanzig, ohne Geld, Beruf oder Dach über dem Kopf, stolpert sie in das Leben eines kauzigen Privatschnüfflers Dammler, der in eigenartiger WG mit einem Kneipier lebt und reihenweise Frauen verschleißt. Weil sie weder zurück zu ihren Eltern noch, wie ursprünglich für sie geplant Jura studieren will, nistet Lila sich bei den Männern ein und übernimmt, weil es so gut passt, einen Teil der Ermittungen an einer Bochumer Schule: Dort hat sich die sechzehnjährige Vorzeigeschülerin Eva aus dem Fenster gestürzt. Um die näheren Umstände herauszufinden, tut Lila genau das, was ihr an ihrem Früheren Leben nicht gepasst hat: Sie geht noch einmal zur Schule und freundet sich mit den anderen Mädchen an...
Großartig, wie die Autorin beschreibt, wie Lila zwischen dem Leben der Schüler und dem der neuen Mittbewohner hin- und hertorkelt und dabei schrittweise ihre eigene Geschichte entblättert.
Dieses Buch ist in jeder Hinsicht ein Volltreffer. Die Figuren sind unkonventionell, die Sprache erfrischend und die Story flüssig erzählt.
Deswegen: Mehr! Mehr! MEHR!!!