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Der Brandenburger Tor: Ein Führer [Taschenbuch]

Olaf Trunschke
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

21. Februar 2007
Über Berlin wird viel geschrieben. In Berlin wird viel geredet und geschrieben: Kluges und Närrisches. Für manche Berufe scheint Narretei die beste Empfehlung. - Was aber sähe ein berufener Narr, ginge er heute mit dem Narrenschiff in Berlin vor Anker? - Olaf Trunschkes satirischer Führer erkundet in 68 Texten und 7 Bildern aus diesem Blickwinkel die Stadt.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 88 Seiten
  • Verlag: amok:books; Auflage: 2 (21. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861571005
  • ISBN-13: 978-3861571001
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 0,5 x 20,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.279.594 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Der Brandenburger Tor ist ein Projekt in Progreß. Frühe Texte datieren aus den Wendejahren, einige wurden 1996 als Hypertexte im Netz veröffentlicht und von DIE ZEIT und IBM mit einem Preis ausgezeichnet. Andere stammen aus jüngsten Tagen.

Klappentext

Bahnhöfe, Bordelle, Baumärkte - Berlin ist eine verwirrende Stadt: Man muß sie im Spiegel ansehen, um nicht den Verstand zu verlieren. Dieser Führer gibt Orientierung und Lesehilfe. Doch Vorsicht: Sie verlassen den rationalen Sektor der Stadt!

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4.0 von 5 Sternen Neuland in Sachen Satire 1. Oktober 2007
Dieses literarische Werk von Olaf Trunschke,der außer Satire und Prosa auch Aphorismen und Gedichte veröffentlichte,ist eine meiner wenigen Begegnungen mit satirischen Texten.

Ungewohnt, diese Aussagen, zum Teil auch verwirrend,so wie die Stadt Berlin, mit die sich der Autor in seinem Buch auf ungewöhnliche Weise auseinandersetzt. Es ist schon ein mehrmaliges lesen erforderlich, was bei der Übersichtlichkeit der Texte leicht fällt.
Gut geeignet auch für die Leser, die sich ungern mit endlos langen Texten beschäftigen.
In diesem Fall kann man schon sagen- in der Kürze liegt die Würze.
Ein Buch, das man wegen des geringen Umfanges zwar so nebenbei lesen kann, mit dessen Inhalt man sich dann aber mental noch eine Zeitlang beschäftigt - und so ist es ja bestimmt auch gewollt.
Eine gelungene Verunsicherung: Was ist existent, was fiktiv. Ein Konsens kann nicht gefunden werden. Ein Jeder sieht auf ganz eigene Art hinter die Fassaden!

Übrigens: Der Autor lebt in genau diesem Berlin. In welchem eigentlich?
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5.0 von 5 Sternen Gauner in Uniform 29. Januar 2008
Von G. J. Matthia VINE™-PRODUKTTESTER
Eine ganz vorzügliche Schimpfkanonade auf meine Heimatstadt hat sich ein frecher Mensch aus der Ostzone erlaubt. Aufmerksam geworden bin ich durch seine eigene Ankündigung in einer literarischen Kuschelecke auf Xing:

»Seit ein paar Tagen steht mein aktuelles Buch DER BRANDENBURGER TOR - ein übles Machwerk wider die Hauptstadt, bösartig und ungeniesbar ... bereit.«

Wer so über sein Buch schreibt, macht mich neugierig. Ich habe mich also davon überzeugt, dass es so bösartig und ungenießbar ist, wie der Autor verspricht. Ein paar Kostproben:

»Kirche.
Am Bahnhof Alexanderplatz, umgeben von einem kleinen Park, steht die Alexander-Kathedrale, ein Wahrzeichen der Stadt.
Wer sich von Süden her Berlin nähert, erblickt als erstes, hoch aufragend, das Minarett. Vom Morgen bis in die Nacht geht von hier die frohe Botschaft in jede Wohnung.
Einmal am Tag, meist in den Abendstunden, ist jede Familie vor dem Hausaltar versammelt. Und alle Blicke falten sich zum Gebet.«

»Kauderwelsch.
Auf dem Prenzlauer Berg lebt ein kleines Volk, das redet rückwärts.«

»Pissoirs.
Seit jeher waren die achteckigen Häuser aus Eisen Orte des öffentlichen Lebens.
Wichtige Entscheidungen wurden gefällt, Verabredungen getroffen: Hier war die Macht mit Händen greifbar.
Der allgemeine Verfall gab auch diese Plätze deutscher Kultur dem Rost anheim.
In einem der letzten und schönsten Pissoirs fand schließlich das Ministerium für Arbeit seine Heimstatt.«

»Polizei.
Ein pfiffiger Einfall: die Gauner in Uniform zu stecken.
Auf Streife entwickeln sie erstaunliche Instinkte: Diebe, Mörder und Hochverräter erkennen sie von Weitem am Geruch.
Für eine monatlich sichere Beute lassen sich viele Ganoven in den Dienst nehmen.«

Wer ist der Autor dieser Ungeheuerlichkeiten? Ein gewisser Olaf Trunschke, und das Machwerk wurde bereits mit Lobeshymnen aus berufenem Mund überschüttet, so hat ihn unter anderem DIE ZEIT preisgekrönt: »Politisch korrekt sortiert von Akademie bis Zukunft, führen die Texte den Leser wortgewandt durch das Kauderwelsch der City: Hier ist zu erfahren, daß unterm Regierungspalast früher ein U-Boot vor Anker lag, was Berlin seinen Randgruppen, z. B. den Kannibalen, zu bieten hat und warum Korruption heute in jedem Supermarkt angeboten wird.«

Erfreulich an der unerhörten Lektüre ist die Tatsache, dass man das Pamphlet, welches mit zahlreichen Kreuz- und Quer-Verweisen, die zum stundenlangen Verweilen nötigen, nicht ohne ein Schmunzeln zu lesen vermag.

Mein Fazit als echter Berliner, nicht bloß zugereist wie jener freche Trunscke Olaf: Unbedingt lesen!
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