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Der Brand: Deutschland im Bombenkrieg 1940-1945 [Gebundene Ausgabe]

Jörg Friedrich
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, 1. November 2002 --  
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Kurzbeschreibung

1. November 2002
Fünf Jahre lang lagen Deutschlands Städte im Zweiten Weltkrieg unter Dauerbombardement. Mehr als 600 000 Zivilopfer waren zu beklagen, die historisch gewachsene Städtelandschaft versank unwiederbringlich. Der Historiker Jörg Friedrich legt die erste umfassende Darstellung dieser Katastrophe vor, die trotz ihrer beispiellosen Dimension im nationalen Gedächtnis der Deutschen kaum Niederschlag gefunden hat.

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Im Frühjahr 1945 war Deutschland ein Trümmerfeld: Alle großen und viele mittelgroße Städte lagen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Schutt und Asche. War das Flächenbombardement der Engländer und Amerikaner gegen Deutschland ein Kriegsverbrechen? Diese Frage wirft der Historiker Jörg Friedrich in diesem eindringlichen Buch auf. Der Autor bezeichnet den Bombenkrieg der Alliierten als "Zivilterror". Vor allem den englischen Premier Churchill macht Friedrich für den vermeidbaren Tod Hundertausender Menschen verantwortlich.

Entsprechend hat das Buch bei seinem Erscheinen viel Wirbel ausgelöst: In Großbritannien warfen einige Medien und Historiker dem Autor vor, er wolle die Geschichte verdrehen und die Kriegführung der Alliierten mit den nationalsozialistischen Verbrechen gleichsetzen. Davon allerdings kann keine Rede sein. Friedrich zweifelt nicht daran, dass der Kampf gegen das NS-Regime moralisch gerechtfertigt war. Ebenso verweist er darauf, dass Deutschland zuerst mit der Luftschlacht begann -- Angriffe auf englische Städte wie London und Coventry hatten verheerende Folgen.

Die Art und Weise, wie die Alliierten den Bombenkrieg gegen die deutschen Städte führten, kritisiert der Autor als ebenso unmenschlich wie überflüssig. Die Bomben waren nämlich nicht nur gegen Rüstungsfabriken und Verkehrswege gerichtet. Sie sollten ganz bewusst die Zivilbevölkerung treffen. Deswegen setzten die Alliierten nicht nur Sprengbomben gegen bestimmte Gebäude ein, sondern vor allem Brandbomben. Diese entfachten am Boden unaufhaltsame Feuerstürme, die Menschen, Häuser und alles Brennbare verschlangen.

Das "moral bombing" sollte den Durchhaltewillen der deutschen Bevölkerung brechen. Das misslang jedoch, wie Friedrich konstatiert: Anstatt gegen das nationalsozialistische Regime aufzubegehren, verfielen die Deutschen angesichts des apokalyptischen Bombenhagels in Depression und Apathie. Trotz der erkennbaren militärischen Sinnlosigkeit, so lautet der Vorwurf des Autors, steigerten Engländer und Amerikaner ihre Abwürfe aber immer weiter und nahmen wissentlich ein "Massaker" an der Zivilbevölkerung in Kauf.

Ausführlich schildert Friedrich die Angriffe auf einzelne deutsche Städte: Hamburg und Berlin, Dresden und Pforzheim, Nürnberg, Essen und andere mehr. Er fügt die vielen lokalen Berichte über die Kriegsereignisse zusammen und liefert somit eine Gesamtdarstellung des Bombenkriegs in Deutschland. Neben dem militärischen Verlauf dieser Angriffe und der eingesetzten Waffentechnik interessiert Friedrich vor allem, wie die deutsche Bevölkerung die Bombardements erlebte. Er beschreibt reportagehaft und mit emotionalisierender Sprache die Allgegenwart der Todesangst, die ständige Flucht vor den Bomben in Keller und Bunker, den Verlust von Angehörigen.

Friedrichs Buch rührt bewusst an ein Tabu. Denn angesichts der barbarischen NS-Verbrechen wollte vor allem in Deutschland lange Zeit niemand die Art der alliierten Kriegsführung in Frage stellen. Friedrich tut genau das -- nicht als rechtsradikaler Geschichtsrevisionist, sondern als Wissenschaftler. Die Debatte um dieses Buch ist ebenso schmerzhaft wie notwendig. --Christoph Peerenboom

Der Verlag über das Buch

Als Deutschlands Städte brannten

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschütternde 530 Seiten 17. Februar 2003
Von Hauke Stammer TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im Gegensatz zu vielen anderen historischen Büchern mußte ich dieses immer wieder weglegen, bevor ich es weiter lesen konnte. Viele Berichte erschüttern, erschrecken auch nach so vielen Jahren noch immer. Das Einflechten persönlicher Schicksale reißt die Opfer aus der Anonymität ohne dabei in den Kitsch abzugleiten.
Die eigentliche Stärke des Buches aber liegt woanders.
Bei der Beschreibung der zahllosen Bombardements deutscher Städte umreißt der Author stets die Geschichte des jeweiligen Ortes, die Kulturschätze, welche der Vernichtung anheim fielen und die militärischen Ziele, so es denn welche gab. Ich kann nur erahnen, wieviel Arbeit und Mühe in dieser Ausarbeitung steckt. Aber erst die geschichtsträchtige Erläuterung kann die Barberei der Angriffe begreifbar machen.
Im Gegensatz zu einigen Zeitungsartikeln mag ich in den Seiten keine Aufrechnung mit den einstigen Kriegsgegnern entdecken. Das Buch versucht nicht, deutsche Schreckenstaten in einem besseren Licht erscheinen zu lassen, sondern relativiert den auch im Schulunterricht gelebten Versuch, den 2. Weltkrieg zu simplifizieren.
Man kann nur erahnen, was geschehen wäre, hätte sich Churchill gegen Roosevelt durchgesetzt, und chemische wie biologische Waffen im großen Umfang gegen deutsche Städte eingesetzt.
Der einzige Kritikpunkt ist die fehlende "Timeline", die den Verlauf des Bomberkriegs übersichlicher gestaltet hätte. Und ein abschließendes Datenblatt, daß die Art und die Masse der abgeworfenen Bomben in Relation zu den Schäden an Gebäuden, Rüstungsbetrieben und Menschen stellt.
So oder so aber ein bewegendes, ausführliches und mehr als lesenswertes Werk!
Für mich eine 4,5, aber das sieht das Bewertungssystem leider nicht vor.
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77 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bomben auf Deutschland 24. Juni 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Beschreibung der systematischen Zerstörung Deutschlands im 2. Weltkrieg durch britische und später auch amerikanische Bombenangriffe ist schwere Kost, auch für einen Leser, der einen Tag vor Hitlers Machtergreifung zur Welt kam und einen wesentlichen Teil seiner Jugend in der Ruinenlandschaft Berlins durchlebt hat. Zu jener Zeit waren die Feuer in den Ruinen längst erloschen und mit der angeborenen Unbekümmertheit eines jungen Menschen nahm man die Situation hin. Heute, Jahrzehnte später, macht einem dieses Buch erst klar, welchen Schrecken man in der relativen Ruhe der schlesischen Provinz entgangen war und welche Verluste dem Lande zugefügt wurden.
Das Werk ist schwer zu lesen, nicht etwa weil der Verfasser schlecht schriebe (na ja, gelegentlich ist der Stil etwas knorrig), sondern weil man immer wieder quasi aus Angst vor dem, was kommen muss, das Buch schließt. Bei der Lektüre entwickelt sich langsam eine große Hochachtung vor der Leistung des Autors, der sein Werk ganz sicher nicht als eine Exkulpierung des Nationalsozialismus anlegen wollte und wohl noch mehr als seine Leser vor den Ergebnissen seiner Forschungen erschrocken ist. Indem er die Deutschen einmal nicht als Hitlers willige Vollstrecker, sondern als unschuldige Opfer der Bomben beschreibt, hat er einen enormen Beitrag zu einem distanzierteren Umgang mit den Ereignissen in jenem dunklen Tal der europäischen Geschichte geleistet.
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75 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch schildert den Bombenterror gegen Deutschland und das deutsche Volk, greift aber auch auf die anderen europäischen
Staaten aus (wer weiß schon, daß auch italienische, aber
vor allem französische Städte mit zehntausenden von Ziviltoten
gnadenlos bei der "Befreiung" bombardiert wurden, solange sich
dort noch ein deutscher Soldat aufhielt). Was dieses Buch nötig
machte, ist, daß es außer dem wenig bekannten Werk von Maximilian Czesany "Europa im Bombenkrieg" bislang keine
Gesamtschau zum Thema gab. Und dann das "wie", der Autor gibt
hinter den Vernichtungsorgien geschichtliche Abrisse der vernichteten Orte, er läßt in Erlebnisberichten Zeitzeugen zu
Wort kommen und er schafft Bilder, die in ihrer biblisch-philo-
sophischen Härte in einer Sprache daherkommen, die es so selten
gegeben hat. Beispiel:
"Die Verbrennung zwingt dem Körper Ausdrucksgesten auf, die der Betrachter entschlüsseln möchte. - Eine junge Frau lag da wie eine ungut geratene Plastik. Die Beine mit verkohlten hohen Absatzstiefeln nach hinten in die Höhe gestreckt, die Arme wie zur Abwehr erhoben. Das Gesicht noch andeutungsweise erhalten,
der Mund mit bräunlichen Zahnreihen geöffnet, so daß man nicht
wußte, ob sie lachte oder schrie. - Das Lachen ist nicht lustig
und der Schrei nicht schmerzlich. Dies Geschöpf drückt kein
Empfinden aus, sondern seinen Schöpfer. Es ist die Skulptur
des Brandkriegs." Zitat Ende.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Informierendes Buch
Das Buch bietet sehr viele detailreiche Informationen, welche sonst eher unbekannt sind. Die Erläuterungen über Entwicklung, Funktion und Aufbau von Bomben und Flugzeugen... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von Pentaman veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Wie der Bombenkrieg funktionierte
Jörg Friedrich dokumentiert gründlich und ausführlich die Bombenangriffe durch britische und US-amerikanische Flugzeuge auf Hitlerdeutschland. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Oliver Völckers veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Umfassend, detailliert, erschreckend
Dies ist eine sehr ausführliche Schilderung des Bombenkriegs gegen Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Erich Rieder veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bewegend, erschütternd, erhellend und extrem traurig.
In diesem Buch wird der Bombenkrieg der Alliierten gegenüber Nazideutschland unter verschiedenen Facetten beleuchtet. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von mrs.milano veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wer hat angefangen?
Vor etlichen Jahren habe ich Friedrichs Buch rezensiert. Aus technischen Gründen kann ich meiner damaligen Rezension jedoch nichts hinzufügen, daher diese... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Thomas Dunskus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Brand
Ganz wichtiges Buch, klärt auf über die Vertuschungen der sogenannten Historikerkommission. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Dieter Großmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr lesenswert.
Wer an Geschichte, Zahlen und Fakten interessiert ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Man kann froh sein, nicht dabei gewesen sein zu müssen.
Vor 13 Monaten von Herbert Bender Jun. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Endlich
Jörg Friedrich ist es gelungen ein Buch über einen Teil der Geschichte des Weltkriegs II zu schreiben ohne sich der überall präsenten und unumgänglichen... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Dietrich W. Bloch veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen unübersichtlich
Also die Intention des Buches ist eine Gute. Dem Autor gelingt es, mit seiner Sprache die im wahrsten Sinne des Wortes erschütternden Folgen des Bombenkriegs dem Leser zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juni 2011 von Herbert Sowa
4.0 von 5 Sternen Eine traumatische Leseerfahrung
Ein ausgesprochen wichtiges und auch richtiges Buch. In gewisser Weise ist es natürlich revisionistisch, ohne dabei aber im Enferntesten auch revanchistisch zu sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. November 2010 von Pajaro
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