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Der Brand: Deutschland im Bombenkrieg 1940-1945 [Taschenbuch]

Jörg Friedrich
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. September 2004
Fünf Jahre lang lagen Deutschlands Städte im Zweiten Weltkrieg unter Dauerbombardement. Mehr als 600 000 Zivilopfer waren zu beklagen, die historisch gewachsene Städtelandschaft versank unwiederbringlich. Der Historiker Jörg Friedrich legt die erste umfassende Darstellung dieser Katastrophe vor, die trotz ihrer beispiellosen Dimension im nationalen Gedächtnis der Deutschen kaum Niederschlag gefunden hat.

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Im Frühjahr 1945 war Deutschland ein Trümmerfeld: Alle großen und viele mittelgroße Städte lagen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Schutt und Asche. War das Flächenbombardement der Engländer und Amerikaner gegen Deutschland ein Kriegsverbrechen? Diese Frage wirft der Historiker Jörg Friedrich in diesem eindringlichen Buch auf. Der Autor bezeichnet den Bombenkrieg der Alliierten als "Zivilterror". Vor allem den englischen Premier Churchill macht Friedrich für den vermeidbaren Tod Hundertausender Menschen verantwortlich.

Entsprechend hat das Buch bei seinem Erscheinen viel Wirbel ausgelöst: In Großbritannien warfen einige Medien und Historiker dem Autor vor, er wolle die Geschichte verdrehen und die Kriegführung der Alliierten mit den nationalsozialistischen Verbrechen gleichsetzen. Davon allerdings kann keine Rede sein. Friedrich zweifelt nicht daran, dass der Kampf gegen das NS-Regime moralisch gerechtfertigt war. Ebenso verweist er darauf, dass Deutschland zuerst mit der Luftschlacht begann -- Angriffe auf englische Städte wie London und Coventry hatten verheerende Folgen.

Die Art und Weise, wie die Alliierten den Bombenkrieg gegen die deutschen Städte führten, kritisiert der Autor als ebenso unmenschlich wie überflüssig. Die Bomben waren nämlich nicht nur gegen Rüstungsfabriken und Verkehrswege gerichtet. Sie sollten ganz bewusst die Zivilbevölkerung treffen. Deswegen setzten die Alliierten nicht nur Sprengbomben gegen bestimmte Gebäude ein, sondern vor allem Brandbomben. Diese entfachten am Boden unaufhaltsame Feuerstürme, die Menschen, Häuser und alles Brennbare verschlangen.

Das "moral bombing" sollte den Durchhaltewillen der deutschen Bevölkerung brechen. Das misslang jedoch, wie Friedrich konstatiert: Anstatt gegen das nationalsozialistische Regime aufzubegehren, verfielen die Deutschen angesichts des apokalyptischen Bombenhagels in Depression und Apathie. Trotz der erkennbaren militärischen Sinnlosigkeit, so lautet der Vorwurf des Autors, steigerten Engländer und Amerikaner ihre Abwürfe aber immer weiter und nahmen wissentlich ein "Massaker" an der Zivilbevölkerung in Kauf.

Ausführlich schildert Friedrich die Angriffe auf einzelne deutsche Städte: Hamburg und Berlin, Dresden und Pforzheim, Nürnberg, Essen und andere mehr. Er fügt die vielen lokalen Berichte über die Kriegsereignisse zusammen und liefert somit eine Gesamtdarstellung des Bombenkriegs in Deutschland. Neben dem militärischen Verlauf dieser Angriffe und der eingesetzten Waffentechnik interessiert Friedrich vor allem, wie die deutsche Bevölkerung die Bombardements erlebte. Er beschreibt reportagehaft und mit emotionalisierender Sprache die Allgegenwart der Todesangst, die ständige Flucht vor den Bomben in Keller und Bunker, den Verlust von Angehörigen.

Friedrichs Buch rührt bewusst an ein Tabu. Denn angesichts der barbarischen NS-Verbrechen wollte vor allem in Deutschland lange Zeit niemand die Art der alliierten Kriegsführung in Frage stellen. Friedrich tut genau das -- nicht als rechtsradikaler Geschichtsrevisionist, sondern als Wissenschaftler. Die Debatte um dieses Buch ist ebenso schmerzhaft wie notwendig. --Christoph Peerenboom -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

Buchnotiz zu : Die Zeit, 28.11.2002
Gespalten zeigt sich Rezensent Volker Ullrich zu dieser Studie über den alliierten Bombenkrieg im Deutschland des Zweiten Weltkrieges. Zum einen sei das Buch tatsächlich, wie vom Verlag behauptet, die erste umfassende Beschäftigung mit diesem Thema: Jörg Friedrich gehe hier sowohl auf die alliierten Bombardierungsstrategie, auf die "Geografie der Zerstörung", auf die auf deutscher Seite unzureichende Vorsorge für den Luftkrieg, auf die "psychologischen Folgen des Bombenkrieges" und auf das Schicksal der Kulturgüter ein. Besonders eindrücklich schildere Friedrich, "wie der Einzelne das Bombardement erlebte und wie er das Erlebte verarbeitete". Und doch: Der Rezensent - selbst im Luftschutzkeller geboren - hat dieses Buch mit "zwiespältigen Gefühlen" aus der Hand gelegt und nennt dafür zwei Gründe: Friedrich versäume es, das im Bombenkrieg erfahrene Leid der Deutschen in den "politisch-militärischen Kontext" zu stellen - schließlich waren den alliierten Bombenangriffen die Bombardierung Warschaus (1939), Rotterdams (1940) und Coventrys (1940) vorangegangen. Und zum zweiten halte sich der Autor, "was die historisch-moralische Bewertung des Geschehens angeht, merkwürdig bedeckt". Oftmals rücke er das Geschehen "semantisch" in die Nähe des Holocausts - Ullrich zitiert: 'Zivilmassaker', 'mongolischer Vernichtungsorkan', 'Krematorien' als Beschreibung der Bunker. Friedrich würde den Vorwurf der Aufrechnung sicher zurückweisen, schreibt Ullrich, der das leichter glauben könnte, wenn der Autor bei seiner Wortwahl "größere Trennschärfe" bewiesen hätte. Bei allem Unbehagen lautet Ullrichs Fazit dennoch, dass mit diesem Buch ein wichtiger Beitrag zur Diskussion vorliegt, der viel "Sprengstoff" enthalte und mit dem man "behutsam" umzugehen sollte.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2002
Wichtig und nötig findet Rezensent Andreas Kilb dieses "nachempfindend geschriebene" Buch über die Vernichtung deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig widerspricht er dem Vorwurf, Autor Jörg Friedrich stelle damit die Kriegsverbrecherfrage neu. Diese Diskussion in den deutschen Feuilletons sieht Kilb am Wesentlichen des Buches vorbeigehen, dem es nicht um die Feststellung von Schuld, sondern um den Schmerz geht. Von allen "Schrecknissen des zwanzigsten Jahrhunderts" hat die Auslöschung der deutschen Städte wohl am längsten gebraucht, ehe sie "Teil der Geschichtsschreibung" wurde, schreibt der Rezensent. Jetzt haben wir es Kilb zufolge mit einer ersten "Gesamtschau des Bombenkrieges als solchem" zu tun, einem Buch, das die Zeugnisse und Analysen in einer "dem Thema gemäßen Form" zusammenführt. Diese Form erhält das Buch im Wesentlichen durch die Sprache, lesen wir - einen "an journalistischen Vorbildern" geschulten, mit fremden Stimmen spielenden Ton, in dem der Rezensent Sachlichkeit und Sarkasmus sich mischen sieht. "In dem die Sprache birst, wird sie anschaulich", bringt Kilb das stilistische Verfahren des "Stakkatos der Beschreibungen" und der "hysterischen Expressivität" der Texte auf den Punkt. Als "geheimes Kraftzentrum" des Buches, den Impuls, der Friedrichs "katalogartigen Schreckensschilderungen" antrieb, empfindet Kilb jedoch die sorgfältig Beschreibung dessen, was zerstört wurde: indem Friedrichs die Geschichte des Zerstörten schreibe, rette er die Geschichte des Zerstörten.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 10.12.2002
Ein "Tabu, das es gar nicht gibt", schreibt Ralph Bollmann, habe Jörg Friedrich mit diesem besonders auch in England heiß diskutierten Buch gebrochen, - also hat er eigentlich gar nichts gebrochen, möchte man dem Rezensenten sagen. Aber der saust weiter und erinnert sich, dass in seiner Kindheit die Eltern und Großeltern enge Innenstädte zwar als pittoresk aber eher unpraktisch empfanden; diese Beobachtung findet er wieder bei Friedrich, der seinerseits meint, die Leute hätten die "fatalen Gehäuse", so zitiert Bollmann ihn, nicht mehr sehen wollen, "in denen sie das Trauma der Luftangriffe erlitten". Ansonsten führt Bollmann uns vor, wie man ein Buch von hinten rezensieren kann: der letzte Teil sei gar nicht so schlecht, der Mittlere bedenklich, "vollends problematisch" werde es am Anfang. Dort widme sich Friedrich "der Täterperspektive", womit die Alliierten gegen Hitler gemeint sind. Hier "verheddert sich Friedrich in genau jenem Dickicht von Aufrechnung und Gleichsetzung", schreibt Bollmann, "von dem er sich in Interviews kokett distanziert." Mit einigen Zitaten belegt der Rezensent seinen Eindruck, weist aber nicht mehr darauf hin, dass, vom Anfang her gelesen, der Rest des Buches seinen Wert als Dokumentation notwendig verlieren muss.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Perlentaucher.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschütternde 530 Seiten 17. Februar 2003
Von Hauke Stammer TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im Gegensatz zu vielen anderen historischen Büchern mußte ich dieses immer wieder weglegen, bevor ich es weiter lesen konnte. Viele Berichte erschüttern, erschrecken auch nach so vielen Jahren noch immer. Das Einflechten persönlicher Schicksale reißt die Opfer aus der Anonymität ohne dabei in den Kitsch abzugleiten.
Die eigentliche Stärke des Buches aber liegt woanders.
Bei der Beschreibung der zahllosen Bombardements deutscher Städte umreißt der Author stets die Geschichte des jeweiligen Ortes, die Kulturschätze, welche der Vernichtung anheim fielen und die militärischen Ziele, so es denn welche gab. Ich kann nur erahnen, wieviel Arbeit und Mühe in dieser Ausarbeitung steckt. Aber erst die geschichtsträchtige Erläuterung kann die Barberei der Angriffe begreifbar machen.
Im Gegensatz zu einigen Zeitungsartikeln mag ich in den Seiten keine Aufrechnung mit den einstigen Kriegsgegnern entdecken. Das Buch versucht nicht, deutsche Schreckenstaten in einem besseren Licht erscheinen zu lassen, sondern relativiert den auch im Schulunterricht gelebten Versuch, den 2. Weltkrieg zu simplifizieren.
Man kann nur erahnen, was geschehen wäre, hätte sich Churchill gegen Roosevelt durchgesetzt, und chemische wie biologische Waffen im großen Umfang gegen deutsche Städte eingesetzt.

Der einzige Kritikpunkt ist die fehlende "Timeline", die den Verlauf des Bomberkriegs übersichlicher gestaltet hätte. Und ein abschließendes Datenblatt, daß die Art und die Masse der abgeworfenen Bomben in Relation zu den Schäden an Gebäuden, Rüstungsbetrieben und Menschen stellt.
So oder so aber ein bewegendes, ausführliches und mehr als lesenswertes Werk!
Für mich eine 4,5, aber das sieht das Bewertungssystem leider nicht vor.

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69 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bomben auf Deutschland 24. Juni 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Beschreibung der systematischen Zerstörung Deutschlands im 2. Weltkrieg durch britische und später auch amerikanische Bombenangriffe ist schwere Kost, auch für einen Leser, der einen Tag vor Hitlers Machtergreifung zur Welt kam und einen wesentlichen Teil seiner Jugend in der Ruinenlandschaft Berlins durchlebt hat. Zu jener Zeit waren die Feuer in den Ruinen längst erloschen und mit der angeborenen Unbekümmertheit eines jungen Menschen nahm man die Situation hin. Heute, Jahrzehnte später, macht einem dieses Buch erst klar, welchen Schrecken man in der relativen Ruhe der schlesischen Provinz entgangen war und welche Verluste dem Lande zugefügt wurden.

Das Werk ist schwer zu lesen, nicht etwa weil der Verfasser schlecht schriebe (na ja, gelegentlich ist der Stil etwas knorrig), sondern weil man immer wieder quasi aus Angst vor dem, was kommen muss, das Buch schließt. Bei der Lektüre entwickelt sich langsam eine große Hochachtung vor der Leistung des Autors, der sein Werk ganz sicher nicht als eine Exkulpierung des Nationalsozialismus anlegen wollte und wohl noch mehr als seine Leser vor den Ergebnissen seiner Forschungen erschrocken ist. Indem er die Deutschen einmal nicht als Hitlers willige Vollstrecker, sondern als unschuldige Opfer der Bomben beschreibt, hat er einen enormen Beitrag zu einem distanzierteren Umgang mit den Ereignissen in jenem dunklen Tal der europäischen Geschichte geleistet.

Friedrich zeigt auf, dass die Bombardierung Deutschlands mit Millionen Tonnen von Munition aller Art durchaus nicht als alleinige Konsequenz vorhergegangener deutscher Angriffe anzusehen ist, sondern dass die Konzeption des Bombenkrieges gegen ein ganzes Land die logische Folge der Entwicklung des Kriegshandwerks und der entsprechenden Waffen war - Churchills gedankliche Planung eines Luftangriffs mit tausend Bombern auf das kaiserliche Berlin ist dafür ein nicht zu verwerfendes Zeugnis. Die Waffe wurde eingesetzt, weil es sie gab und weil es nur einer geringen Verschiebung der Begriffe bedurfte, um alle Bewohner eines Landes zu Kombattanten zu erklären. Über den zynischen Rat, das Kampfgebiet rechtzeitig zu verlassen, soll hier gar nicht diskutiert werden.

Das Buch macht in erschreckender Weise den Unterschied zwischen den deutschen Angriffen auf England und den alliierten Bombardements deutscher Ziele klar. Görings Luftwaffe sollte 1940 England an den Verhandlungstisch bomben - zu mehr war sie ohnehin nicht in der Lage. Aufgabe des Bomber Commands war die maximale Zerstörung Deutschlands - seiner Substanz, seiner Bewohner, seiner Geschichte. Der Auslöser des 2. Weltkriegs, nämlich die Erhaltung der Integrität Polens, spielte schon bald nach Kriegsbeginn keine Rolle mehr, es ging nur noch um die Ausschaltung einer großen Macht in Mitteleuropa. Die bis in die letzten Kriegstage fortgesetzte Bombardierung ziviler Ziele bezeugt, dass es auch gar nicht darum ging, die Moral der Bevölkerung zu brechen, denn schon um eigenen Verluste einzugrenzen hätte man ja dieses Ziel immer wieder einmal auf seine Wichtigkeit untersuchen müssen; das geschah aber nie, man bombte einfach weiter bis zum Ende der Kampfhandlungen.

Materiell sicherte die Verbrennung der deutschen Städte einen Vorteil für England auf ein kleines Jahrzehnt hin; etwa 1955 waren die deutschen Schäden im wesentlichen beseitigt. Die geistige Wirkung war stärker, sie dauert bis heute fort. In unserer Naivität können wir uns nicht vorstellen, dass diese Zerstörungen keinen moralischen, sondern nur einen politischen Grund hatten - obwohl uns ja der Abwurf der Atombomben auf Japan zu denken geben sollte. Der Bevölkerung in den alliierten Ländern, und später auch den Deutschen im Rahmen der re-education, musste eine so totale Zerstörung Deutschlands durch den Hinweis auf entsetzliche, von den Deutschen begangene Verbrechen begreiflich gemacht werden - jedoch muss man sich darüber klar werden, dass solche Verbrechen beim Beginn der Planung der alliierten Luftkriegsstrategie durchaus nicht in einem Umfang gegeben waren, der einen solchen Holocaust gerechtfertigt hätte.

Durch seine Schilderung der Verhältnisse am Boden setzt der Verfasser auch den einfachen Menschen ein Denkmal, die ohne jedes Verschulden einer solchen Strafe unterworfen wurden. Jörg Friedrich beschreibt in diesem Zusammenhang Aktionen, die ganz einfach das Wort „heldenhaft" verdienen, und auch unser derzeitiger Außenminister müsste angesichts solcher Taten vielleicht doch seine Einstellung zu deutschen Helden etwas ändern.

Implizit führt uns Friedrich auch vor Augen, was für bewunderungswürdige Leistungen die verbleibende Bevölkerung in beiden Teilen Deutschlands, dezimiert und verkrüppelt wie sie war, in den Jahren nach dem Kriege allen Widrigkeiten zum Trotz vollbracht hat, ganz im Sinne von Rudyard Kiplings „or watch the the things you gave your life to, broken, and stoop and build them up with worn-out tools." Vielleicht sind wir Deutschen doch manchmal besser, als wir glauben wollen.

Es wäre zu wünschen, dass entsprechende Teile des Buches Eingang in die Heimatkunde-Bücher aller deutschen Städte finden.

Im Jahre 2003, am 60. Jahrestag des ersten großen britischen Angriffs auf Hamburg, bei dem etwa 40 000 Menschen zu Tode kamen, fand in der Hansestadt eine Gedenkfeier statt, auf der auch der britische Botschafter in vorzüglichem Deutsch eine Rede hielt. Er unterstrich darin den Wahn, der die europäischen Völker in jener dunklen Periode der Geschichte ergriffen hatte. Man fühlte sich erinnert an die letzten Worte in dem Film 'Die Brücke am Kwai': "Madness, madness..."

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73 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch schildert den Bombenterror gegen Deutschland und das deutsche Volk, greift aber auch auf die anderen europäischen
Staaten aus (wer weiß schon, daß auch italienische, aber
vor allem französische Städte mit zehntausenden von Ziviltoten
gnadenlos bei der "Befreiung" bombardiert wurden, solange sich
dort noch ein deutscher Soldat aufhielt). Was dieses Buch nötig
machte, ist, daß es außer dem wenig bekannten Werk von Maximilian Czesany "Europa im Bombenkrieg" bislang keine
Gesamtschau zum Thema gab. Und dann das "wie", der Autor gibt
hinter den Vernichtungsorgien geschichtliche Abrisse der vernichteten Orte, er läßt in Erlebnisberichten Zeitzeugen zu
Wort kommen und er schafft Bilder, die in ihrer biblisch-philo-
sophischen Härte in einer Sprache daherkommen, die es so selten
gegeben hat. Beispiel:
"Die Verbrennung zwingt dem Körper Ausdrucksgesten auf, die der Betrachter entschlüsseln möchte. - Eine junge Frau lag da wie eine ungut geratene Plastik. Die Beine mit verkohlten hohen Absatzstiefeln nach hinten in die Höhe gestreckt, die Arme wie zur Abwehr erhoben. Das Gesicht noch andeutungsweise erhalten,
der Mund mit bräunlichen Zahnreihen geöffnet, so daß man nicht
wußte, ob sie lachte oder schrie. - Das Lachen ist nicht lustig
und der Schrei nicht schmerzlich. Dies Geschöpf drückt kein
Empfinden aus, sondern seinen Schöpfer. Es ist die Skulptur
des Brandkriegs." Zitat Ende.
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Wer an Geschichte, Zahlen und Fakten interessiert ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Man kann froh sein, nicht dabei gewesen sein zu müssen.
Vor 2 Monaten von Herbert Bender Jun. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Endlich
Jörg Friedrich ist es gelungen ein Buch über einen Teil der Geschichte des Weltkriegs II zu schreiben ohne sich der überall präsenten und unumgänglichen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Dietrich W. Bloch veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen So war es wirklich ...
Eine erschreckende Beschreibung von Vernichtung und Tod, geplant von Menschen für Menschen. Ich mußte ob des Grauens, das beschrieben wird, beim Lesen zeitweise eine... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von falter002 veröffentlicht
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Also die Intention des Buches ist eine Gute. Dem Autor gelingt es, mit seiner Sprache die im wahrsten Sinne des Wortes erschütternden Folgen des Bombenkriegs dem Leser zu... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Herbert Sowa veröffentlicht
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Ein ausgesprochen wichtiges und auch richtiges Buch. In gewisser Weise ist es natürlich revisionistisch, ohne dabei aber im Enferntesten auch revanchistisch zu sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. November 2010 von Pajaro
4.0 von 5 Sternen Schildert die Auswirkungen des Luftkriegs auf deutsche Städte...
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Veröffentlicht am 22. Juni 2010 von Redaktion Literaturtipp.com
5.0 von 5 Sternen Das hervorragende Buch erprobt mit erschuetternder Genauigkeit das...
Mann moechte die Tiefe des Elebnisses dieser Studie hier nicht wiederzugeben versuchen, sondern einfach alle Interesierten das Buch zum Lesen auffordern.
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L'anéantissement d'une civilisation. Le souffrances du peuple allemand, si souvent tenu comme complice conscient de Hitler, sous le regard terriblement froid de ceux qu'on... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2009 von Peer Gynt
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Das Dritte Reich ist immer gut für Streitereien, und kaum ein Buch hat in den letzten Jahren eine solche Kontroverse ausgelöst wie Friedrichs "Brand". Lesen Sie weiter...
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