Ein Buch, das eine geniale Mischung aus Tatsachenroman (Schaeffer) und historischer Sachdarstellung (Peillard) bietet, da es zwei sehr umfangreiche Einzelwerke zu einem konkurrenzlosen Preis enthält. Zum einen den Bericht des Kommandanten Schaeffer, der mit U-977 weit über das Kriegsende hinaus nach Südamerika fuhr (dabei 66 Tage mit Schnorchel unter Wasser), um dann doch an die Amerikaner ausgeliefert zu werden, zum anderen die Zusammenfassung des U-Boot-Krieges von Peillard, der diesen für alle (U-Boot-)kriegführenden Nationen darstellt. In der Detailtreue geht er über Kurowski hinaus, die Stile ähneln sich. Jedenfalls eine sehr gute Kombination aus beidem - der Geschichte des Kommandanten, der seinen Werdegang minutiös schildert (und damit den Alltag der U-Boot-Waffe während des gesamten Krieges wiedergibt) und der des objektiven Beobachters. Wenn beides gelesen ist, kann die Karriere eines "grauen Wolfes" von den Anfangstagen in der Marinekriegsschule über die Lehrzeit als Fähnrich an Bord eines erfolgreichen U-Bootes (1941) über das eigene Kommando in besseren Tagen ab 1942/43 bis zum Untergang 1945 verfolgt und zugleich in den Gesamtkontext der U-Boot-Flotten eingeordnet werden. Peillard beschränkt sich nicht auf die Darstellung der deutschen U-Boot-Waffe, sondern führt auch in die Historie der englischen, us-amerikanischen, japanischen, russischen und italienischen U-Boote ein, wobei man sehr interessante Details erfährt. Eine Sonderstellung nehmen die unglückseligen Franzosen ein, die sich zeitweise gegen alle Seiten ihrer Haut erwehren müssen....