Auf dieses Buch habe ich lange gewartet! Auch wenn der echte Lovecraft ungeschlagen bleibt, hat mir Hohlbeins Hexer-Universum, das Große Alte mit herrlichem Pulp mischt, immer großartig gefallen. Und nun gibt es endlich die Möglichkeit, selbst das Heft in die Hand zu nehmen und an der Seite von Richard Craven, dem Sohn des Hexers, gegen das Böse anzutreten.
Die Geschichte bietet gradliniges Hexer-Feeling, von einer Seance in New York, bei der alles beginnt, über den Aufenthalt im verschneiten Arkham bis hin zum Finale in einem unheimlichen Dorf in den Rocky Mountains, in dem es ein altes Bergwerk gibt, das ein düsteres Geheimnis birgt. Man hat vielleicht nicht das Gefühl, einen ganzen Roman zu spielen, aber zumindest eine gute, längere Kurzgeschichte (was ja auch dem Stil Lovecrafts bzw. dem von Hohlbeins Hexer-Heftromanen entspricht).
Einen leichten Abzug bekommt das Kampfsystem, das meines Erachtens sehr vom Würfelglück abhängt. Würfelt man in der ersten Runde für sich selbst schlecht, ist der Kampf meist vorbei, bevor er angefangen hat. Das kann ein bisschen frustrierend sein, andererseits gehört es zur Spielbucherfahrung auch dazu, dass man die Worte "Du bist tot" liest und dann von vorne (oder einen Abschnitt zuvor) wieder beginnt.
Alles in allem kann ich nur sagen: für Hexer-Fans eine tolle Sache! Ich hoffe, die Reihe wird fortgesetzt!