Moritz Rinke schreibt in wechselndem Sprachniveau überaus intelligente Texte zu den Themen der jüngst vergangenen Zeit und auch zu bis in die Gegenwart reichenden Themen. Ob er sich mit der Expo oder dem Tod Heiner Müllers, Naumann oder Berliner Kunstcafes beschäftigt, immer pointiert er die jeweiligen Ungereimtheiten und beweist einen intelligenten Blick auf die Ereignisse unserer Zeit. Etwas literarisches Grundwissen ist manchmal hilfreich, aber nicht unerlässlich. Scheint die Sprache mitunter sehr flapsig (gewollt!), so sollte man niemals die große Klarheit seiner Beobachtungsgabe und die an anderen Stellen wieder sehr akzentuierte Rhetorik vergessen. In der Sprache vielleicht Stuckrad-Barre ähnlich, nicht jedoch mit diesem zu verwechseln.