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Der Blaue Reiter: Marc, Macke, Kandinsky, Münter, Jawlensky
 
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Der Blaue Reiter: Marc, Macke, Kandinsky, Münter, Jawlensky [Gebundene Ausgabe]

Helmut Friedel
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 232 Seiten
  • Verlag: Hatje Cantz Verlag; Auflage: 1 (30. Juni 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3775724966
  • ISBN-13: 978-3775724968
  • Größe und/oder Gewicht: 28,8 x 19,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 344.197 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Den Namen Der Blaue Reiter erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf. Beide liebten wir Blau, Marc: Pferde, ich Reiter. So kam der Name von selbst.« So beschrieb Kandinsky die Gründung der Künstlergruppe. Im 1911 herausgegebenen Almanach Der Blaue Reiter beschrieben Wassily Kandinsky und Franz Marc das theoretische Gerüst dieser Vereinigung, zu der auch Paul Klee, Alexej von Jawlensky, August Macke und Gabriele Münter gehörten. Die Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen, die wir heute unter dem Begriff Expressionismus subsumieren, hatte vielfältigste Erscheinungsbilder. Auf der Grundlage eines gemeinsamen Interesses an der Avantgarde, aber auch an der Volkskunst, fernöstlichen Vorbildern oder an Kinderzeichnungen, verfolgte jeder seinen eigenen Weg hin zur Befreiung der Farbe und zur Abstraktion.

80 Arbeiten von Weltrang und von allen Mitgliedern der Gruppe präsentiert der Band. Viele stammen aus Gabriele Münters Privatsammlung, die sie 1957 dem Münchener Lenbachhaus schenkte und so den Grundstein zum Weltruf des Hauses als einer der bedeutendsten Kollektionen zur Kunst des Blauen Reiters begründete.

Über den Autor

Dr. phil. Annegret Hoberg ist Kuratorin an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München und betreut dort die Abteilung Blauer Reiter sowie das Kubin-Archiv.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Károlyi (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zum Blauen Reiter sind bereits etliche Bücher publiziert worden. Ein Ausstellungskatalog wird natürlich immer etwas anderes konzipiert sein als eine klassische Monographie, doch möchte der Käufer heute im Allgemeinen auch in einem Katalog möglichst viele interessante Hintergrundinformationen erhalten.
Die Essays im hier besprochenen Buch vermitteln einen umfassenden und sehr differenzierten Einblick in die Geschichte, die Ideenwelt - wiewohl sehr heterogen - und die Persönlichkeiten des Blauen Reiters; ein Schwerpunkt liegt auf den Beziehungen der Mitglieder und Freunde untereinander, zu Mäzenen und zu Orten wie etwa Murnau und München. Auch weniger bekannte Künstler aus dem Umfeld des Blauen Reiters finden Erwähnung. Die Ausführungen sind übersichtlich und sachlich gehalten, dabei jedoch angenehm zu lesen, was nicht zuletzt an den vielen integrierten Originalquellen liegt, insbesondere Briefen, die einen ganz unmittelbaren Eindruck vom Denken und Fühlen der Künstler und ihrer Angehörigen und Freunde geben. Auszüge aus den vernichtenden Kritiken der ersten Blauer-Reiter-Ausstellungen zeigen auf, wie wenig Verständnis der Blaue Reiter zunächst bei einem Großteil des Publikums fand.
Der Abbildungsteil ist von der hohen Qualität, die man vom Verlag kennt. Wie erwähnt, wurden die Gemälde, Entwürfe und Skulpturen nach den Künstlern geordnet; den Werken jedes Künstlers geht eine Kurzvita voran. Die Abbildungen sind ganzseitig und in einer Technik gedruckt, die die Farben und Details wie den Pinselduktus ausgesprochen originalgetreu wiedergibt und dabei unerwünschte Reflexionen vermeidet. Auch die Fotografien sind hochwertig abgedruckt. Sie machen dieses Buch insofern zu etwas Besonderem, als diese Bilder, Momentaufnahmen aus Alltag und besonderen Situationen, einen sehr persönlichen Blick insbesondere auf Kandinsky und Münter, die sich oft gegenseitig fotografiert haben, ihr privates Umfeld, die von ihnen bereiten Orte und ihre Kollegen und Freunde zulassen.
Das Verzeichnis der Exponate enthält die klassischen Informationen: Name des Künstlers und des Werks, Entstehungsjahr, Technik beziehungsweise Material und Maße.
Dieses Buch stellt natürlich einerseits eine hervorragende Ergänzung, Vor- und Nachbereitung zum Ausstellungsbesuch dar. Andererseits bietet es auch jenen Kunstfreunden, die die Ausstellung nicht ansehen können oder wollen, eine exzellente Möglichkeit, alles Wissenswerte über den Blauen Reiter und seine Mitglieder auf anschauliche Weise zu erfahren, diese anhand der Foto-Auswahl gewissermaßen "privat" kennen zu lernen und sich an etlichen wertvollen Werken der Gruppe zu erfreuen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das vorliegende Buch aus dem Hatje Cantz Verlag ist ein durch etliche sehr informative einführende und kunstgeschichtlich sehr aufschlussreiche Essays ergänzter Ausstellungskatalog einer wohl einmaligen Ausstellung, die die Stiftung Frieder Burda 2009 in ihrem Museum in Baden-Baden gezeigt hat.

Sie versammelt 80 Arbeiten der Künstlergruppe "Der Blaue Reiter", deren Entstehung 1911 einer ihrer beiden Gründer, Wassily Kandinsky mit folgenden Worten beschrieben hat: "Den Namen 'Der Blaue Reiter' erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf. Beide liebten wir Blau, Marc- Pferde, ich -Reiter. So kam der Name von selbst."

Zusammen mit Franz Marc suchte Kandinsky in einer Gruppe, zu der später noch Paul Klee, Alexej von Jawlensky, August Macke und Gabriele Münter gehörte, nach neuen Ausdrucksformen für ihre Bilder, Kunstwerke, die später unter dem kunstgeschichtlichen Begriff Expressionismus geführt wurden. Die Künstler des "Blauen Reiters" verband das gemeinsame Interesse an der Avantgarde, sie öffneten sich aber auch für die Volkskunst, orientierten sich an fernöstlichen Vorbildern oder nahmen Kinderzeichnungen zur Vorlage für ihre eigenen Werke. Obwohl als Gruppe arbeitend , verfolgte doch jeder einzelne Künstler seinen eigenen Weg hin zur Befreiung der Farbe und zur Abstraktion.

All dies wird in den Aufsätzen dieses Buches hervorragend nachgezeichnet und die abgedruckten Bilder der Ausstellung illustrieren es auf das Beste. Eine nicht unerhebliche Zahl der Bilder stammt aus der Privatsammlung von Gabriele Münter, die seit einer Schenkung im Jahr 1957 im Münchener Lenbachhaus zu sehen sind, eine der bedeutendsten Sammlungen zur Kunst des Blauen Reiters.

Zusammen mit vielen anderen Bilder aus anderen Sammlungen hat die Stiftung Frieder Burda in ihrer Ausstellung in Baden -Baden eine einzigartige Werkschau organisiert, die Helmut Friedel und Annegret Hoberg in ihrer gewohnten Qualität in einem hochwertigen und ansprechenden Buch dokumentiert und erläutert haben.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
- durch Katastrophen, die aus dem chaotischen Gebrüll der Instrumente zum Schluss eine Symphonie bilden, die Sphärenmusik heißt. Werkschöpfung ist Weltschöpfung." ( Zitat Wassily Kandinsky)

"Der blauer Reiter" ist der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, die vom 27.6.-11.10.2009 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden gezeigt wird.

Das Buch enthält 195 Abbildungen, davon 88 in Farbe und 55 in Duplex.

Die gezeigten Gemälde und Skulpturen stammen von Franz Marc, Alexej Jawlensky, Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Marianne von Werefkin, August Macke, Paul Klee und Heinrich Campendonk.

Den Kunstwerken sind Essays von Frieder Burda, Helmut Friedel, Annegret Hoberg und Matthias Mühling vorangestellt. Diese Essays vermitteln dem Leser Wissenswertes über die Künstlergemeinschaft "Der blauer Reiter".
Besagte Künstlergemeinschaft wurde 1911 in München gegründet. Der Name leitet sich von einem Gemälde Kandinskys aus dem Jahre 1903 ab. Allerdings nannte Kandinsky Franz Marc als Miterfinder des Titels:"Den Namen "Blaue Reiter" erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindeldorf( Marcs Wohnsitz); beide liebten wir Blau, Marc Pferde, ich Reiter. So kam der Name von selbst."
"Der blaue Reiter" wurde zu einer wesentlichen künstlerischen Bewegung des 20. Jahrhunderts.
Zuvor waren die ersten Mitglieder der Gruppierung, Wassily Kandinsky, Alfred Kubin, Franz Marc und Gabriele Münter, aus einer anderen Künstlervereinigung, der "Neuen Künstlervereinigung München" ausgetreten, der sie u.a. mit Alexander Erbslöh, Alexej von Jawlensky, Alexander Kanold und Heinrich Schnabel angehörten. Diese Gruppe war allerdings auseinandergefallen, nachdem Kandinsky deren Vorsitz aus Protest gegen die Ablehnung seiner künstlerischen Ziele durch einige Gruppenmitglieder niedergelegt hatte.
Der Austritt Kandinskys, dem sich Gabriele Münter, Marc und Kubin anschlossen, ist eigentlich die Geburtsstunde des "Blauen Reiter", der zunächst zum Sammelpunkt der Maler wurde, die sich mit Kandinsky solidarisch erklärten und dem Verein nach und nach den Rücken kehrten.
Als Otto Fischer im November 1912 die Ziele der nun von Erbslöh geleiteten "Neuen Künstlervereinigung" in dem Buch "Das Neue Bild" im Sinne eines expressionistischen Jugendstils formulierte, traten auch Marianne von Werefkin und Jawlensky aus.
Kandinsky und Marc, die Wortführer der Gegenpartei, wollten ihrerseits keine neue organisierte Vereinigung gründen, sondern unbelastet von Vorschriften ein offenes Diskussionsklima herstellen. Ihr einziges Ziel war zunächst einmal eine Ausstellung. Die Galerie Thannhauser stellte zwei Räume zur Verfügung, in denen Kandinsky und Marc am 18.11.1911 ihre Ausstellung unmittelbar neben den Kabinetten der "Neuen Künstlervereinigung" eröffneten, die zur gleichen Zeit ihre dritte Ausstellung veranstaltete. Die Verantwortung für die Werke der ausgetretenen Maler übernahm erstmals "Die Redaktion der Blaue Reiter".
Die erste Ausstellung umfasste 43 Werke: Neben Kandinsky, auch Eugen Kahler, Elisabeth Epstein die Brüder Burljuk, Albert Block und der Komponist Schönberg. Marc hatte die Rheinländer August Macke, Heinrich Campendonk und Jean Bloé Niestlé gewonnen.
Die Vereinigung solch unterschiedlicher Künstler verdeutlicht, wie ohne Rücksicht auf den persönlichen Stil, die Nationalität oder die öffentliche Geltung ein Sammelplatz für alle Bestrebungen angeboten wurde. Kandinsky ging es darum, dass der blauer Reiter keine bestimmte, exklusive, Richtung propagierte, sondern das Nebeneinanderstellen von verschiedenen Erscheinungen in der neuen Kunst auf internationaler Basis im Auge hatte.
1912 hatten Kandinsky und Marc eine zweite Ausstellung der Redaktion der "Blaue Reiter" in der Münchner Galerie Hans Goltz eröffnet. Diesmal wurden 315 rein grafische Arbeiten, dazu einige Aquarelle gezeigt.
Es folgten einige Ausstellungen u.a. stellte Walden in Berlin 1912 die Werke von Kandinsky, Jawelensky, Block, Marc, Münter und Marianne von Werefkin aus. Damit trug er dazu bei, dass die Ideen des "Blauen Reiter" weiter verbreitet wurden. Der Ausbruch des Krieges vereitelte weitere Aktivitäten der im "Blauen Reiter" vereinten Maler, die von der Kritik als ein bunt zusammengewürfelter Haufen und als Schwarmgeister verspottet wurden.
Doch gerade dies kennzeichnet im Grunde positiv die geistige Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und Offenheit gegenüber den unterschiedlichen Ausdrucksmitteln eines jeden Künstlers, die vom "Blauen Reiter" propagiert wurden, eine Haltung, die u.a. über das Bauhaus, an dem Kandinsky und Klee lehrte, einen erheblichem Einfluss auf die Kunstentwicklung im 20. Jahrhundert ausübte.
Kandinsky hatte übrigens in seiner 1912 veröffentlichten Schrift" Über das Geistige in der Kunst" das übergeordnete Ideengebäude geliefert, das als gemeinsame Grundhaltung alle Anhänger des "Blauen Reiter" auszeichnete. Ausdruck sollte formal gewonnen werden durch eine abgestufte Farbskala und eine geschmeidige Linie, inhaltlich durch eine meditative, geistige Schau. Jenseits des optischen Oberflächenreizes sollten Menschen und Gegenstand in einen übergeordneten kosmischen Zusammenhang gestellt werden.

Den sehr guten Gemäldeablichtungen im Katalog sind Kurzbiografien der einzelnen Maler vorangestellt. Die bedeutendste Malerin des Expressionismus Gabriele Münter war übrigens Schülerin und langjährige Lebensgefährtin von Kandinsky. Das Buch enthält auf den letzten Seiten eine große Anzahl von Fotografien des Paares und des Münter-Hauses in Murnau.

Ein wirklich gelungenes Buch zu einer Ausstellung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
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