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Produktinformation
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Blaue Branchen hingegen gibt es noch nicht. Die Musik spielt also im noch nicht vermessenen Neuland jenseits der Konkurrenz zwischen den etablierten Playern; hier spielt der Wettbewerb keine Rolle, da die Spielregeln erst noch festgelegt werden müssen. Die roten Ozeane hingegen repräsentieren alle Branchen, die es heute gibt; sie bilden den bekannten Markt. Sie sind das Haifischbecken, in dem sich immer mehr gefräßige Konkurrenten um das knappe Futter streiten. Während dort jedoch der Beckenrand dem Expansionsdrang ein jähes Ende setzt, können und müssen Unternehmen über den Wettbewerb hinausgehen. Es geht um die Eroberung blauer Ozeane.
Chan Kim und Renée Mauborgne blasen mit ihrem hervorragenden Buch zum Aufbruch und fordern einen Wandel im strategischen Denken: Mit diesem Buch fordern wir die Unternehmen auf, den roten Ozean des ruinösen Wettbewerbs hinter sich zu lassen und neue Märkte zu schaffen, wo es keine Konkurrenz gibt. Statt die vorhandene, oft schrumpfende Nachfrage aufzuteilen und sich an der Konkurrenz zu orientieren, geht es bei Strategien zur Eroberung blauer Ozeane (SEOs) darum, die Nachfrage zu steigern und sich von der Konkurrenz zu lösen. Und nicht zuletzt bieten sie die Aussicht auf höchst profitables Wachstum. Wie gesagt: In Sachen Profitabilität schlägt Blau Rot um Längen. -- Winfried Kretschmer
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Reneé Mauborgne und Chan Kim, Wissenschaftler an der französischen Management-Hochschule Insead, befreien in ihrem Buch die Strategie aus diesem Denkghetto. Ihre Forschungen widerlegen die so oberflächlichen wie gängigen Annahmen eindrucksvoll. Der Gewinn einer Branche ist nicht exogen bestimmt. Vielmehr schaf-fen es „Nutzeninnovatoren" ( Value Innovators , wohl zu unterscheiden von den Technik Innovatoren ), die Spielregeln der Branchen außer Kraft zu setzen. Neue Marktchancen würden aufgetan. Statt zu verteilen werde neu geschaffen. Dies erreichten Unternehmer, indem sie das vermeintliche Dilemma zwischen Differenzierung und Kostenführerschaft mit einem selbstbewußten So-wohl-Als-auch überwänden.
Die Autorenstellen ihre Forschung in sieben Kapiteln vor, illustriert mit vielen Beispielen. Zunächst präsentieren sie verschiedene Strategieparadigmen und deren Konsequenzen. Anschließend erläutern sie leicht verständlich die Werkzeuge, mit denen das neue Strategieverständnis anzuwenden ist. Diese Werkzeuge werden nun dann in ihrer Anwendung illustriert. Die Autoren entwerfen sechs strategische Schritte, welche die Spielregeln der Branche aushebeln. Ausführlich beschreiben be-schreiben sie die Chancen, die sich ergeben, wenn dem weit verbreiteten Unwesen der Segmentierung abgeschworen wird. Damit sich die „Innovation des Nutzens" auch in den Unternehmensgewinnen manifestiert, verweisen die Autoren auf erprobte Durchsetzungsschritte: zuerst Konzentration auf den innovative Nutzen, erst dann gilt es, die zum Preis passenden Kosten zu finden und dann die Kopierbarrieren gegen die Nachahmer zu errichten. Dies soll verhindern, dass falsche Entscheidungen die guten Ideen zugrunde richten.
Die folgenden Kapitel sind den Hürden gewidmet, die einer „Nutzeninnovation" intern im Unternehmen drohen. Wichtigste Erfolgsgarantie dafür, dass eine Strategie das Licht des Marktes erblickt, ist nach Mauborgen und Kim, daß sie verständlich, einfach und damit kommunizierbar ist. An der Strategie seien möglichst viele Führungskräfte zu beteiligen. Nicht alle Vorstellungen können berücksichtigt werden; daher brauche der Strategieprozess Fairness und Transparenz.
Die Autoren warnen eindrucksvoll davor, Strategieentwicklung und Mitarbeiterentwicklung als getrennte Professionen zu organisieren. Das Buch bietet Verantwortlichen für Strategie- und Führungskräfteentwicklung ein systematisches Vorgehen an, dass seine Praxis relevanz seit 5 Jahren nachgewiesen hat.
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