Gehart Hauptmann - größter Deutscher Dramatiker des Realismus - ist mit diesem kurzen, unscheinbaren und relativ unbekannten Drama (verglichen mit "Die Weber" usw) ein unglaublich weitsichtiges, gesellschaftskritisches Werk gelungen. Hauptmann kritisiert die Missstände des damaligen Deutschen Reiches; vor allem die Situation der ärmeren Bevölkerungsschicht, die keine Möglichkeit hatte aus ihrer gesellschaftlichen Umgebung auszubrechen und sich großartig politisch zu beteiligen, aber auch die úniformbesessene Struktur der Gesellschaft, die dann schließlich auch im ersten Weltkrieg mündete. Aus diesen Gründen beweist Hauptmann mit diesem zur Zeit der Sozialistengesetze spielenden Drama großartige politische Weitsicht und setzt sich für die Demokratisierung ein.
Aufgrund der Sprache- des schlesischen Dialekts - ziehe ich einen Punkt ab, da man doch ca 10 Seiten braucht, bis man sich eingelesen hat, dann kann man es aber problemlos weiterlesen.