Johanna Bachmann weiß nicht, ob sie dem mysteriösen Anrufer glauben schenken kann, der sich eines Tages bei ihr meldet und behauptet, ihr Vater zu sein, doch die Neugier lockt sie zu der Kirche, an der er sich mit ihr treffen will. Kaum das sie ihn gesehen hat, wird er jedoch ermordet, und der jungen Frau bleiben nur eine Hand voll Hinweisen, denen sie nachgehen kann. Während seiner letzten Minuten hat er behauptet, dass die Welt und der Papst in großer Gefahr seien. Deswegen nimmt sie das wenige, dass er bei sich hatte, an sich und verfolgt seine Spuren.
Sie entdeckt, dass ihr Vater Christian Bachmann in seinem Leben nur ein Ziel hatte: Verschlüsselte Botschaften aus der Bibel zu finden, die das Schicksal der gesamten Menschheit bestimmen können. Bei ihren Nachforschungen trifft sie auf Simon, einen Wissenschaftler, der mit ihrem Vater zusammenarbeitete und ihr nun bei ihren Nachforschungen helfen will. Schnell schliddern die beiden in ein großes Abenteuer. Sie werden verfolgt haben haben gar keine andere Wahl, als den Spuren zu folgen, die Johannas Vater gelegt hat, wenn sie überleben wollen. Sie entdecken eine erstaunliche Wahrheit über die Bibel und mehr Wahrheiten, als ihnen lieb ist. Und nur mit Johannas Hilfe, kann die Welt gerettet werden.
"Der Bibelcode" springt deutlich auf den Zug auf, den "Das Jesus-Video" oder die Dan Brown-Romane vorgegeben haben. Auch hier gibt es actiongeladene Verfolgungsjagden, eine Weltbedrohung, nur einen Menschen, der sie aufhalten kann, aber nicht weiß wie und natürlich die Mystik, die sich um die Kirche, die Bibel und ihre Macht dreht. Die Grundidee ist zwar nicht schlecht, aber leider weiß der Fernseh-Zweiteiler trotzdem nicht komplett zu überzeugen. Er bietet zu wenig Neues, um wirklich spannend zu sein.
Johanna ist eine recht typische Heldin, die völlig ungewollt in ein Abenteuer schliddert. Ihre Person wird nur sehr kurz vorgestellt, eigentlich weiß man kaum etwas von ihr. Ebenso verhält es sich mit ihrem Begleiter Simon. Die Geschichte allein macht sie zu sympathischen Hauptfiguren.
Man darf allerdings nicht vergessen, dass "Der Bibelcode" als Fernsehunterhaltung konzipiert wurde. Als solche kann er durchaus funktionieren. Wer sich nach einem harten Arbeitstag bei seichter Unterhaltung, die trotzdem einige spannende Momente zu bieten hat, entspannen möchte, ist hier mit Sicherheit genau richtig. Man bekommt ein durchaus gutes Fernsehniveau geboten. Wer mehr erwartet wird allerdings enttäuscht. Auch zum mehrmaligen Ansehen eignet sich der Film nicht unbedingt, den dafür ist die Geschichte zu gradlinig und zu leicht zu durchschauen.
Die Schauspieler, allen voran natürlich Joachim Fuchsberger als Papst und Cosma Shiva Hagen in der Hauptrolle der Johanna, liefern ein solides schauspielerisches Können ab. Auch die Bildqualität ist gut und als Extras befinden sich Outtakes, Szenen, die "Hinter den Kulissen" spielen und Interviews auf der DVD. Ein wenig enttäuschend ist die Nachsynchronisation der Schauspieler, die ihren Text nicht in deutsch eingesprochen haben. Hier laufen die Mundbewegungen und das gesprochene Wort oft nicht ganz synchron ab.
Fazit: "Der Bibelcode" ist eine gute Fernsehunterhaltung, die man sich prima zwischendurch ansehen kann. Das ganz große Kino kann der Film nicht bieten, aber eine nette Krimi-Unterhaltung mit einem Schuss Mystik.