Eine Gruppe kleiner Jungs träumt davon, Feuerwehrmann zu werden, und tatsächlich ergreifen alle diesen Beruf bis auf einen, der die Prüfung nicht besteht. Als erwachsene Männer arbeiten sie auf derselben Wache, wo kurz hintereinander zwei Kollegen sterben, der eine durch einen scheinbar mysteriösen Unfall, der andere durch Mord.
Der Hauptteil des Buches beschäftigt sich mit den Feuerwehrmännern und ihren Familien, ihrer Erschöpfung durch den Beruf im Schichtdienst und den Querelen mit Ehefrauen und Kindern. Alles nicht schlecht beschrieben, nicht uninteressant, locker zu lesen, ein wenig Spannung im Fall Jessica, der Stieftochter eines Feuerwehrmannes, die Kontakt zum leiblichen Vater sucht, aber insgesamt hat das Buch zuwenig Substanz und ergibt weder einen guten Krimi noch einen guten Familienroman.
Zwischendurch wird die Liebesgeschichte zwischen einer Sängerin (Schwester eines Feuerwehrmannes) und Frankie, dem verhinderten Feuerwehrmann, erzählt, wobei sich dieser allzu offensichtlich zum Hauptverdächtigen entwickelt.
Was der Autorin in ihrem ersten Roman "Gute Nacht, mein Geliebter" so gut gelang, nämlich die Verflechtung von Einzelschicksalen zu einer Geschichte und die Gestaltung des Mordmotivs aus innerer Not und Zwang des Täters, wirkt hier konstruiert und zusammenhanglos. Auch das Motiv des Mörders ist reichlich abstrus. Was als wohl Knalleffekt gedacht war, entpuppt sich als Schuss daneben.