Ein unglaublich flaches und seelenloses Buch hat Alexander Huber da abgeliefert - wer hier mehr als zwei Sterne vergibt, hat noch keine wirklich guten Bergbücher gelesen (Mark Twight, Reinhard Karl, Robert Steiner, Joe Simpson...)- man merkt dem Buch an, dass es noch schnell zum "Am Limit"-Film auf den Markt kommen sollte, um das Gesamtpaket Film & Buch schnüren zu können. Huber bietet in einer teils peinlich einfachen und flachen Sprache nur oberflächliche Einblicke in seine Welt - so schon tausendfach und meist besser gelesen bei anderen Kollegen, alles wirkt austauschbar. Da, wo es interessant hätte werden können (Konkurrenz mit dem Bruder, Rolle als Profikletterer, wie hat er Sponsorenkontakte aufgebaut, seine Rolle als Gallionsfigur im Klettern...), gibt es - wenn überhaupt - nur ein paar kurze Sätze dazu zu lesen - der Großteil des Buches besteht aus einer chronologischen Aufzählung seiner Projekte und Expeditionen. Was zudem durchgehend nervt, sind die unzähligen logischen Brüche im Text - teilweise fällt es schwer, dem Gedankengang zu folgen. Der Rundumschlag gegen den Alpenverein wirkt zu polemisch und undifferenziert - zumal Huber den DAV auf der anderen Seite wieder als Sponsor seiner Expedition auf der Jacke kleben hat. Hubers großartige alpine Glanzleistungen in allen Ehren, aber dieses Buch muss man nicht gelesen haben.