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Der Berg-Karabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan
 
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Der Berg-Karabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan [Broschiert]

Johannes Rau
1.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 96 Seiten
  • Verlag: Köster, Berlin; Auflage: 2., überarb. Aufl. (10. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895746290
  • ISBN-13: 978-3895746291
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,6 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 300.342 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Johannes Rau
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts ausgebrochene Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach gipfelte in der Zerstörung der aserbaidschanischen Stadt Chodschali. Das Massaker an der Zivilbevölkerung forderte Hunderte Menschenleben. Armenien besetzte 20% Staatsterritoriums Aserbaidschans. Als Folge wurden Hunderttausende Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Der Krieg kostete 30 000 Menschen das Leben. Der Konflikt selbst ist tief in der Geschichte beider Länder verwurzelt. Der breiten Öffentlichkeit sind die historischen Zusammenhänge weitgehend unbekannt. Das vorliegende Buch schließt diese Informationslücke. Zahlreiche historische Fakten werden hier erstmalig einer breiten Leserschaft vorgestellt.

Über den Autor

Prof. Dr. Johannes Rau war bis 1996 als Insitutsleiter der Universität Astana in Kasachstan tätig. Er ist ein Kenner der Kaukasus-Region und arbeitet seit einigen Jahren als freier Journalist und Autor in Deutschland. Er ist weiterhin als freier Mitarbeiter für das Deutsche Orient-Institut in Hamburg tätig.

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Format:Broschiert
Vorweg: Ich bin weder Armenier noch Historiker. Ich habe mir dieses Buch gekauft, um mich auf eine Individualreise nach Berg-Karabach inhaltlich vorzubereiten. Und dies hat das Buch geschafft: Es hat mir einen faszinierenden Einblick in den aserbaidschanischen Informationskrieg verschafft. Dieses dünne, leicht zu lesende und mit vielen Karten versehene Büchlein ist nicht nur tendenziös ' nein es stützt sich gezielt auf aserbaidschanische Propagandaquellen, während die armenische Sicht völlig ausgeblendet wird.

Das Werk dämonisiert Armenier, die Azeris werden ausschließlich als Opfer dargestellt. So werden Verbrechen gegen Azeris in allen grausamen Einzelheiten dargelegt 'Kriegsgefangene wurden skalpiert, den Toten wurden die Augen ausgestochen' ' ohne Quellenangabe wohlgemerkt. Von azerischen Grausamkeiten an den Armeniern kein Wort. Überhaupt wird der Völkermord an den Armenien durch das türkische Brudervolk, eine Tatsache, die eine große psychologische Rolle im Karabach-Konflikt spielt, mit keinem Wort erwähnt. Nur auf ein Progrom an Armeniern wird im Text eingegangen. Der sei aber interessanter Weise weder von Azeris noch von Türken, sondern von Kurden begangen worden.

Dafür heißt es auf Seite 42, dass die Armenier einen Völkermord an den Azeris begangen haben sollen. Interessant auch die durchgehende Wortwahl: Armenier massakrieren, terrorisieren (Seite 28) okkupieren und assimilieren. Azeris fliehen, befrieden, integrieren und wirtschaften erfolgreich.

Erwähnenswert auch die verwendeten Quellen wie beispielsweise so "objektiv-wissenschaftlich" klingende Titel wie 'Ereignisse um Berg-Karabach im Lügenspiegel der Fälscher' eines aserbaidschanischen Autoren sowie zahlreiche Artikel, die aserbaidschanischen Webadressen entnommen wurden. Übrigens, alle abgedruckten historischen Landkarten entstammen der URL www.azerbaijan-online.com, eine URL, die heute zum Verkauf steht, die aber sicherlich nie für eine objektive Betrachtung des Konflikts stand, sondern wohl eher Propagandamaterial veröffentlichte. Eine armenische URL sucht man im Quellenverzeichnis vergebens. Überhaupt sucht man vergeblich nach armenischen Veröffentlichungen, bis auf einige wenige, die vor dem Zusammenbruch der UDSSR systemtreu verfasst wurden. Eine objektive Recherche sieht anders aus.

Interessant auch die Theorie, dass die Armenier erst im 19. Jahrhundert von den ach so wohlwollenden Russen (Seite 27) nach Karabach umgesiedelt worden seien. Da frage ich mich wirklich woher all die historischen armenischen Gebäude in Karabach herkommen sollen ' das Kloster Amaras wurde gar im 4. Jahrhundert gegründet. Die Liste fragwürdiger Stellen ließe sich endlos fortsetzen.

Nicht überraschend resümiert der Autor, dass der Karabach-Konflikt nur mit einer Wiedereingliederung Karabachs in die aserbaidschanische Republik gelöst werden könne und übernimmt so bis ins Detail die offizielle aserbaidschanische Position.
Es bleibt die Frage, was den Herrn Professor Rau getrieben hat unter solch ein Werk seinen Namen zu setzen. Wer sich objektiv über den Konflikt informieren will, kann mit dem Länderbericht der Konrad-Adenauer-Stiftung beginnen - kostenlos im Internet downzuloaden.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
leider kein guter Überblick 17. Dezember 2010
Von Emsda
Format:Broschiert
Der sehr komplexe und komplizierte Konflikt, scheint nach Rau, sehr gradlinig erzählbar. Er erweckt den Eindruck eines Opfervolkes auf der einen Seite und eines Tätervolkes auf der anderen Seite. Leider zu "Pro-Armenien"...der Autor scheint es sich einfach gemacht zu haben.
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