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Der Beobachter im Gehirn: Essays zur Hirnforschung (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
 
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Der Beobachter im Gehirn: Essays zur Hirnforschung (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) [Taschenbuch]

Wolf Singer
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 8 (29. April 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518291718
  • ISBN-13: 978-3518291719
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 10,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 74.822 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolf Singer
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 26.04.2002
Ulrich Kühne beginnt seine Besprechung mit einem kleinen Vortrag über das Gehirn, das, wie er schreibt, erstaunlich einfach konstruiert ist, in seiner Funktionsweise aber so kompliziert, das die Wissenschaft immer noch nicht genau weiß, wie "weitverstreute Aktivitäten in einem völlig homogenen Gewebe von Nervenzellen zu einem Gedanken verbunden" werden. Soviel steht für Kühne jedenfalls fest: Das Hirngewebe ist eine "wahrhaft universelle Substanz". Daraus folgt für den Rezensenten, dass wer sich mit dem Hirn auskennt, ein Spezialist für alle Fragen und Probleme ist - egal ob es um Geschichte, Bildungspolitik und Architektur geht. Von all diesen Dingen handeln auch Wolf Singers Essays, so Kühne, die sich an ein allgemeines Publikum richteten. Das allgemeine Publikum hätte nun vom Kritiker gern erfahren, wie Architektur und Gehirn zusammengehen. Dazu schweigt sich der Rezensent aus, versichert uns aber, dass bei Singer der "Angriff der Naturwissenschaften auf die Geisteswissenschaften ... Programm ist". Ach so.

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

"Singers Buch ist nicht nur vielseitig und anregend, es ist auch angenehm geschrieben und meidet das Modisch-Flapsige vieler populärer Wissenschaftsdarstellungen." (Manuela Lenzen Frankfurter Allgemeine Zeitung )

"Die vierzehn äußerst lesenswerten Essays zur Hirnforschung aus den Jahren 1984-2000 in diesem Band umspannen daher ein weites Feld: Von Architektur, Kreativität und Kunst, über Bewusstseinsforschung, Konstruktivismus, über die Erbe-Umwelt-Debatte und die Grenzen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften, bis hin zur Forschungspolitik und zum Nutzen der Hirnforschung für die Geschichtswissenschaft." (Christopher Baethge Berliner Zeitung )

"Den bei vielen Angst verursachende Angriff der Naturwissenschaften auf die Geisteswissenschaften, ist bei Singer Programm. Aber sein klarer, sachlicher Stil und sein reiches Angebot an verständlichen Argumenten wird viele überzeugen. Vielleicht sogar vom naturwissenschaftlichen Reduktionismus, zu dem er sich ohne Scham bekennt." (Ulrich Kühne Süddeutsche Zeitung )

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der vorliegende Band ist das Ergebnis der ausgedehnten Vortragstätigkeit des Autors zu interdisziplinären Fragestellungen, die im Zusammenhang mit den Anliegen und Ergebnissen der Hirnforschung stehen. Es handelt sich daher - mit einer Ausnahme - um eine Sammlung bereits erschienener Artikel, auch der Titel 'Der Beobachter im Gehirn' stammt von einem gleichlautenden Kapitel aus Heinrich Meier/Detlev Ploog (Hrsg.), Der Mensch und sein Gehirn. Piper, 1997. Diese Tatsachen sollte jedoch dem Lesevergnügen keinen Abbruch tun. Die Lektüre führt den interessierten Leser nicht nur durch die wichtigsten Themen der Hirnforschung der letzten 10 Jahre - der 'Dekade des Gehirns' - sondern bringen diesem die weit über die Grenzen des Deutschen Sprachraums bekannte Forscherpersönlichkeit Wolf Singers näher. Aus einer umfassenden Perspektive überzeugend dargestellt, zieht sich wie ein roter Faden sein Argument für den fortgesetzten Dialog zwischen Natur- und Geisteswissen-schaften und für den verantwortungsvollen Umgang mit den Möglichkeiten, die Wissenschaft und Technik dem Menschen eröffnen. Folglich: 'Excellent Food for Thought' ...
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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gehirngespräch 18. April 2006
Format:Taschenbuch
Wolf Singer, seines Zeichens Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung, erörtert anschaulich aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse der Neurowissenschaften und deren Auswirkungen auf Fragestellungen angrenzender Bereiche der Geisteswissenschaften. So kommentiert Singer beispielsweise in einem Eröffnungsvortrag anlässlich des Deutschen Historikertags erkenntnistheoretische Probleme der Geschichtswissenschaft mit dem Hinweis auf die Rolle komplexer kognitiver Prozesse bei der individuellen Konstruktion von Wirklichkeit („Über Nutzen und Vorteil der Hirnforschung für die Geschichtswissenschaft").
In einem anderen Kapitel spekuliert er genüsslich über Kunst und künstlerische Prozesse als Begleiterscheinungen der menschlichen Gehirnentwicklung („Neurobiologische Anmerkungen zum Wesen und zur Notwendigkeit der Kunst"). Eine durchaus sympathische Apologie der konvergierenden Forschung.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Athene TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das Buch besteht aus meheren Texten zum Thema Hirnforschung. Diese stehen nicht unbedingt in Zusammenhang miteinander, was den Lesefluß etwas hemmt (also am besten eine kurze Pause zwischen den Texten machen). So werden einige Dinge auch als immerwiederkehrendes Beispiel wiederholt (zum Beispiel, dass man wenn man bis zum Schulalter seine Augen nicht richtig benutzen konnte, es auch danach nicht mehr lernen kann, selbst wenn die Augen wieder funktionstüchtig sind, weil die sensible Phase, in welcher das Gehirn lernt mit den Informationen, die von den Augen aus kommen umzugehen dann vorbei ist).
Es geht aber nicht nur um das Gehirn und seine Funktionsweise, es werden auch andere Themen angesprochen, wie zum Beispiel die Vermischung der Wissenschaften oder sogar der Frauenanteil unter Professoren.Außerdem wird die These aufgestellt, dass viele Menschen durch Deprivation nicht lernen, sich anders als in einer rationalen Sprache auszurücken. Die andere Seite, dass nicht direkt Ausdrückbare, aber dennoch direkt Erfahrbare kann nur auf eine künstlerische, nonverbale Weise dargestellt werden, welche bei vielen nicht gefördert wird und deshalb verkümmert. Uns würde ein viel weiteres Spektrum zur Verfügung stehen, mehr noch, es würde einen gewaltigen Entwicklungsschritt in der Geschichte der Menschheit ausmachen, wenn wir alle lernen uns auch auf diese Weise auszudrücken. Eine interessante Theorie.
Mehr als deutlich wird klar, dass wir nicht objektiv wahrnehmen können, dass wir unterbewußt schon bewerten und selektieren und Schlußfolgerungen ziehen, ohne uns dessen wirklich bewußt zu sein. Aus diesem Grunde kann man auch nicht sagen, dass geschichtliche Ereignisse unverfälscht aufgenommen und dargestellt werden.
Für den Laien ist dieses Buch eher schwierig zu verstehen, da es keine wirkliche Einführung bietet und vieles vorausgesetzt wird. Dennoch lernt man viel über die Funktionsweise des Gehirns.
Das Buch ist sehr interessant zu lesen, auch wenn es, da mehrere unzusammenhängende Texte aus verschiedenen Vorträgen zusammengereiht wurden, die sich nur leicht tangieren etwas schwierig ist und einiges doppelt enthält. Im Vorwort wurde allerdings auch ausdrücklich erwähnt, dass die Texte nicht dazu gedacht sind, um an einem Stück gelesen zu werden und kein übergeordnetes Rahmenthema haben. An einigen Stellen hätte man sich jedoch trotzdem gewünscht, dass der Übergang zwischen den Texten etwas fließender verläuft und nicht so viele Wiederholungen darin vorkommen.

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