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Der Baum der Erkenntnis: Die biologischen Wurzeln menschlichen Erkennens [Taschenbuch]

Humberto R. Maturana , Francisco J. Varela
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

11. Juni 2012
Der alten darwinistisch geprägten Biologie zufolge überlebt ein Lebewesen nur dann, wenn es sich möglichst perfekt seiner Umwelt anpasst. Es wäre damit sklavisch abhängig von einer objektiven Außenwelt. Für Maturana und Varela gibt es jedoch keine objektive Wirklichkeit. Wenn Grunderfordernisse des Lebens erfüllt sind, haben lebende Systeme alle Freiheit, sich ihre Welt selbst zu schaffen, anstatt bloß auf Vorgegebenes zu reagieren. Für den Menschen gilt das natürlich in besonderem Maße. Das Subjekt ist somit entscheidend an der Schöpfung seiner nur scheinbar objektiven Wirklichkeit beteiligt. Die neue Bezeichnung von Leben, wie es die Neurobiologen Humberto Maturana und Francisco Varela definiert haben, ist Autopoiesis, was soviel heißt wie: sich selbst schaffen. Die in der Menschheitsgeschichte von Weisen, Mystikern und Philosophen erkannte Einheit von Subjektivität und Objektivität, von Ich und Welt, von Bewusstsein und Sein, wird von Maturana und Varela klar bestätigt und mit naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen belegt.

Wird oft zusammen gekauft

Der Baum der Erkenntnis: Die biologischen Wurzeln menschlichen Erkennens + Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus
Preis für beide: EUR 23,90

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 5 (11. Juni 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 359617855X
  • ISBN-13: 978-3596178551
  • Originaltitel: El arbol del conocimiento
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.114 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Humberto R. Maturana, ebenfalls in Santiago de Chile geboren (1928), leitet dort zusammen mit Prof. Dávila das Instituto Matriztico.
Maturana arbeitet am Institut als Biologe und Philosoph und beschäftigt sich auch in seinen Büchern mit interdisziplinären Themen zwischen Biologie, Philosophie, Psychologie und Soziologie. Er widmet sich weiterhin intensiv der "Biologie der Erkenntnis" und setzt auf diese Weise die Arbeit am Konzept der "Autopoiesis" fort.

Francisco J. Varela (geboren 1646 in Santiago de Chile) wurde, zusammen mit Humberto Maturana, vor allem für die Einführung der Theorie der Autopoiesis bekannt. Er war in Kontakt mit führenden Bewusstseinsforschern wie Daniel Goleman und Heinz von Foerster und versuchte, nicht zuletzt durch seine Bekanntschaft mit dem Dalai Lama, Brücken zum Buddhismus zu schlagen. Er lehrte bis zu seinem frühen Tod im Jahre 2001 am Centre national de la recherche scientifique (CNRS).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Biologische Wurzeln menschlichen Erkennens 25. April 2010
Von k_taplan TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Es geht in diesem Buch um einen alternativen Ansatz zum Verständnis elementarer biologischer Vorgänge, durch die wir zu Wissen bzw. Erkenntnis gelangen. Die Neurobiologen Maturana und Varela versuchen lebende Systeme als den Prozess zu verstehen, der diese verwirklicht, und sie nicht durch die Beziehung zu ihrer Umwelt zu erklären.

Um einen vorurteilsfreien Einstieg zu ermöglichen, thematisieren die Autoren gleich zu Beginn die "Versuchung der Gewissheit". Im Alltag verlässt der Mensch sich auf seine Wahrnehmung und ist sich möglicher blinder Flecken (Beispiel Auge) nicht bewusst. Das Erstaunliche am blinden Fleck ist, dass uns trotzdem eine geschlossene Welt präsentiert wird. Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen. Maturana und Varela beschreiben das Phänomen des Erkennens auf konstruktivistische Art. Jeder Akt des Erkennens bringt eine Welt hervor.

In weiteren Kapiteln geht es um die Organisation des Lebendigen. Die Eigenart von Lebewesen ist, dass sie sich permanent selbst erzeugen. Die zugrunde liegende Organisationsform ist die Autopoiese. Lebende Systeme realisieren sich als Produkte ihrer eigenen Operationen. Das Sein und das Tun einer autopoietischen Einheit sind untrennbar verbunden, und dies bildet ihre spezifische Art von Organisation. Dieser Denkansatz ist wegen der Selbstbezüglichkeit nicht leicht zu verstehen.

Eine Erkenntnistheorie soll zeigen, wie das Erkennen die Erklärung des Erkennens erzeugt. Hier schließt sich der Kreis. Es gibt keinen festen Bezugspunkt. Wenn wir die Existenz einer objektiven Welt voraussetzen, die von uns als den Beobachtern unabhängig und die unserem Erkennen durch unser Nervensystem zugänglich ist, dann können wir nicht verstehen, wie unser Nervensystem eine Repräsentation dieser unabhängigen Welt erzeugen soll. Setzen wir jedoch nicht eine von uns als Beobachtern unabhängige Welt voraus, scheinen wir zuzugestehen, dass alles relativ ist und dass alles möglich ist, da es keine Gesetzmäßigkeiten gibt.

In dem Buch geht es nicht nur um einen alternativen Vorschlag zum Verständnis elementarer biologischer Vorgänge, sondern auch um einen neuro-philosophischen Ansatz. Genau genommen wird die von Mystikern behauptete Einheit von Subjekt und Objekt und damit die untrennbare Ganzheitlichkeit des Seins begründet. Man kann zum Konstruktivismus stehen, wie man will: Das Buch ist sehr zu empfehlen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von KalyanaMitrah TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ein erkenntnistheoretisches Werk. Die Autoren - Vertreter des Konstruktivismus - wissen, wovon sie sprechen. Das erkenne ich daran, dass sie es zustande bringen, komplexe Sachverhalte in einer verständlichen Sprache zu vermitteln. Das Prinzip, das sie von Anfang an begreiflich machen wollen, ist das Prinzip der Wahrnehmung und wie sie die eigene Wirklichkeit konstruiert. Es heißt also, Verantwortung zu übernehmen für das, was wir sinnlich erfahren bzw. für die Art, wie wir es interpretieren. Du bist, was du wahrnimmst. Oder: Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind, sondern so, wie wir sind. Mit anderen Worten: Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen. Wir sind also blind gegenüber unserer eigenen Blindheit. Und das betrifft nicht bloß die Augen, sondern unsere Sprache, und damit unser Denken. Mit allen notwendigen Konsequenzen, die eine getrennte Sicht von Subjekt und Objekt zeitigt. Lasst uns also beginnen, weniger oft das kleine ich ins Spiel zu bringen und zu versuchen, es zu behaupten, wo es doch stets ein Postulat bleiben muss, lasst uns damit fortfahren, vom Werden statt vom Sein eines Zustandes zu sprechen, und lasst uns schließlich abrücken von der Diktatur einer aristotelischen zweiwertigen Logik, die mit all dem, was ihre dualistischen Formalismen transzendiert, nichts Anderes anzufangen weiß als deren Sinnhaftigkeit vehement zu bestreiten oder selbstbezügliche Aussagen bei Argumentationen innerhalb dieser Logik einfach auszuschließen.

Ich las das Buch im Zuge meines Philosophiestudiums und muss sagen, dass es eine wirklich gute Übersicht über die Funktion sich selbst organisierender Systeme (autopoiesis) bietet. Wer sich mit den Themenkomplexen Zirkularität, Teleologie, Systemtheorie, Selbstorganisation, selbstreferentielle Begriffe wie z.B. Zweck, Ziel, Sprache, Erkenntnis, Bewusstsein beschäftigt und mit Logiken zweiter Ordnung, Kybernetik oder Fuzzy Logic... wer also an diesen Themenbereichen interessiert ist, wird mit dem Kauf dieses grundlegenden Werkes eine gute Wahl treffen.

Francisco Varela wie auch Fritjof Capra haben sich übrigens eingehend mit der buddhistischen Psychologie und Philosophie auseinandergesetzt. Bei Humberto Maturana weiß ich es nicht, aber da Francisco und er lange zusammen gearbeitet haben, besteht zweifellos ein wechselseitiger Einfluss an Ideen- und Gedankenwelten.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klaus Roth TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Zur Neuauflage 2009

Vor einigen Jahren las ich dieses Buch und aufgrund des tiefen bei mir hinterlassen Eindrucks freue ich mich über diese Neuauflage, nachdem es einige Zeit nicht mehr aufgelegt wurde. Die Neuauflage stimmt mit der ursprünglichen Auflage im Übrigen eins zu eins überein. Etwas irreführend ist, dass bei der Erstauflage 280 Seiten angegeben werden und bei der Neuauflage 288 Seiten. Die Neuauflage endet jedoch wie die alte Auflage auf Seite 280 und die letzten acht Seiten sind lediglich Werbung für andere Bücher. Auch im Buch wurden keinerlei Veränderungen vorgenommen.

Zum Buch

Wer Humberto Maturana und Francisco Varela kennt weiß, dass es nicht nur Biologen sind, wie man sie normalerweise kennt oder sie sich vorstellt. Es sind vielmehr auch zwei Philosophen bzw. sie sind/waren Anhänger des Konstruktivismus(Varela hatte sich später von diesem abgewand). Ich stieß auf dieses Buch, als ich mich vor einiger Zeit intensiv mit dem Konstruktivismus auseinandersetzte. Zunächst zögerte ich sehr, dieses Buch zu bestellen, da ich ein praktischer Denker und in keinster Weise Freund der Theorie bin. Schon häufig erschienen mir Menschen, die nicht praktisch mit anderen Menschen zusammenarbeiten, als wenig hilfreich in Bezug auf die Praxis. Hier sollte ich jedoch eines Besseren belehrt werden...

Der Baum der Erkenntnis überzeugt vor allem durch sehr viele Abbildungen und eine gute Struktur. Die Abbildungen machen vieles deutlicher, als es Texte je machen könnten. Wenn ich auch vieles nicht verstand und mich auch nicht näher damit befassen wollte, färbten doch alle Grundintensionen sehr klar auf mich ab. Dabei habe ich von Biologie wirklich keine Ahnung - (Es sei erwähnt, damit Unwissende auf der Bereich der Biologie nicht deshalb davor zurückschrecken, sich mit dem Buch zu befassen)

Weder vor noch nach der Lektüre dieses Buchs schaffte es ein anderes, mir derart der Boden unter den Füßen weg zu ziehen und mich an meinen Überzeugungen zweifeln zu lassen. Denn den beiden Autoren gelingt es vorzüglich darzustellen, wie "relativ" bisherige Kenntnisse sind. Zwar wird und wurde das schon häufig dargestellt, doch macht man das nirgends so deutlich und nachvollziehbar, wie es im Konstruktivismus der Fall ist.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Klasse Buch
Dieses Buch hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich kann es nur weiter empfehlen. Es ist leicht verständlich und auch zugänglich geschrieben.
Vor 2 Monaten von Jasmina Becic veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen winzig gedruckt!
Der Inhalt ist wahrscheinlich gut, darueber moechte ich gar nichts sagen, weil ich erst wenige Seiten geschafft habe. Der Grund fuer die Bewertung ist die winzige Schrift. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Satori veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Für alle die den Einstieg in das systemische Denken suchen!
Das Buch ist ein Klassiker und wird es bleiben!
Es führt sehr detailliert und korrekt in das systemische Denken ein. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Fr. Schmieder veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Abbrechen
Ich musste das Lesen des Buches leider nach ca. 150 Seiten Abbrechen (und die waren wirklich ein Kampf!) weil ich absolut nicht verstanden habe was die Autoren sagen wollen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Mai 2010 von M. Schirner
5.0 von 5 Sternen Brillant und wegweisend
Dieses Buch ist von bestechender Stringenz und vermittelt ein übersichtliches und klar aufgebautes Bild der Theorie autopoietischer Systeme und des entsprechenden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. März 2009 von Andreas
5.0 von 5 Sternen Das Werk wächst....
Ich sehe mit Freuden, dass sich das Buch auf Platz 4000 in der Verkaufsliste bei amazon vorgearbeitet hat. Vor 1 Jahr war es noch bei 20.000. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2009 von bemo
5.0 von 5 Sternen Erkenntnisse mit Tragweite
Ich bin schwer begeistert! Nach dem Lesen eines jeden Kapitels dreht sich mir dir Kopf, ich sehe plötzlich Zusammenhänge, die mir vorher unklar waren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2009 von Annegret Stolle
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