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Der Bauch des Architekten
 
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Der Bauch des Architekten

Brian Dennehy , Lambert Wilson , Peter Greenaway    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Brian Dennehy, Lambert Wilson, Chloe Webb
  • Regisseur(e): Peter Greenaway
  • Komponist: Wim Mertens
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 26. Oktober 2005
  • Produktionsjahr: 1987
  • Spieldauer: 114 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000B6615G
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.803 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Die Stadt Rom mit ihren zahllosen toten Helden ist Ausgangspunkt für das Scheitern eines anderen, vermeintlich modernen Heldens an seinem Projekt und schließlich seiner selbst. Die Besessenheit des Architekten von seinem Bauch stellt sich als simples, zugleich tiefgründiges Symbol für eine Auseinandersetzung mit dem Willen zu Leben dar, der im Angesicht des Todes eine neue Wertigkeit erhält. Der Film beinhaltet mathematisch konstruierte Strukturen, die aber im Vergleich zu anderen Filmen Greenaways nicht ganz so raffiniert und spielerisch eingesetzt werden. Der Film ist düster und tragischer, weiß zwar von der bei Greenawayfans so beliebten Opulenz zu berichten, diese aber nicht wirklich eindrucksvoll zu inszenieren. Es ist ein Drama innerer Zerrissenheit, welches hier statt findet, und das ist wiederum so intim, dass die Schwerelosigkeit entweicht, die anderen Werken des Regisseurs ihre ganz eigene Kraft verleiht. Fazit: Einer der nicht ganz so strukturellen Filme Greenaways und deshalb vielleicht auch einer der nicht ganz so grandiosen

Bild: Der Film zeigt einen schönen und durchdachten Umgang mit Licht und Farben. Dies funktioniert aber lediglich auf formeller Ebene, da technische Schwierigkeiten nicht beseitigt werden konnten. Obwohl geschickt mit Beleuchtung gearbeitet wurde, verschwimmen dunklere Farbtöne in einander (Autos, 00:46:14) oder werden Details verschluckt. Greenaways äußerst künstlerische Bildkompositionen, nicht zuletzt geht es im Film um Architektur, brauchen diese Dunkelfelder. Unter anderem dienen sie hier als Motivation und Struktur für den Inhalt. Schließlich ist es auch die Stadt Rom, mit ihrer pompösen Architektur, an der Kracklite scheitern muss. Selbst wenn man den Umgang mit Farbe, Licht und Kontrasten aus dieser Perspektive betrachtet, wird man dennoch nicht übersehen können, dass Mängel bestehen, die nicht von gewollter Natur sind. So bleiben die Schärfewerte im Mittelfeld. Auch wenn die für Greenaway typischen Stillleben klar im Detail sind, wird die Präzision anderer Werke (z.B. Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber) nicht erreicht. Die Totalen der antiken Gebäude fallen farblich gesehen matt und in punkto Schärfe grobkörnig aus. Erfreulich ist, dass Grieseln den ganzen Film über ausbleibt.

Ton: Im englischen Original gehen Sprache und Kulisse ausgewogener aufeinander ein. Das Wechselspiel zwischen beiden kann getrost als lebendiger, wenn auch leiser, sogleich aber auch natürlicher bezeichnet werden. In der deutschen Vertonung stellt sich dieses Verhältnis nicht so gut abgestimmt dar. Der akustische Raum klingt hohler, aufgesetzter. Der sich hier ergebende Raumeindruck ist kaum plastisch, was im Original einwandfrei funktioniert, nur stellenweise etwas künstlich hallend ankommt. Die Musik während der altbekannten Kamerafahrten (z.B. Prospero´s Books) passt sich wie immer nicht nur hervorragend in den Raum ein, sondern erfüllt sogar mit großer Plastizität die Stereoboxen. Geräusche, wie Wasserrauschen oder das Summen von Bienen (01:30:48) verteilen sich auf die gesamte Front und vermitteln einen stabilen Raumeindruck.

Extras: Extras sind außer dem Verlagsprogramm nicht vorhanden. Das Menu vermag von der Farbgestaltung her nicht zu überzeugen, da Brauntöne auf anderen Brauntönen die Leserlichkeit nicht gerade fördern. --movieman.de

VideoMarkt

US-Architekt Kracklite wird nach Rom geladen, um eine Ausstellung zu konzipieren, die einen kaum bekannten Kollegen aus dem 18. Jahrhundert ehren soll. In Rom erkennt Kracklite, daß er an Krebs erkrankt ist und verliert überdies seine Frau an einen jungen Konkurrenten.

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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Filmkunst 4. November 2005
Von Ein Kunde
Der Chicagoer Star-Architekt Stourley Kracklite wird eingeladen, in Rom eine Ausstellung über den französischen Baumeister Etienne-Louis Boullée zu konzipieren.

Während der Reise zeugen Kracklite und seine Frau im Schlafwagen ein Kind. Neun Monate lang ziehen sich die Vorbereitungsarbeiten in Rom hin. Seine Ehe zerbricht in dieser Zeit ebenso wie seine überzogenen beruflichen Ambitionen. Er verliert Ausstellungsleitung, sowie Frau und Kind an den italienischen Architekten und Gegenspieler Speckler.

Der Aufenthalt in Rom wird für ihn zur Zäsur. Inmitten der antiken Statuen und Mausoleen wird ihm die Vergänglichkeit seiner Existenz bewusst. Ein Gemälde zeigt Boullée in der Art einer antiken Statue mit nacktem Oberkörper. Der aufgequollene Bauch, der zu sehen ist, beunruhigt Kracklite. Er beginnt, über Boullées Todesursache nachzuforschen und sich intensiv mit den Bauch-Krankheiten amtiker Kaiser und der Bedeutung von Kuppeln zu befassen und bis in den Wahn, er leide selbst an Krebs. Von Angst, Entsetzen und Bauchkrämpfen gepeinigt, begegnet er einem Mann, der den antiken Statuen schweigend die Nasen abschlägt.

Als die Ausstellung mit einer spektakulären Show eröffnet wird und bei seiner Frau die Wehen einsetzen, stürzt er sich aus einem Fenster.

Greenaway erzählt in Symbolen und Metaphern, er zeigt dem Zuschauer bizarre, unlösbare Rätsel. Der deprimierende Film fasziniert durch die Bilder in dunkel leuchtenden Farben.

Die Musik von Wim Mertens ist ein Genuß und mir persönlich lieber als die Kompositionen von Michael Nymann, die Greeneway in seinen anderen Filmen einsetzt.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Architektur und Bäuche 8. Februar 2007
Von RockBrasiliano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Hier haben wir es mit einem typischen Peter Greenaway zu tun. Wer "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" mochte, wird auch von diesem Film begeistert sein. Den Bauch des Architekten würde ich am ehesten als oppulentes Schwelgen im persönlichen Scheitern charakterisieren. Kracklite, der Architekt, wirkt selbst wie ein römischer Kaiser, der kurz vor seinem Untergang steht. Starke Bilder der Stadt Rom, überhaupt gutes Bildmaterial, Malerei, Architektur und Bildhauerei greifen in den Film über. Die starken Kulissen sind natürlich manchmal geneigt, die Handlung eines Films zu überschatten, aber hier ist es gelungen, die Waage zu halten. Ein barocker Film, von eigenem Witz und besonderer Ästhetik - man braucht die Bereitschaft für einen Film, der sich ein bißchen Zeit lässt in der Entfaltung seiner Handlungen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
genialer Film, geniale Musik 30. Oktober 2007
Traumhafte Bilder, intelligent und durchdacht erzählt und gekrönt mit traumhafter Filmmusik. Die Musik dieses Mal nicht wie sonst bei Peter Greenaway üblich in Zusammenarbeit mit Michael Nyman, sondern mit Mertens.
Ein Film auf den ich, nach dem Kinoerlebnis, Jahre gewartet habe. Leider fehlt mir zum vollkommenen Glück noch der Soundtrack - aber der Tag wird hoffentlich auch noch kommen.
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