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38 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. April 2000
Der Bau der Cheops-Pyramide
Der Autor bietet im Gegensatz zu vielen etablierten Ansätzen eine Variante an, die die Pyramiden in einem nicht mehr so geheimnisvollen Licht bezgl. der Bautechnik erscheinen lassen. Schon zu Beginn in seinem Vorwort bringt er treffend zum Ausdruck, wie desolat der Zustand unserer etablierten Wissenschaft in Bezug auf die ehrliche Klärung brennender Fragen ist. Ergänzen kann man diese Beschreibung mit dem Hinweis, daß auch in unserer sog. freien Marktwirtschaft und unserer "Leistungsgesellschaft" die Scheinleistung das Maß aller Dinge ist. Überzeugend bei dem vorliegenden Buch ist vor allem, die akribische Herleitung einer möglichen Bauabwicklung. Insbesondere die Thematik zur "kalkulierten Reibung". Als Quellen für die Beweis-führung der Machbarkeit von Illig's Bauverfahren machen die "Fachbibeln" von Dubbel und Hütte einen soliden Eindruck. Diesen Eindruck hat man eigentlich von der ganzen Illig'schen Vorgehens-weise. Auch wenn er im Bewußtsein seiner Überlegenheit die Schreiberlinge der übrigen "Pyramiden-Bauzunft" oft mit beißender Ironie im Regen stehen läßt. Leider wird dem Leser nur ein halber Lösungs-Ansatz geboten: nämlich den der Steineschlepperei. Das Thema der Anfertigung der Steinblöcke durch Bohrreihen mit nachfolgender Keilspaltung konnte mich nachträglich dann doch nicht so überzeugen, da ich parallel (nicht gleichzeitig) zur Buchlektüre bei Renovierungsarbeiten Kernbohrungen für Steckdosen-Einlässe in Mauern fräste, auf deren Oberfläche sich alte Fliesenkleberschichten (30-40 Jahre alt) befanden. Bei diesen Arbeiten konnte ich mir die alten Ägypter in der geschilderten Vorgehensweise bei der Anfertigung von präzisen Steinblöcken im Umfang von 2,5Mio. Stück und der präzisen Verlegetechnik, ohne daß man je Ansätze von Bohrreihen fand, nun einfach nicht vorstellen. Einem weiteren Punkt wurde meiner Meinung nach nicht die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt. Wie sollen es die antiken Baumeister geschafft haben, Verlegeresultate in einer solchen Präzision zu liefern, wenn sie es mit Steingewichten von durchschnittlich 2,5t zu tun hatten, bis hin zu 40t Ge-wicht. Das alles soll mit irgendwelchen Hebelvorrichtungen ermöglicht worden sein? Es wäre interes-sant zu hören, wo man sich die imaginären Hebelansatzpunkte zu denken hat, damit man diese Kolosse paßgenau in die Ecken bugsiert und am Schluß eine kerzengerade Verlegenaht entsteht. Ganz abgesehen von den imensen Punktbelastungen und der Materialbeanspruchung (Welches Material? Holz kann doch wohl nicht gemeint sein, oder doch?) an diesen Stellen. Es gäbe noch eine Reihe von Punkten, die nicht konsequent weitergedacht wurden, deren Anzahl und Umfang jedoch den Rahmen einer Kurz-Rezension sprengen würden. Ein Punkt muß zum Schluß doch noch erwähnt werden. Auch wenn das Buch im großen und ganzen einen solideren Eindruck macht als viele andere Ergüsse, so hat es mich doch gewundert, daß man im letzten Teil der Baubeschreibung die Pyramidionplazierung wie eine Fronleichnamsprozession schildert. Woher weiß man eigentlich, daß auf der Pyramidenspitze ein spezielles Pyramidion exis- tierte? Das paßt nun ganz und garnicht zum Stil des übrigen Buches. Ein echter Strukturbruch. Aber, wenn man schon zu einer solchen Beschreibung greift, wundert es einen doch, daß sich die Autoren um die Frage herumdrückten, warum eigentlich nirgends irgendwelche Inschriften zu finden waren. Denn diese Pyramiden machen doch eigentlich nicht den Eindruck eines alltäglichen Routine-vorganges, der unerwähnt bleiben kann. Auch der Pharao als angeblicher Initiator hatte scheinbar kein Interesse im Zusammenhang mit dem Pyramidenbau genannt zu werden. Da halten wir es in unserer Zeit doch etwas anders, wenn wir nach jedem Hinz und Kunz eine Strasse benennen. Auch wenn meine Gedanken zu Illig's Pyramidenbau nicht von Lob überschäumen, so ist die Lektüre dieses Buches doch sehr empfehlenswert. Jeder Leser sollte auch andere Bücher zu diesem Thema lesen und sich seine eigenen Gedanken dazu machen, aber nicht in den gebetsmühlenhaften Ausweg verfallen, der Grund für die Pyramiden- bauten sei in irgendwelchen Religionen zu suchen. Ich jedenfalls bin der vollen Überzeugung, daß diese Pyramiden einen technisch-funktionalen Zweck hatten und viel älter sind als unsere kühnsten Schätzungen (siehe hierzu die Ansätze von Robert Bauval in "Das Geheimnis des Orion"). Übrigens, in Baalbek liegen noch ganz andere Kavenzmänner herum, gegen die die Steinchen der Cheopspyramide nur noch Spielzeugcharakter haben.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Kernaussage des Buches, dass nämlich keine Rampen für den Bau von Pyramiden benutzt wurden und sondern dass Fahrstühle mit menschlichen Gegengewichten denkbar sind, mit denen die Menge der Stein, pro Minute im Mittel etwa einer, und das zwanzig Jahre lang, auf Höhe gebracht wurden, scheint logisch und richtig zu sein.
Leider haben, wie so häufig, Theoretiker nicht die täglich Last und Qual vor Augen.
Bei all den Argumenten fehlt noch ein wichtiger Gesichtspunkt. Was passiert mit dem Leergut? Kein Wort darüber! Lieber sollen die menschlichen Gegengewichte dieses Fahrstuhls an der steilen Pyramidenwand herunterlaufen und im passendem Moment, nämlich dann, wenn das Gegengewicht-Gewicht gleich groß der hinaufzuziehenden Steine ist, abspringen, um den Fahrstuhl in Waage zu halten. So funktioniert das aber nicht. Springt einer der Bergab-Schlepper zu früh ab, geht der ganze Kram nach hinten los, springt er zu spät, saust die ganze Geschichte gen Boden.
Warum nutzt man nicht das Leergut (Schlitten, auf denen die Steine während des Transportes liegen), das doch sicher häufiger gebraucht wurde als nur einmal, als Gegengewicht und läßt zusätzlich die Schlepper darauf Platz nehmen. Durch eine kontrollierte (durch Bremsen oder Quetschen, mit denen das Transportseil abgebremst wird) Fahrstuhlbewegung wäre doch die Hinaufbeförderung der Steine auch praktisch möglich.
Das noch weitere Punkte nicht restlos durchdacht sind, soll hier nicht weiter stören.
Aber ansonsten bringt es Spaß das Buch zu lesen, nicht zuletzt wegen der bissigen Ironie gegenüber der etablierten Zunft.
Auch öffnen die vorgetragenen Gedanken zum Bau der Pyramiden den Blick für das Problem schlechthin. Jeder Leser kann sozusagen selber am Bau teilnehmen und versuchen des Rätsels Lösung zu finden.
Kunst ist Arbeit und Arbeit ist Kunst (Zitat von: ANATOL, Künstler aus Düsseldorf)
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13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Januar 2002
Zwie fachfremde Autoren erklären hier vielleicht zum erstenmal in der modernen Geschichtsschreibung, wie die Ägypter es geschafft haben, solch gewaltige Steinmassen aufzutürmen und angeblich vor der Eisenzeit Granit zu bearbeiten, ohne dafür Außerirdische oder ähnlichen Unfug erfinden zu müssen.
Durch die durchgängig wissenschaftliche Schreibweise und Argumentation ist das Buch sicherlich nicht einfach zu lesen, aber dadurch gewinnen die teilweise abenteuerlich anmuteten Thesen Glaubwürdigkeit.
Insgesamt sehr interessant, wenn auch etwas langatmig.
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6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juni 1999
Die Autoren haben sich Gedanken gemacht, wie man den Bau der Pyramiden umsetzen kann, ohne "Rätselhafte Technologien" oder " Erich von Däniken" Werkzeuge, in dem Sie die Enstehung der Pyramiden nicht an den Anfang der ägyptischen Kultur stellen, sondern in eine Zeit in der auch die dazu notwendigen stählernen Werkzeuge schon in Gebrauch waren. Die Pyramiden werden nun in einer Zeit angesiedelt in der sie auch zu realisieren sind.
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3 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. August 1999
Ein sehr gut recherchiertes Buch mit starrem Blick auf realistische Umsetzbarkeit der jeweiligen ägyptischen Zeitepochen.
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12 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. November 2003
Es ist eine Eigenart der Deutschen, aber nicht nur der Deutschen, sondern einer bestimmten Schicht der Bevölkerung, aus welchen Gründen auch immer, in Ressentiments zu denken. Die Ansprüche dieser nicht kleinen Gruppe der Bevölkerung bedienen Heribert Illig und auch andere, schlichtere Geister. Dieses Buch von Heribert Illig widmet sich der Erklärung eines Großbaues der Antike mit herkömmlichen damaligen technischen Methoden, eine Vorstellung, die einem schlichten Geist wie Erich von Däniken mangels ausreichender eigener geistiger Fähigkeiten unvorstellbar ist. Solche schlichten Gemüter schließen von ihren mangelhaften geistigen Fähigkeiten auf ebensolche bei unseren Vorfahren und müssen notwendigerweise auf Götter verfallen. Nun ist richtig, daß Archäologen oft unbefriedigende Erklärungen anbieten, die dem gegenwärtigen Stand des Wissens entsprechen. Die Kritiker, die den Archäologen dieses Manko vorwerfen, sind nicht weniger schlicht als Erich von Däniken. Sie unterschätzen einerseits den Zeitaufwand, um die wenigen verbliebenen Relikte zu sichern und auszuwerten. Sie unterschätzen anderseits bei weitem den finanziellen Aufwand. Sicher, die naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden haben die Archäologie der letzten Jahre erheblich bereichert, aber sie sind eben auch teuer. Archäologen leider immer an dem Zuwenig an Geld und dem Zuviel an Aufgaben, die sich in einem durch Baumaßnahmen wandelnden Land zwangsläufig ergeben. Menschen wie Heribert Illig leben nicht mit der finanziellen Zwangsjacke, mit der Archäologen ihre beruflichen Aufgaben zu erfüllen haben. Das berücksichtigen weder Heribert Illig noch schlichtere Geister noch gar ihre an Ressentiments reichen Leser. Ich bedauere sie für die Schlichtheit ihres Denkens. Immerhin, das Buch entwickelt Hypothesen zum Bau der Pyramiden, die sich anhand der vorhandenen Relikte prüfen lassen. Die Verfasser hatten die freie Zeit und die Geldgeber dazu. Die Archäologen sind da klar benachteiligt.
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