Es ist schwierig für einen Autor, Spannung aufzubauen, wenn er das Ende der Handlung vorweg nimmt. Manche schaffen es, aber Noske gehört nicht zu denen. Dass Graf Engelberg ermordert wird, erfährt man gleich auf der ersten Seite. Die Handlung, wie es dazu kommt, plätschert jedoch einfach so dahin, ohne dass irgendwie Spannung aufkommt.
Gleichzeitig zieht ein Meuchelmörder durch Europa auf der Suche nach einer Person, die die Grundfeste der Kirche erschüttern könnte. Die Handlung wiederholt sich, er bringt ein paar Leute um und zieht weiter.
Irgendwann treffen diese beiden Plots aufeinander, ohne dass sich das "Aha-Erlebnis" einstellt. Und auch die Auflösung, weshalb diese gesuchte Person die Kirche erschüttern könnte, ist eher banal und hat sich schon früh aufgedrängt.
Außer Lokalkolorit, der für Bergische vielleicht noch ganz interessant sein mag, bleibt bei diesem Buch nicht viel übrig.