Danko Rabrenovic, ein "Jugo" vom Balkan, schildert sehr kurzweilig und pointiert seine Erfahrungen als Kriegsflüchtling in Deutschland. Von den Versuchen seine neue Umgebung gesellschaftlich zu verstehen und sich zu integrieren, allerdings ohne zu mutieren. Von seiner Laufbahn als Koch in einem Restaurant über den Job als Pflanzenschutzmitteleinatmer bis hin zu seiner startenden Karriere als Musiker und Radiojournalist zeigt Rabrenovic anschaulich und witzig zugleich seinen Werdegang.
Politisch positionierend, jedoch nicht um anzuklagen oder gar zu richten, sondern vielmehr um dem geneigten Leser eine andere Perspektive auf den Jugoslawienkonflikt zu eröffnen. Eine Positionsbestimmung der anderen Art. Für Balkanesen eine mögliche Facette ihres Selbstverständnisses. Für (nicht nur Balkan-) Interessierte eine Wahrnehmungsstudie unserer Gesellschaft aus den Augen eines Flüchtlings / Migranten.
Bleibt zu hoffen, dass uns ein zweiter Teil des Balkanizers nicht vorenthalten wird.