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Der Baader-Meinhof-Komplex

Moritz Bleibtreu , Martina Gedeck , Uli Edel    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (204 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 4,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 29 (Bücher immer versandkostenfrei). Details
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Rezensionen

Kurzbeschreibung

Deutschland in den 70er Jahren. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader, der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin, kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, dem Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen in der Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird. Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold. Obwohl er große Fahndungserfolge verbuchen kann, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann.

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Der Baader-Meinhof-Komplex: 20 Millionen Euro, ein Staraufgebot das seinesgleichen sucht, ein Hollywooderprobter Regisseur und Bernd Eichinger als Drahtzieher und Drehbuchautor.

Der Baader-Meinhof-Komplex will Alles. Er will zeigen wie es wirklich war, will zeigen wie Terroristen ticken, will aufräumen mit dem Mythos RAF. Er will dabei ein großes Publikum mitnehmen, will unterhalten und aufklären. Es wird geballert und geflucht, man sieht "Tits and Ass". Moritz Bleibtreu spielt Andreas Baader als testosterongesteuerten Alpha-Male. Seine Devise knallt er im PLO Camp dem Kommandanten vor den Latz: Schiessen und Ficken ist dasselbe. Johanna Wokalek oder Nadja Uhl als Gudrun Ensslin und Brigitte Mohnhaupt werden als Todesengel im Minirock inszeniert. Schon Godard hat gewusst: drück nem hübschen Mädchen ne Knarre in die Hand und du hast einen Film - Kiss Kiss Bang Bang.

Der Anspruch ein Jahrzehnt bundesrepublikanischer Geschichte so authentisch als möglich abzubilden führt zu einer atemlosen Hatz, die den Zuschauer durch all die Bilder schleust, die man eh schon kennt. Angefangen vom sterbenden Benno Ohnesorg bis hin zum abgemagerten Hans-Martin Schleyer vor dem Signet der RAF. Uli Edel und Bernd Eichinger haben sich an einen schwierigen Stoff herangewagt und sind das Ganze mit viel Energie und einer gehörigen Portion Größenwahn angegangen. Keine schlechte Kombination für einen Kinospielfilm. Wer hier nach neuen Erkentnissen sucht oder sogar einen Diskurs einfordert, der ist fehl am Platze. Der Film ist ganz offensichtlich vor allem für jene gemacht, die die RAF nur vom Hörensagen kennen, die ganz gern mal wissen würden was es mit diesen schrägen Vögeln aus den Siebzigern auf sich hat die beinahe im Alleingang den Rechtsstaat an seine Grenzen gebracht haben. Die Vorlage ist ein knapp tausendseitiger Wälzer, das oftmals gerühmte "Standardwerk" zur RAF von Stefan Aust, dem der Film auch seinen Titel verdankt. Natürlich muss man einen solchen Stoff radikal verdichten. Man hat sich für eine Perspektive entschieden. Die Perspektive der Terroristen. Wer sich jetzt entrüstet, man habe die Opfer nicht ausreichend gewürdigt oder den Gegenspieler der RAF, also die Bundesregierung, nur unzureichend ins Bild gerückt, der hat etwas grundsätzliches nicht verstanden. Darum geht es nicht. Interessant wäre es vielleicht gewesen den Unterschied zwischen Protest und Fanatismus schärfer zu definieren. An dieser Stelle hätte der Film Bezüge schaffen können, zum Hier und Jetzt, und vielleicht über sich hinauswachsen können. Dazu hätte es einer Haltung bedurft. Die vermisst man schmerzlich.Der Baader-Meinhof-Komplex ist ein Film, ein Unterhaltungsfilm. Nicht mehr aber auch nicht weniger.Thomas Reuthebuch

Movieman.de

"Der Baader Meinhof Komplex" des ehemaligen Spiegel-Redakteurs Stefan Aust ist seit knapp einem Vierteljahrhundert DAS literarische Standardwerk zur RAF. Auch Regisseur Uli Edel ("Christiane F.- Wir Kinder vom Bahnhofs Zoo", "Letzte Ausfahrt Brooklyn") nahm sich dieser Vorlage an und schuf, gemeinsam mit Produzent Bernd Eichinger ("Der Untergang", "Das Parfum", "Fantastic Four"), eine wichtige Produktion zu einem wichtigen Kapitel der Geschichte unseres Landes. Dabei nahm man sich vor, mit dem ewigen Mythos RAF aufzuräumen und durch Fakten aufzuklären, was die erste Generation tatsächlich bewegte. Das Ergebnis ist zugleich faszinierend wie erschütternd. Man erlebt hier die erste Riege deutscher Schauspieler auf einem oder vielleicht sogar dem Höhepunkt ihrer Karriere. Das Trio Bleibtreu, Gedeck und Wokalek setzt das Trio Baader, Meinhof und Ensslin eindringlicher um, als man es sich hätte vorstellen können. Die Schauspieler verschmelzen geradezu mit ihren Figuren und das ist die Voraussetzung für das Erleben des Erschütternden der Prodktion: Die Aktivisten erscheinen als heiß glühende Dummköpfe, die aufgrund ihrer Selbstverliebtheit keinen Außenblick mehr auf sich selbst und das wahre politische Geschehen um sich herum haben. Natürlich vermittelt sich diese Erkenntnis nicht derartig platt, sondern mittels spannender Episoden aus dem Zusammenleben, Planen, Reisen und Diskutieren mit dem Umfeld. Bis in die Nebenrollen hinein ist der Baader Meinhof Komplex herausragend besetzt. So liest sich der Cast wie ein Who is Who des deutschen Films (Alexandra Maria Lara, Nadja Uhl, Jan Josef Liefers, Stipe Erceg, Hannah Herzsprung, Heino Ferch, Bruno Ganz, Tom Schilling, Jasmin Tabatabai, Anna Thalbach, Sunnyi Melles, etc.), wobei sich die Produktion keinesfalls auf diesen Namen ausruht, sondern gut recherchiert, flüssig erzählt und spannend inszeniert voran schreitet. Fazit Ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte - ein wichtiger deutscher Film!

Moviemans Kommentar zur DVD: Eine optisch sehr ansprechende Arbeit, die tolle Farb- und Schärfewerte bietet, nur auf feine Kompressionsprobleme nicht verzichten kann. Akustisch kommt die DVD sehr natürlich an, denn obwohl sie mit räumlichen Signalen nicht spart und der Soundtrack recht aufreibend ausfällt, übertreibt sie es mit Effekten und Musik nicht. Audiokommentar, Blick hinter die Kulissen und Starinfos stellen das Bonuspaket. Schön ist auch, dass neben Untertiteln für Hörgeschädigte eine Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte angeboten wird.

Bild: Auch wenn sich die DVD farbig perfekt der Zeit, in der die Produktion spielt, anpasst und zusätzlich einwandfreie Schärfewerte angeboten werden (Gänsehaut am Hals, 00:01:32), bleiben feine Artefakte nicht vollkommen aus. So lassen sich hin und wieder auf Flächen leichte Klötzchen erkennen, die sich nicht bloß auf Wandflächen begrenzen, sondern auch auf Hautoberflächen übergreifen (nackter Arm rechts, 00:00:42). Auch tendieren feine Strukturen in Kameraschwenks zu Zittern und leichten Auflösungserscheinungen (Schild der Deutschen Oper, 00:04:43). Überwiegend zeigt die DVD aber äußerst konturiertes Bildmaterial, das sich neben der hohen Detailschärfe auch einer ansprechenden Tiefenauflösung rühmen darf (Haus im Hintergrund der Party, 00:03:31). Die Kontraste geben sich etwas überhöht, was die Schwarzabstufungen herab setzt, insgesamt aber eine griffe Ästhetik erzeugt. Unterm Strich darf das Bild als kernig und schärfetechnisch sehr präzise bezeichnet werden, was über die stellenweise vorkommenden  Kompressions-probleme hinwegsehen lässt. Von Rauschen ist erfreulicherweise kaum eine Spur. Eine optisch sehr ansprechende Arbeit.

Ton: Akustisch kommt die DVD sehr natürlich an, denn obwohl sie mit räumlichen Signalen nicht spart und der Soundtrack recht aufreibend ausfällt, übertreibt sie es mit Effekten und Musik nicht. In Massenszenen lassen sich Rufe oder Applaus kraftvoll und rund aus allen Ecken des Raumes vernehmen (00:14:45 Applaus oder 00:06:58, Straßenkampf), und während einer Schießerei werden Front und Rears abwechselnd so dicht mit durch den Raum zischenden Kugeln besetzt, dass man sich als Zuschauer fast unwillkürlich duckt (Schießerei,  00:17:26 oder 01:01:31). Das gefällt vor allem auch deshalb so gut, weil die Disc im Kontrast auch leise, fein abgestimmte Signale und Kulissengeräusche und einen äußerst präzisen Stimmtransport anbietet. Sehr positiv fällt ebenso auf, dass sich die DVD nicht nur mit deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte, sondern auch mit einer Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet sieht. Eine saubere Arbeit, die den Zuhörer durch den rasanten Soundtrack tief in den Sessel drückt und einen bleibenden aber nicht übertrieben dick aufgetragenen Eindruck hinterlässt. Die DTS-Fassung klingt unwesentlich dichter.

Extras: Die Extras der DVD bestehen vornehmlich aus einem Blick hinter die Kulissen, der die Dreharbeiten eindrucksvoll dokumentiert, dabei aber leider unkommentiert bleibt. Gerade die Entstehung der Massenszenen mit vielen Touristen ist aber dennoch sehr sehenswert. Hinzu kommen ein detaillierter, dabei aber ein wenig trockener  Audiokommentar von Regisseur Uli Edel, Darstellerinfos zu Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, Johanna Wokalek, Nadja Uhl und Bruno Ganz sowie Programmtipps in Form einer Programmvorschau, einer DVD-Empfehlung und einer Trailershow. Das sind nicht unbedingt ausufernde Extras, aber durch das Vorhandensein eines Audiokommentars erfährt man doch reichlich Wissenswertes zur Produktion und ihrer Entstehung. Premium Edition und Blu-ray bieten höchstwahrscheinlich ein Mehr an Extras. --movieman.de

VideoMarkt

September und Oktober 1977 gehen als Deutscher Herbst in die Geschichte ein. Seinen Höhepunkt erlangt er durch die Selbstmorde der RAF-Mitglieder Baader, Ensslin und Raspe in ihren Zellen in Stammheim. Zusammen mit Ulrike Meinhof gehörten sie zur ersten Generation der Roten Armee Fraktion. Nicht zuletzt durch die Ereignisse rund um die Demos beim Schah-Besuch 1967 in Berlin und dem Tod des Studenten Benno Ohnesorg radikalisieren sie sich und lösen durch Banküberfälle und Sprengstoffanschläge eine der größten Fahndungen auf Bundesgebiet aus.

Video.de

Bernd Eichinger und sein Regisseur Uli Edel, die schon bei "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" und "Letzte Ausfahrt Brooklyn" zusammenarbeiteten, zeichnen auf Grundlage des Standardwerks des ehemaligen "Spiegel"-Chefredakteurs Stefan Aust die Entstehung der RAF chronologisch und bemüht um ein Höchstmaß an Authentizität nach. Das Ergebnis ist ein packender, bisweilen etwas unübersichtlicher Täterfilm, der ganz auf die Terroristen fokussiert ist und einem regelrechten Schaulaufen der ersten deutschen Schauspielgarde gleicht.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Aufwändige und um ein Höchstmaß an Authentizität bemühte Verfilmung von Stefan Austs gleichnamigem Sachbuch über die Geschichte der RAF.

Synopsis

Deutschland in den 70er Jahren. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader, der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin, kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, dem Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen in der Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird. Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold. Obwohl er große Fahndungserfolge verbuchen kann, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann.

Rezension

Ach, wie herrlich. Ein deutsches Drama über Radikale in einer politisch aufgeladenen Zeit, das ohne moralischen Zeigefinger oder hollywood’sche Manipulation auskommt und auch äußerst spannend geriet.

Bernd Eichinger persönlich adaptierte gemeinsam mit Regisseur Uli Edel das Buch von Stefan Aust und beginnt seinen Film dort, wo eine Erzählung über die RAF beginnen muss: Bei der Demonstration in Berlin am 02.06.1967 und der Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg durch einen Polizisten.

Die Ereignisse überschlagen sich. Die deutsche Demokratie steht noch auf wackligen Beinen, und durch von der Presse unterstützte Vertuschungsversuche gewinnt die Protestbewegung schnell an Fahrt. Nach dem Brandanschlag auf ein Frankfurter Kaufhaus werden Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die regimekritische Journalistin Ulrike Meinhof hilft bei der anschließenden Befreiung Baaders und gibt ihre Karriere sowie ihre zwei kleinen Töchter auf, um sich dem bewaffneten Widerstand anzuschließen, der inzwischen auch vor menschlichen Opfern nicht mehr zurück schreckt.

Die große Stärke von Edels Film liegt im Aufzeigen des Wandels von gerechtfertigtem Protest zu rücksichtslosem Fanatismus. Unterstützt durch ein unfassbares Darsteller-Ensemble schafft er Einblicke in den radikalen Untergrund, von dem aus jede Erklärung der Obrigkeit wie eine Lüge, jeder Polizeieinsatz wie eine faschistische Handlung erscheint und jeder, der Kritik an der Vorgehensweise äußert, Verrat an der Revolution begeht.

Geradezu erstaunlich gerät auch die technische Durchführung. Der zu großen Teilen mit der Handkamera gedrehte Film transportiert den Zuschauer direkt ins Geschehen, ohne dabei den furchtbaren Doku-Look zu bekommen, der mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht als jeder Farbfilter. Selbst in Szenen von immenser Brutalität wandelt Edel den schmalen Grat zwischen Unmittelbarkeit und Sensationslust erfolgreich und inszeniert ein packendes Bild des Schreckens, ohne dabei auf, selbst nahe liegende, Manipulationsmechanismen zurück zu greifen.

Der Baader Meinhof Komplex ist soeben als deutscher Beitrag ins Rennen um den Auslandsoscar ausgewählt worden. Es ist kaum anzunehmen, dass ein derart auf die deutsche Geschichte fixierter Film beim internationalen Publikum für bahnbrechendes Interesse sorgen wird, auch wenn er die Vorgänge in den Kontext des damaligen Weltgeschehens stellt. Dennoch könnte ich mir keinen würdigeren Vertreter vorstellen.

Filmkritik von Felix "Flex" Dencker -- MovieGod.de

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