Im Jahr 1271 findet sich im Cölner Haxenhaus der neue Stadtbüttel Flrian Grimm ein um dort nach dem Rechten zu sehen und vor allen Dingen um zu überprüfen, ob dort nicht eventuell illeagales Glücksspiel betrieben wird. Mit einer überaus fadenscheinigen Ausrede versucht der Wirt den Amtsmann von dem herumstehenden Glücksrad abzulenken, doch dieser nutzt es um unter den Gästen Aussagewillige zu finden, die alles bis dahin Verzehrte auf Kosten des Wirtes erhalten sollen, wenn sie wahrheitsgemäß antworten.
Relativ schnell wird dies zu einer mehr oder minder regelmäßigen Einrichtung und Grimm - und mit ihm die Leserinnen und Leser - bekommen einen ziemlich guten Überblick über das Leben und Denken der Menschen im damaligen Europa.
In den Canterbury Tales bekommen wir einen vergleichbaren Überblick durch die Erzählungen der Menschen auf einer Pilgerfahrt - hier sind die meisten schon am natürlichen Ziel einer solchen Reise.
Die Rahmenhandlung verknüpft die einzelnen Erzählungen mit dem Rest sehr schlüssig, so dass keine unnötigen Längen oder Übergangsschwierigkeiten entstehen. Lehrreiche Unterhaltung.